Bybit plant, im Februar My Bank zu starten, das IBAN-Konten, Fiat-Zugriff und direkte Krypto-Konvertierungs-Tools anbietet.
Der Service integriert Bankpartner, um Multi-Währungs-Transfers zu ermöglichen und gleichzeitig regionale Compliance-Regeln einzuhalten.
Bybit erweitert sein Angebot über den Handel hinaus mit Retail-Banking-Verwahrungsplänen und einem regulierten Ansatz für globale Wachstumsmärkte.
Die Krypto-Börse Bybit hat Pläne bestätigt, im Februar Retail-Banking-Dienste auf ihrer Plattform einzuführen. Das Unternehmen enthüllte den Service während einer Online-Keynote am 29. Januar.
Bybit plant, im Februar persönliche IBAN-Bankkonten für Krypto-Nutzer zu starten
• Das MyBank-Feature ermöglicht es Nutzern, Fiat-Währungen mit eigenen IBAN-Nummern zu halten, zu senden und zu empfangen
• Konten werden zunächst USD-Unterstützung bieten und im Laufe der Zeit auf 18 Fiat-Währungen ausgeweitet
• Banking… pic.twitter.com/eoEqux38dS— Coin Medium (@Thecoinmedium) 30. Januar 2026
Das Produkt, unter dem Namen My Bank, wird es Nutzern ermöglichen, Fiat- und Krypto-Gelder in einem Konto zu verwalten. Zudem signalisiert der Schritt Bybits Vorstoß über den Handel hinaus in regulierte Finanzdienstleistungen. Der Start bringt die Börse näher an die traditionelle Banken-Infrastruktur.
My Bank wird den Nutzern persönliche internationale Bankkontonummern bereitstellen. Diese IBANs ermöglichen es, Gelder über mehrere Banken hinweg zu senden und zu empfangen. Zum Start wird der Service Überweisungen in US-Dollar unterstützen. Es wird auch zusätzliche Fiat-Währungen unterstützen, wobei die vollständige Liste noch aussteht. Nutzer müssen vor der Kontoeröffnung eine Know Your Customer (KYC)-Prüfung absolvieren.
Nach der Verifizierung können Nutzer Fiat direkt auf der Plattform einzahlen. Sie können auch Rechnungen bezahlen und Gehälter auf ihren Namen empfangen. Zusätzlich können Nutzer Fiat-Guthaben in Krypto umwandeln, ohne externe On-Ramps. Dieses Setup reduziert die Abhängigkeit von Drittanbieter-Zahlungsabwicklern. Folglich erhalten Nutzer schnelleren Zugriff auf Gelder und einfachere Transaktionsabläufe.
Bybit hat Partnerschaften mit etablierten Finanzinstituten geschlossen, um den Service zu unterstützen. Zu diesen Partnern gehören die Qatar National Bank und DMZ Finance. Die Börse arbeitet auch mit Pave Bank zusammen, einem lizenzierten Kreditgeber in Georgien. Diese Partnerschaften werden grenzüberschreitende Transfers und Kontofunktionen unterstützen. Die endgültige Verfügbarkeit hängt von den regulatorischen Genehmigungen ab.
Der Service könnte im Laufe der Zeit Transfers in bis zu 18 Währungen unterstützen. Die Einführung hängt jedoch von den lokalen Bankenregeln ab. Bybit hat das Produkt so gestaltet, dass es mit bestehenden Compliance-Rahmenwerken übereinstimmt. Daher werden Banken Überweisungen als Standardkontobewegungen abwickeln. Diese Struktur soll Reibungsverluste für Nutzer und Partnerinstitutionen minimieren.
Der Start des Bankings folgt Bybits umfassender Expansionsstrategie. Die Börse stärkt weiterhin die Compliance und Infrastruktur. Zudem plant sie die Einführung eines Verwahrungsprodukts für institutionelle Kunden. Dieses Produkt wird Banken und Investoren unterstützen, die an tokenisierten realen Vermögenswerten beteiligt sind. Dazu gehören Aktien und Immobilien. Mantle hat kürzlich mit Bybit und Backed zusammengearbeitet, um tokenisierte US-Aktien über das neue xStocks-Programm on-chain zu bringen.
Gleichzeitig hat Bybit den Eintritt in Prediction Markets ausgeschlossen. Das Unternehmen verwies auf die regulatorische Komplexität in diesem Sektor. Im Oktober erhielt Bybit eine vollständige bundesweite Lizenz in den VAE, um Krypto-Dienste im ganzen Land anzubieten. Gleichzeitig bereitet sich Bybit auf einen möglichen Markteintritt in den USA vor. Die Börse plant, mit einem lizenzierten Partner zusammenzuarbeiten, um die lokalen Anforderungen zu erfüllen. Gespräche mit großen Banken sind bereits im Gange.
Bybit baut seine globale Präsenz durch regulierte Angebote weiter aus. Im November startete sie die erste regulierte Peer-to-Peer-Krypto-Plattform Kasachstans. Allerdings wurde die Onboarding neuer Nutzer in Japan pausiert, um den regulatorischen Vorgaben zu entsprechen. Diese Maßnahmen spiegeln eine Strategie wider, die auf Compliance-getriebene Expansion setzt.