Am 6. Februar wurde bekannt, dass der Kryptowährungsmarkt nach dem stärksten Rückgang seit 2022 weiterhin schwächelt. Die japanische börsennotierte Firma Metaplanet hält jedoch an ihrer „Bitcoin-First“-Strategie fest. CEO Simon Gerovich erklärte auf sozialen Plattformen, dass die aktuellen Marktschwankungen die festgelegte Strategie nicht verändern werden. Das Unternehmen wird weiterhin schrittweise mehr Bitcoin kaufen und gleichzeitig die Einkommensquellen erweitern, um sich auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten.
Getrieben von der Marktstimmung fiel der Aktienkurs von Metaplanet an diesem Tag an der Tokioter Börse um 5,56 % auf 340 Yen. Trotz des Drucks auf den Aktienkurs bleibt das Unternehmen einer der führenden öffentlichen Bitcoin-Finanzierer weltweit, rangiert nach Haltevolumen auf Platz vier, nur hinter Strategy, MARA Holdings und Twenty One Capital. Aktuelle Daten zeigen, dass Metaplanet derzeit 35.102 Bitcoin besitzt.
Der Bitcoin-Preis ist seit seinem Höchststand im Oktober 2025 bei 126.080 US-Dollar um etwa 50 % gefallen und schwankt derzeit um die 65.000 US-Dollar. Auch der Stimmungsindikator ist gefallen, der Fear-and-Greed-Index ist auf den niedrigsten Stand seit dem Terra-Event 2022 gefallen. Der Derivatemarkt zeigt ebenfalls starke Volatilität, mit Tagesliquidationen bei Long-Positionen von über 1,8 Milliarden US-Dollar, was den Abwärtsdruck weiter verstärkt.
Große Bitcoin-Halterunternehmen erleiden im Allgemeinen unrealisierten Verlust. Strategy, der größte Halter, verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von etwa 12,4 Milliarden US-Dollar, wobei der durchschnittliche Einstiegskurs höher ist als der aktuelle Marktpreis. Dennoch kaufte das Unternehmen in dieser Woche weiterhin 855 Bitcoin, was auf unverminderte langfristige Überzeugung hindeutet.
Ähnlich verhält es sich bei Metaplanet, das kein Signal zum Verkauf gibt. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten für Bitcoin liegen bei etwa 107.716 US-Dollar. Trotz deutlich sichtbarer Buchverluste betont das Management, dass sie den langfristigen Wert und die inflationsabsorbierende Eigenschaft der Vermögenswerte höher schätzen.
Nicht nur Bitcoin, auch Ethereum-Finanzierungsunternehmen stehen unter Druck. Bitmine hält etwa 1,17 Millionen Ethereum, wobei die bilanziellen Verluste bereits 8 Milliarden US-Dollar übersteigen. Die Entscheidungen mehrerer Unternehmen zeigen, dass trotz der kurzfristigen Volatilität das Vertrauen in Krypto-Assets als langfristige strategische Anlagen weiterhin besteht.
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