On-Chain Prognosemarktplattform Polymarket hat kürzlich ein 5-Minuten-Kryptowährungspreis-Event eingeführt, das innerhalb von nur 40 Stunden nach dem Start ein Handelsvolumen von über 25 Millionen US-Dollar erreichte. Mit zunehmender Hitze bei Hochfrequenz-Arbitrage und Gerüchten über $POLY-Airdrops taucht auch die Diskussion auf, ob solche extrem kurzfristigen Produkte allmählich zum idealen Anwendungsfall für KI und Handelssysteme werden.
(Was ist ein Prognosemarkt? Polymarket Anfängeranleitung: Wettmethoden, Abrechnungsarten und Risikodeckung)
Vom Prognosemarkt zum Hochfrequenz-Game: Polymarket’s 5-Minuten-Markt erfreut sich großer Beliebtheit
Der neu eingeführte 5-Minuten-Markt bei Polymarket erlaubt es Nutzern, auf den finalen Kursanstieg oder -rückgang der Bitcoin-5-Minuten-Kerzen zu wetten und stellt Market Makern Liquiditätsanreize bereit. Solche extrem kurzen Zeitfenster verkürzen den Handelszyklus auf Sekunden- oder Millisekundenebene.
Laut Daten von Blockworks-Forscher Kunal Doshi erreichte das Produkt nach nur 40 Stunden rund 25,2 Millionen US-Dollar Handelsvolumen, mit durchschnittlich etwa 50.000 US-Dollar pro 5-Minuten-Intervall, was 10 % bis 20 % des bisherigen 15-Minuten-Markts entspricht.
Warum ist die Einführung von supershort-term Verträgen bei Polymarket ein „Schachzug“?
Doshi schrieb dazu, dass viele den 5-Minuten-Vertrag mit Perpetuals und anderen richtungsbezogenen Produkten vergleichen, doch beide sind nicht direkt vergleichbar:
Diese supershort-term Verträge dienen nicht dazu, auf Bitcoin-Preise zu wetten, sondern sind eher ein schnelles Kapitalumlauf- und Arbitrageinstrument.
Er zitiert Daten, wonach etwa 7,1 % der Adressen gleichzeitig Yes und No innerhalb eines einzigen Fensters kauften. Obwohl dieser Anteil gering ist, trugen diese Adressen 7,5 % des Gesamtvolumens und 23,4 % der Transaktionsanzahl bei: „Sie haben zu 72,3 % durch Aufträge abgeschlossen, 80 % der Zeitfenster waren profitabel, und der Medianpreis von Yes und No liegt bei etwa 0,9823.“
Doshi betont, dass dies typischer Arbitrage-Logik entspricht: Wenn die Summe von Yes + No unter 1 liegt, kann man beide Seiten gleichzeitig kaufen, um den Spread zu sichern. Dies zeigt, dass systematisierte Arbitrage-Fonds bereits begonnen haben, einzusteigen, aber große Liquiditätsanbieter noch nicht vollständig an Bord sind.
Kurz gesagt, ermöglicht Polymarket durch die Verkürzung des Zeitrahmens eine effizientere Kapitalnutzung, ohne die Produktnatur zu verändern, und skaliert so den Markt – ein „Schachzug“ in Doshis Worten.
Könnte der 5-Minuten-Markt die natürliche Bühne für KI-gesteuerten Handel werden?
Der unabhängige Forscher Haotian glaubt, dass die extrem hochfrequenten Produkte wie dieses eher für Bots und automatisierte Strategien geeignet sind als für menschliche Trader.
In der Praxis können Arbitrage-Programme gleichzeitig die Orderbücher zentralisierter Börsen, Kapitalflüsse und Orakel-Preise überwachen. Bei kurzfristigen Preisungleichgewichten können sie innerhalb Millisekunden Positionen bei Polymarket eröffnen:
Unter klaren Regeln, festen Abrechnungsmechanismen, berechenbaren Spreads und offensichtlichen Arbitragemöglichkeiten könnte der Prognosemarkt eine der ersten Anwendungsflächen für KI-Trading sein.
Vom Nutzer-Game bis zum Einstieg der Großakteure: Wandel in der Teilnehmerstruktur des Prognosemarkts
Das schnelle Wachstum und die Produktinnovationen bei Polymarket zeigen, dass Prognosemärkte sich vom Event-Wettplattformen allmählich zu Finanzinfrastrukturen mit Hochfrequenz- und Hedging-Fähigkeiten entwickeln. Mit der Einführung von Minuten-Verträgen und zunehmender systematischer Arbitrage könnten sich auch die Marktteilnehmerstrukturen verändern.
Angesichts der traditionellen Market-Maker-Giganten, die zunehmend einsteigen, bleibt die Frage, ob Privatanleger weiterhin profitabel sein können.
(Werden Wall-Street-Großhändler mit Jahresgehältern von 200.000 US-Dollar in den Prognosemarkt einsteigen? Können Privatanleger noch Gewinne erzielen?)
Dieser Artikel über die Einführung eines 5-Minuten-BTC-Preis-Events bei Polymarket erschien zuerst bei Chain News ABMedia.
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