Mempool-Daten zeigen, dass die Schwierigkeitsanpassung beim Bitcoin-Mining am 7. Februar um 11,16 % gesunken ist, auf 125,86 T (Trillion). Dies ist nicht nur der größte Rückgang seit dem umfassenden Verbot der Mining-Industrie in China im Jahr 2021, sondern zählt auch zu den zehn größten Schwierigkeitsrückgängen in der Geschichte von Bitcoin. Diese Schwierigkeitsanpassung fand bei Blockhöhe 935.424 statt, wobei die Schwierigkeit deutlich von zuvor 141,67 T zurückging. Zuvor war die Hashrate im Netzwerk stark gefallen, wodurch sich die durchschnittliche Blockzeit auf etwa 11,4 Minuten verlängerte, deutlich über dem von Bitcoin festgelegten Standard von 10 Minuten, was darauf hindeutet, dass viele Miner ihre Geräte abschalten und sich zurückziehen. Der Hauptgrund für den plötzlichen Rückgang der Schwierigkeitsstufe ist der fast 20%ige Rückgang der Netzwerk-Hashrate im vergangenen Monat. Der Hash-Index des Bitcoin-Mining-Dienstleisters Luxor zeigt, dass die Hashrate allein in der letzten Woche um 11 % auf 863 EH/s gefallen ist, deutlich unter dem Höchststand von 1,1 ZH/s im Oktober letzten Jahres. Der schnelle Rückgang der Hashrate wird durch zwei Hauptfaktoren angetrieben. Erstens ist der Kurssturz, bei dem Bitcoin seit dem Höchststand von 126.000 USD im Oktober letzten Jahres kontinuierlich gefallen ist und insgesamt um mehr als 43 % eingebrochen ist. Am 6. Februar fiel der Kurs zeitweise auf etwa 60.000 USD, erholte sich jedoch anschließend auf über 71.000 USD. Der Verkaufsdruck auf dem Markt wird hauptsächlich durch die hohen Renditen amerikanischer Staatsanleihen, den anhaltenden Abfluss von Mitteln aus Bitcoin-Spot-ETFs sowie die hohe Risikobereitschaft in Aktien- und Rohstoffmärkten getrieben. Laut SoSoValue-Daten wechselte der US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETF im Jahr 2026 in den Netto-Verkauf, was einen bedeutenden Druck auf den Markt ausübt. Der zweite Schock kommt von außerbörslichen Faktoren. Im späten Januar traf der „Fynn-Wintersturm“, der mehrere Regionen in den USA heimsuchte, was zu einer angespannten Stromversorgung führte. Viele Bergwerke mussten ihre Produktion drosseln oder ganz einstellen, um die Stromversorgung für die Bevölkerung zu priorisieren. Statistiken zeigen, dass dieser Sturm etwa 200 EH/s an Hashrate außer Betrieb setzte, wobei der Bergwerksriese Foundry USA einen Rückgang von erstaunlichen 60 % verzeichnete. Auch die Rentabilität der Miner ist auf einem Tiefstand. Der Schlüsselindikator für die Miner-Einnahmen, der „Hashprice“ – also die erwarteten Einnahmen pro Einheit Hashrate – fiel am 2. Februar auf einen historischen Tiefstand von „33,31 USD pro PH/s pro Tag“; am 1. Februar lag der Durchschnittswert bei nur 34,91 USD. Ben Harper, Leiter der Derivate-Abteilung bei Luxor, erklärt, dass der Markt allgemein 40 USD als kritische Grenze für Miner ansieht, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Da der Hashprice nun unter 40 USD gefallen ist, bedeutet dies, dass die meisten Mining-Geräte bei Betrieb nur noch Geld verbrennen. Derzeit sind nur die neueste Generation der Antminer S23-Serie noch relativ rentabel; ältere Modelle wie die Whatsminer M6-Serie oder Antminer S21 sind entweder kurz vor der Verlustzone oder machen bereits Verluste. In Bezug auf die Gesamtrentabilität ist die Lage weiterhin düster. Laut Checkonchain-Kennzahlen liegen die durchschnittlichen Kosten für das Mining eines Bitcoins bei etwa 87.000 USD, während der Spotpreis bei rund 70.000 USD liegt, was einem Preisabschlag von etwa 20 % gegenüber den Produktionskosten entspricht. Auf der anderen Seite, mit dem Rückgang der On-Chain-Aktivitäten im Jahr 2024, ist der Anteil der Transaktionsgebühren am Einkommen der Miner von etwa 7 % auf nur noch rund 1 % gefallen, was die Miner stärker auf steigende Kurse angewiesen macht, um den Betrieb zu finanzieren. Trotz der Belastung durch die Fundamentaldaten sehen einige Analysten aus historischen Daten ein Gegenzeichen. VanEck wies im Dezember letzten Jahres darauf hin, dass Bitcoin während vergangener Perioden mit sinkender Hashrate in den folgenden 90 Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 65 % eine Aufwärtsbewegung zeigen könnte.