Animoca Brands hat eine Lizenz als Virtual Asset Service Provider (VASP) von der Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) in Dubai erhalten, die es dem Web3-Investmentunternehmen ermöglicht, Broker-Dealer- und Asset-Management-Dienstleistungen für institutionelle und qualifizierte Investoren in und aus dem Emirat anzubieten. Die Genehmigung erlaubt es dem Unternehmen, in ganz Dubai zu operieren, mit Ausnahme des separaten Dubai International Financial Centre (DIFC), und stärkt die Strategie der Region, eine regulierte Infrastruktur für digitale Vermögenswerte aufzubauen.
Yat Siu, Mitbegründer und geschäftsführender Vorsitzender von Animoca Brands, bezeichnete die Lizenz als strategisch wichtig, insbesondere da das Unternehmen sein institutionelles Produktangebot, einschließlich realer Vermögenswerte (RWAs), ausbaut. Er lobte VARA und das breitere regulatorische Umfeld in den VAE als zukunftsorientiert und unterstützend für Krypto-Innovationen, wodurch Dubai als bedeutender Hub für ernsthafte Branchenakteure positioniert wird.
Animoca Brands, das ein Portfolio von über 600 Unternehmen und digitalen Vermögenswerten verwaltet und Plattformen wie The Sandbox und Moca Network betreibt, erklärte, dass die Lizenz seine Präsenz im Nahen Osten stärkt, gerade in einer Zeit, in der regulatorische Klarheit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird.
Dubaïs regulatorischer Wandel hin zu „sauberen Kapital“
Die Genehmigung kommt kurz nachdem die Dubai Financial Services Authority (DFSA), die die Freizone DIFC reguliert, strengere Regeln für digitale Vermögenswerte eingeführt hat. Die DFSA untersagte lizenzierten Börsen und Finanzinstituten innerhalb des DIFC die Abwicklung von datenschutzorientierten Token wie Monero und Zcash, mit Verweis auf Bedenken im Zusammenhang mit Geldwäschebekämpfung (AML) und Sanktionskonformität.
Darüber hinaus eliminierte die Behörde ihre genehmigte Token-Whitelist und übertrug die Verantwortung für die Eignungsbewertung von Vermögenswerten auf lizenzierte Unternehmen. Das aktualisierte Rahmenwerk verbietet auch die Nutzung von Datenschutz-Tools wie Mixer und Tumblers, die Transaktionsdetails verschleiern. Zudem beschränkte die DFSA die Definition von „Fiat-Krypto-Token“ auf Token, die vollständig durch hochwertige, liquide Vermögenswerte gedeckt sind, die während Marktstressphasen die Rücknahme erfüllen können. Dieser Schritt könnte dazu führen, dass ein bedeutender Anteil der bestehenden Stablecoins nach den neuen Standards nicht mehr qualifiziert.
Branchenbeobachter argumentieren, dass strengere Regeln letztlich die Attraktivität Dubais erhöhen könnten. Nitesh Mishra, Mitbegründer und CTO von ChaiDEX Capital, sagte, dass strengere AML- und Token-Standards das Risiko der Jurisdiktion verringern und die regulatorische Sicherheit bieten, die Institutionen benötigen. Er bezeichnete die Maßnahmen als ein Signal dafür, dass Dubai den Fokus auf konforme Kapitalflüsse statt spekulativer Aktivitäten legt.
Weltweiter Trend zu strengeren AML-Kontrollen
Dubais sich entwickelnder Rahmen stimmt mit globalen Bemühungen überein, die Überwachung digitaler Vermögenswerte zu verschärfen. Regulierungsbehörden weltweit konzentrieren sich zunehmend auf AML-Konformität, Sanktionsdurchsetzung und Beschränkungen bei Datenschutztechnologien. Kürzliche Leitlinien in Indien verlangen beispielsweise von regulierten Virtual Asset Service Providern, Datenschutz-Token und Transaktionsmixer zu blockieren, aufgrund erhöhter Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Da Jurisdiktionen versuchen, Innovation und Compliance auszubalancieren, positioniert sich Dubai offenbar als reguliertes, aber krypto-freundliches Umfeld. Durch die Kombination von Lizenzierungsmöglichkeiten für Unternehmen wie Animoca Brands mit strengen AML-Standards signalisiert das Emirat, dass institutionelle digitale Vermögensaktivitäten willkommen sind – vorausgesetzt, sie erfüllen die zunehmend anspruchsvollen Compliance-Anforderungen.
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