Der Mangel an Angebot bleibt einer der Haupttreiber für langfristiges Wachstum
Technisch gesehen neigt die Bewertung pro Coin dazu, zu steigen, wenn ein Teil des im Umlauf befindlichen Angebots gesperrt wird, da die verfügbare Menge an Coins abnimmt. Wenn diese Angebotsverknappung gleichzeitig mit einer steigenden Nachfrage einhergeht, schafft der Markt die Voraussetzungen für eine starke Aufwärtsbewegung, die durch das Knappheitsargument getrieben wird.

Allerdings beschränkt sich die Geschichte nicht nur auf die Chart-Analyse. „Schocks“ im Angebot tragen auch dazu bei, das Vertrauen der Investoren in das Halten zu stärken. Die Frage ist jedoch: Hat die jüngste LINK-Akkumulation bei Chainlink dieses Argument wirklich untermauert, insbesondere da LINK im Vergleich zum Durchschnitt schlechter abgeschnitten hat?
Kürzlich gab Chainlink bekannt, dass ihr Reservefonds um 99.103 LINK aufgestockt wurde — die bisher größte Einzelkauftransaktion. Dadurch beläuft sich die insgesamt im Reserve gesperrte LINK-Menge auf 1,77 Millionen, was die im Umlauf befindliche Menge weiter reduziert.
Laut den genannten Daten entspricht dies einem Anstieg von 377 % gegenüber den 371.000 LINK vor Q4/2025 — das heißt, seitdem wurden etwa 1,4 Millionen LINK hinzugefügt. Dennoch spiegelt sich die Wirkung dieser Angebotsverknappung bisher nicht deutlich im Kursverlauf wider.
Bemerkenswert ist, dass Chainlink sowohl durch On-Chain- als auch Off-Chain-Umsätze die Akkumulation unterstützt, was auf eine relativ stabile Nutzung und Anwendung des Netzwerks hinweist. Die Diskrepanz zwischen der Plattformaktivität und der Kursentwicklung wirft eine wichtige Frage auf: Wird LINK vom Markt zu niedrig bewertet?
In der aktuellen Situation kann eine „Unterbewertung“ manchmal ein positives Signal sein. Und LINK scheint gut zu diesem Szenario zu passen.
Chainlink fungiert als Infrastruktur, die durch Gebühren Einnahmen generiert, wann immer Smart Contracts auf anderen Blockchains ihre Oracles nutzen — beispielsweise bei einem DeFi-Kreditprotokoll, das auf die Preisdaten von Chainlink angewiesen ist.
Kürzlich erreichten die Gebühren auf 13 Blockchains historische Höchstwerte, wobei Ethereum allein etwa 6,8 Millionen USD verzeichnete. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach Chainlink-Diensten steigt und die Netzwerk-Nutzung echten Wert schafft.
Quelle: DeFiLlama
Mit anderen Worten, die On-Chain-Umsätze tragen direkt zum LINK-Reservesystem bei.
Dennoch spiegelt sich dies bisher nicht entsprechend im Kurs wider. LINK gehört zu den schwächsten Assets, mit einem Rückgang von 39 % im Q4/2025 und weiteren 11,7 % seit Anfang 2026. Allerdings ist ein Großteil dieser Korrektur wahrscheinlich auf die weit verbreitete FUD-Stimmung am Markt zurückzuführen.
Mit starker On-Chain-Nutzung, klaren Gebührenquellen und einer systematischen Akkumulationsstrategie zeigt Chainlink solide Fundamentaldaten. Wenn die Marktnachfrage wieder anzieht, könnte LINK eine Aufwärtsbewegung starten, die durch das Knappheitsargument getrieben wird — und die aktuelle Schwächephase könnte als attraktive Akkumulations- oder Einstiegschance für risikobereite Investoren dienen.
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