ING Deutschland hat sein Einzelhandelsangebot um regulierte, kryptobezogene Anlageprodukte erweitert und ermöglicht so Privatanlegern den Zugang zu digitalen Vermögenswerten, ohne Kryptowährungen direkt zu halten.
Laut Angaben auf der Website von ING ermöglicht die deutsche Retail-Bank jetzt den Handel mit kryptobezogenen Exchange-Traded Notes (ETNs) über ihre Plattform Direct Depot.
Im Rahmen des neuen Angebots können Kunden in Produkte investieren, die die Kursbewegungen einzelner Kryptowährungen nachverfolgen. Die Anfangsauswahl umfasst Bitcoin, Ethereum und Solana, die weiterhin zu den aktivsten digitalen Vermögenswerten gehören.
Statt Tokens direkt zu kaufen, erwerben Investoren börsengehandelte Instrumente, die an regulierten Märkten gelistet sind. ING weist darauf hin, dass die ETNs physisch besichert sind und von etablierten Anbietern wie 21Shares, Bitwise und VanEck ausgegeben werden. Transaktionen werden über regulierte Börsen abgewickelt und in Standardwertkonten gehalten, wodurch das Krypto-Exposure mit herkömmlichen Anlageprozessen in Einklang gebracht wird.
Die Struktur soll gängige Hürden abbauen, die die Teilnahme von Privatanlegern an Krypto-Märkten bisher eingeschränkt haben. Zur Einordnung betont ING, dass Kunden keine externen Wallets einrichten oder Private Keys verwalten müssen, Aufgaben, die oft als komplex oder riskant angesehen werden. Stattdessen werden alle Investitionen innerhalb der bestehenden Infrastruktur der Bank abgewickelt.
Zum Kommentar des VanEck Europe CEO Martijn Rozemuller: Der Ansatz spiegelt die Nachfrage der Investoren nach Krypto-Lösungen wider, die nahtlos in etablierte Wertpapierkonten integriert werden können. Er hob auch transparente Kosten und einfachen Zugang als zentrale Vorteile der Partnerschaft hervor.
Neben der verbesserten Zugänglichkeit wies ING auch auf steuerliche Überlegungen hin, die das Interesse der Investoren beeinflussen könnten. Die Bank stellte fest, dass in Deutschland diese ETNs steuerlich ähnlich wie direkte Kryptowährungsbestände behandelt werden.
Dies schließt die potenzielle Steuerbefreiung auf Kapitalgewinne ein, wenn Positionen länger als ein Jahr gehalten werden. Die Bank warnte jedoch, dass steuerliche Ergebnisse von individuellen Umständen und geltenden Vorschriften abhängen.
Mit der Einführung betonte ING die Bedeutung, die Risiken im Zusammenhang mit kryptobezogenen Produkten zu verstehen. Die Bank warnte, dass Kryptowährungen sehr volatil sind und schnelle sowie erhebliche Kursschwankungen erleben können, was zu erheblichen Verlusten führen könnte.
ING hob auch das Risiko eines Totalverlusts im Falle der Insolvenz des Emittenten hervor. Weitere Bedenken betreffen die begrenzte Liquidität, mögliche Marktmanipulationen und die anhaltende regulatorische Unsicherheit, die in den Offenlegungen der Bank dargelegt wurden.
In den Bildungsunterlagen beschrieb ING Kryptowährungen als spekulative Vermögenswerte ohne intrinsischen Wert. Die Bank ergänzte, dass Kursbewegungen stark von psychologischen Faktoren beeinflusst werden, die auch die börsengehandelten Krypto-Produkte prägen.
Die Einführung der kryptobezogenen ETNs steht im Einklang mit ING’s umfassenderem Engagement im Bereich digitaler Vermögenswerte. Die Bankengruppe, deren Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, hat ihre Beteiligung an blockchainbezogenen Initiativen in Europa kontinuierlich ausgeweitet.
Im September letzten Jahres schloss sich ING mit acht anderen europäischen Banken zu einem Konsortium zusammen, das an einem euro-denominierten Stablecoin arbeitet, um einen vertrauenswürdigen europäischen Zahlungsstandard zu etablieren.
Diese Entwicklungen zeigen zusammen, dass ING einen vorsichtigen und regulierten Ansatz im Bereich digitaler Vermögenswerte verfolgt, der etablierte Bankstrukturen mit kontrolliertem Exposure gegenüber aufkommenden Technologien verbindet.
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