BlockBeats Nachrichten, 25. Februar: Das bekannte Ratingunternehmen Moody’s veröffentlichte einen tiefgehenden Branchenbericht, in dem darauf hingewiesen wird, dass der Wettlauf um den Aufbau von KI-Infrastruktur in der Tech-Branche bereits ein erhebliches finanzielles Risiko geschaffen hat. Die fünf größten Cloud-Service-Anbieter in den USA haben sich insgesamt verpflichtet, in Zukunft Datenzentrumsmieten im Wert von bis zu 662 Milliarden US-Dollar zu vermieten. Diese Mietverträge sind noch nicht begonnen, daher sind sie derzeit keine Verbindlichkeiten in der Bilanz und werden auch nicht darin ausgewiesen. Mit dem schrittweisen Start dieser Mietverträge in den kommenden Jahren werden jedoch Aktivitäten im Wert von über 500 Milliarden US-Dollar in den Bilanzen erfasst.
Moody’s analysierte in dem Bericht die Finanzberichte von Amazon, Meta, Alphabet (Google-Muttergesellschaft), Microsoft und Oracle und stellte fest, dass die beispiellose Baugröße von KI-Datenzentren erheblichen Druck auf traditionelle Rechnungslegungskennzahlen ausübt. Bis Ende 2025 werden die ungeprüften zukünftigen Mietverpflichtungen dieser fünf Tech-Giganten insgesamt 969 Milliarden US-Dollar erreichen, wobei mehr als zwei Drittel, also 662 Milliarden US-Dollar, auf noch nicht begonnene Mietverträge entfallen. Nach US-GAAP müssen diese Unternehmen diese enormen Verpflichtungen derzeit nicht in ihrer Bilanz ausweisen. Diese sogenannten “außerbilanziellen” Verpflichtungen entsprechen versteckten Schulden. Wenn sie schrittweise in die Bilanz aufgenommen werden, wird dies die bereinigte Verschuldung deutlich erhöhen und potenziell die finanzielle Flexibilität und Kreditwürdigkeit beeinflussen.