Die Prognosemärkte in den USA haben in den letzten Jahren ein rapides Wachstum erlebt, mit ständig steigenden Handelsvolumina und Nutzerzahlen. Dazu erklärte Paul Atkins, Vorsitzender der US-Börsenaufsicht SEC, am Donnerstag bei einer Anhörung im Bankenausschuss des Senats, dass Prognosemärkte zu den „wichtigen Themen“ gehören, die von den Aufsichtsbehörden genau beobachtet werden. Zwischen „Wetten“ und „Finanzprodukten“ Auf die Frage eines Senators zu den jüngsten wilden Wachstums der Prognosemarktbranche antwortete Paul Atkins, dass dies nicht nur sein persönliches Anliegen sei, sondern auch die oberste Priorität des Vorsitzenden der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael Selig, darstelle. Er sagte: „Prognosemärkte sind definitiv eines der Gebiete, in denen regulatorische Zuständigkeiten überlappen könnten.“ Im vergangenen Jahr haben sich Prognosemärkte wie Polymarket und Kalshi rasant ausgeweitet, insbesondere während der US-Präsidentschaftswahl 2024, wo sie sogar zu einem bedeutenderen Indikator für die öffentliche Meinung wurden als traditionelle Umfragen. Prognosemärkte ermöglichen durch sogenannte „Event Contracts“ Wetten auf Wahlergebnisse, Wirtschaftsdaten, Sportereignisse und andere spezifische Ereignisse. Doch ob diese Produkte als Derivate gelten oder vielmehr als Glücksspiele, die durch die Gesetze der Bundesstaaten geregelt werden, ist eine zentrale Streitfrage, die zu einem Machtkampf zwischen Bundes- und Landesregierungen geführt hat. Betreiber argumentieren, dass gemäß dem Commodity Exchange Act Event Contracts als Derivate eingestuft werden und somit der exklusiven Zuständigkeit der CFTC unterliegen sollten; gleichzeitig haben mehrere Bundesstaaten Klagen eingereicht, in denen Plattformen wie Kalshi, die insbesondere Sportwetten im Angebot haben, möglicherweise gegen lokale Glücksspielgesetze verstoßen. Paul Atkins erklärte, dass Prognosemärkte „hauptsächlich noch unter die Zuständigkeit der CFTC fallen“, aber die beiden Aufsichtsbehörden weiterhin zusammenarbeiten werden. Was die Entwicklung klarerer Regeln betrifft, so antwortete er: „Wir beobachten die Situation weiterhin.“ Er betonte: „Ich denke, wir verfügen über ausreichende gesetzliche Befugnisse. Wertpapiere sind Wertpapiere, egal in welcher Verpackung. Ob bestimmte Produkte im Prognosemarkt als Wertpapiere gelten, hängt von den genauen Formulierungen und Feinheiten der Vertragsbedingungen ab.“ Gleichzeitig äußerte auch Michael Selig, Vorsitzender der CFTC, in einem Bloomberg „Odd Lots“-Podcast seine Ansichten zu Prognosemärkten:
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