Künstliche Intelligenz-Gigant Anthropic hat kürzlich ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Umfang von bis zu 6 Milliarden US-Dollar gestartet, bei dem aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ihre Anteile bei einer Bewertung von etwa 350 Milliarden US-Dollar verkaufen können. Dies eröffnet nicht nur den Mitarbeitern eine Möglichkeit zur Gewinnmitnahme, sondern unterstreicht auch den Trend großer KI-Unternehmen, durch Zweitmarkttransaktionen Talente zu halten, während sie den Börsengang verschieben.
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Anthropic öffnet Mitarbeitenden den Verkauf ihrer Anteile bei einer Bewertung von 350 Milliarden US-Dollar
Laut Bloomberg bietet Anthropic derzeit einigen aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden die Möglichkeit, Anteile zu verkaufen. Die Transaktion wird auf eine Bewertung von rund 350 Milliarden US-Dollar geschätzt, das Gesamtvolumen liegt zwischen 5 und 6 Milliarden US-Dollar. Der tatsächliche Betrag hängt von der Teilnahme qualifizierter Mitarbeitender ab.
Gemäß den Plänen können alle Mitarbeitenden, die mindestens 12 Monate im Unternehmen tätig sind, an diesem Verkauf teilnehmen. Die Anteile werden von externen Investoren übernommen, nicht vom Unternehmen selbst zurückgekauft. Details sind noch nicht endgültig festgelegt und können sich noch ändern.
Eine kürzlich abgeschlossene Finanzierungsrunde in diesem Monat hat den Wert von Anthropic auf 380 Milliarden US-Dollar steigen lassen. Obwohl die Bewertung bei diesem Mitarbeitersale etwas niedriger ausfällt, spiegelt sie dennoch die hohe Erwartung des Marktes an führende KI-Unternehmen wider.
Private Unternehmen werden zur Normalität: Verkauf von Anteilen als Instrument zur Mitarbeiterbindung
Angesichts des Trends, dass große Tech-Startups den Börsengang verschieben, wird der „Zweitmarkt für Mitarbeitereigentum“ in der KI-Branche immer üblicher. Dies ermöglicht es Mitarbeitenden, vor dem öffentlichen Börsengang einen Teil ihrer Gewinne zu realisieren, und hilft Unternehmen, im harten Wettbewerb um Talente attraktiver zu bleiben. Unternehmen wie Stripe und SpaceX haben ähnliche Mechanismen bereits angeboten.
Im Oktober letzten Jahres schloss der Hauptkonkurrent von Anthropic, OpenAI, eine Zweitmarkttransaktion im Umfang von 6,6 Milliarden US-Dollar ab, bei einer Bewertung von bis zu 500 Milliarden US-Dollar.
Berichte deuten darauf hin, dass mit dem anhaltenden Kapitalzufluss in den KI-Sektor die „Super-Unicorns“ – private Unternehmen mit enormen Bewertungen – immer größer werden. Die Herausforderung besteht darin, Kapitalbedarf und Mitarbeitermotivation zu balancieren, bevor ein Börsengang erfolgt.
(Wachstum bei börsennotierten Unternehmen schrumpft: Wie zerstört private Firmen den Kapitalismus?)
Technologischer Wettbewerb: Anthropic wirft chinesischen KI-Firmen unfaire Praktiken vor
Außerdem hat Anthropic heute öffentlich China-basierten KI-Unternehmen wie DeepSeek, Moonshot AI und MiniMax vorgeworfen, durch sogenannte „Destillation“ große Mengen an Ausgaben ihres Claude-Chatbots zu extrahieren, um ihre eigenen Modelle zu verbessern.
Obwohl Destillation in der Branche eine gängige Praxis ist, kann die unautorisierte Nutzung der Modelle anderer Wettbewerber rechtliche und geistige Eigentumsfragen aufwerfen.
Anthropic gab an, dass etwa 24.000 Konten über 16 Millionen Interaktionen durchgeführt haben, um US-Exportbeschränkungen für fortschrittliche KI-Technologien zu umgehen. Dies könnte potenzielle Sicherheitsrisiken bergen.
Letzte Woche warnte auch ein Memorandum des US-Kongressausschusses für China-Fragen (Select Committee on the CCP), das OpenAI an den US-Kongress übermittelte, vor den Gefahren der Destillation. Es betonte, dass eine fortgesetzte Verbreitung dieser Praktiken die Wettbewerbsfähigkeit US-amerikanischer KI-Unternehmen schwächen und Sicherheitsrisiken sowie illegale Missbräuche hervorrufen könnte.
(OpenAI wirft DeepSeek „Unfairen Wettbewerb“ vor! Diebstahl amerikanischer KI-Technologie zur Eigenentwicklung)
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