Während Bitcoin unter 71.000 US-Dollar fällt und die globalen Finanzmärkte stark schwanken, beginnt die seit Monaten stille offizielle Brieftasche der Regierung Bhutans, Bitcoin an Handelsplattformen und Börsen zu transferieren, was die Märkte stark aufmerksam macht. Die On-Chain-Datenplattform Arkham Intelligence verfolgt, dass in den letzten 24 Stunden Wallets im Zusammenhang mit der bhutanischen Regierung mehr als 184 Bitcoin transferiert haben, im Wert von etwa 14 Millionen US-Dollar.
On-Chain-Daten zeigen, dass ein Teil der Bitcoins in neue Wallet-Adressen transferiert wurde, während ein anderer Teil an die Kryptowährungshandelsfirma QCP Capital sowie an die Hot Wallet von Binance fließt. Solche Transfers stehen oft im Zusammenhang mit Handelsaktivitäten, Liquiditätsmanagement oder potenziellen Verkaufsabsichten. Dies ist die erste größere Bitcoin-Transaktion der bhutanischen Regierung in den letzten drei Monaten. Die aktuellen On-Chain-Transfers sind noch nicht ausreichend, um direkt zu bestätigen, dass Bhutan Bitcoin verkauft. Die transferierten Bitcoins sind auf mehrere Adressen verteilt, was auch auf interne Vermögensumstrukturierungen, Sicherheitenmanagement oder Wallet-Strukturänderungen hindeuten könnte. Obwohl das Übertragen von Bitcoins nicht gleichbedeutend mit sofortiger Veräußerung ist, löst das Verhalten der bhutanischen Regierung angesichts des anhaltenden Marktrückgangs (Bitcoin fällt an einem Tag um über 7 %, Silber stürzt zeitweise um 17 %) unweigerlich Spekulationen darüber aus, ob große Souveränitätsinstitutionen „verkürzen“ und sich absichern. Die bhutanische Regierung ist im Kryptobereich eine äußerst besondere Erscheinung. Anders als die US-Regierung, deren Kryptowährungsbestände größtenteils aus strafrechtlichen Beschlagnahmen stammen, ist Bhutan eines der wenigen souveränen Länder weltweit, das von der Regierung geleitet wird und durch den umfangreichen Einsatz von Wasserkraft für groß angelegte Mining-Aktivitäten Vorreiter ist.