OpenAI entwickelt derzeit eine neue Art von sozialen Netzwerkanwendungen und erwägt die Verwendung der Iris-Scan-Technologie von World zur Verifizierung der Nutzeridentität. Nach Bekanntwerden stieg der WLD-Token innerhalb von 24 Stunden um über 18 %. Sam Altman, der sowohl bei OpenAI als auch bei World die Führung innehat, ist das entscheidende Bindeglied in dieser Kooperation.
(Frühere Zusammenfassung: Kommt die Ära der Iris-Authentifizierung? Reddit setzt auf World ID gegen KI-Fake-Accounts, der Welt-Token $WLD schießt in die Höhe)
(Hintergrund: Interview》World-Produktleiter Tiago Sada über Identitätsverifizierung im KI-Zeitalter: Bündnisse mit Tinder, Visa, um „echtes Internet“ für Milliarden Nutzer zu schaffen)
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Am 29. Januar stieg der World-Token WLD in den letzten 24 Stunden um über 18 %, von etwa 0,46 USD auf rund 0,65 USD, die Marktkapitalisierung liegt bei ca. 2,5 Milliarden USD. Der Preisanstieg wurde direkt durch einen Forbes-Bericht ausgelöst: OpenAI entwickelt eine neue soziale Netzwerkanwendung, die Iris-Scan-Technologie ähnlich wie World zur Nutzerverifizierung einsetzen will, um das Problem der Online-Roboterflut zu lösen.
Laut einem Bericht von The Information verhandeln Nvidia, Amazon und Microsoft über eine Investition in OpenAI in Höhe von bis zu 60 Milliarden USD, eine neue Finanzierungsrunde könnte die Bewertung von OpenAI auf 730 Milliarden USD bringen.
OpenAI möchte durch biometrische Verfahren den „Proof of Personhood“ (Personen-Nachweis) realisieren, um Fake-Accounts, die von KI generiert werden, herauszufiltern. Die schnelle Entwicklung der KI schafft Probleme, die sie selbst nicht lösen kann, und World füllt genau diese Lücke. Altmans doppelte Rolle ist das entscheidende Bindeglied – er ist nicht nur Leiter von OpenAI, sondern auch Mitbegründer von World.
Altman sah bereits 2020 voraus, dass KI die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verwischen würde, was das Vertrauen im Internet erschüttert. Die KI-Modelle von OpenAI wie die GPT-Reihe sind in sozialen Medien, bei Rekrutierungen und im Finanzbereich allgegenwärtig, doch damit kommen auch Missbrauchsformen: Fake-Accounts verbreiten Falschinformationen, KI-Agenten manipulieren Märkte, sogar Lebensläufe auf Bewerbungsplattformen werden gefälscht.
OpenAI braucht einen zuverlässigen „Personen-Filter“, um die Reinheit seiner Ökosysteme zu bewahren, sonst drohen Regulierung und Nutzerverlust.
Die angebliche soziale Anwendung von OpenAI soll ein „Netzwerk ohne Roboter“ schaffen, doch herkömmliche Verifizierungscodes oder Handy-Authentifizierung sind bereits wirkungslos – KI kann sie leicht umgehen. World’s Orb nutzt Iris-Scan-Technologie, um Zero-Knowledge-Proofs (ZKP) bereitzustellen, bei denen Nutzer keine persönlichen Daten offenlegen müssen, um sich als einzige menschliche Person zu verifizieren. Diese Technik ist bereits in der World App im Einsatz, mit 15 Millionen Nutzern, und wird auf Zahlungs- und Spielebereiche ausgeweitet. Wenn OpenAI ein ähnliches System integriert, könnte dies die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Anwendungen direkt verbessern.
Beispielsweise könnte in der ChatGPT-Oberfläche die World ID-Verifizierung eingebaut werden, sodass Nutzer sicher verschlüsselte Zahlungen oder Identitätsnachweise durchführen können, um Fake-Interaktionen durch KI zu vermeiden. Das eröffnet auch neue Einnahmequellen für OpenAI: Verifizierungsgebühren oder gemeinsame Nutzung der Dateninfrastruktur mit World.
Altman äußerte öffentlich, dass AGI (Artificial General Intelligence) die globale Wirtschaft umgestalten werde, vorausgesetzt, die Verteilung des Reichtums sei gerecht. Das Design von World zielt darauf ab, durch WLD ein „Universal Basic Income“ (UBI) zu verteilen, damit jeder vom KI-Boom profitieren kann.
OpenAI könnte die Token-Ökonomie von World in seine Plattform integrieren, um die Nutzerakzeptanz zu fördern. Zum Beispiel könnten Nutzer nach Iris-Authentifizierung mit WLD belohnt werden, das für KI-Dienste-Abonnements genutzt werden kann. So entsteht ein geschlossener Wirtschaftskreislauf: OpenAI bietet KI-Tools an, World kümmert sich um Identität und Bezahlung, gemeinsam gegen die Monopolisierung durch zentrale Plattformen.
Im Regulierungsbereich kann die Zusammenarbeit von World und OpenAI Risiken streuen. World steht bereits in Datenschutzkontrollen in Europa und Asien (z.B. Verbote in Spanien und Kenia), doch die Partnerschaft mit OpenAI könnte durch den Einfluss in Washington die Politik beeinflussen. Altman hat bereits das Weiße Haus zu digitalen Identitätsstandards beraten, was die Zusammenarbeit erleichtert.
Derzeit sind keine konkreten Details bekannt, doch Insider berichten, dass die Anwendung biometrische Hardware integrieren könnte, um sicherzustellen, dass auf der Plattform jeder Nutzer ein echter Mensch ist.
Kritiker warnen jedoch vor Datenschutzrisiken bei Iris-Scans, vor allem im KI-Zeitalter, in dem Daten missbraucht werden könnten. Auch OpenAI steht unter Kartellrechtsprüfung, und die Verbindung mit World könnte mehr regulatorische Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dieser Schritt jedoch vorteilhaft: Es kann von World’s Blockchain-Infrastruktur profitieren, der WLD-Token erhält praktische Anwendungswerte und wandelt sich vom Spekulationsobjekt zum echten Einsatz.
2025 wird World die Protokolle von umstrittenen Projekten zu einer Mainstream-Anwendung weiterentwickeln. Im Mai ging World in den USA offiziell live. Anfang Oktober wurde die World Chain Mainnet gestartet, eine speziell für menschliche Aktivitäten optimierte Blockchain, die Nutzertransaktionen priorisiert. Am 21. Oktober kooperierte World mit Mythical Games, um Orb-Technologie in die Spielwirtschaft zu integrieren, sodass Nutzer Iris-Authentifizierung für On-Chain-Ökonomie nutzen können, um Bot-Reward-Claims zu vermeiden.
Außerdem arbeitet World mit Plattformen wie Razer und Tinder zusammen, um World ID in Hardware und Dating-Apps zu integrieren, damit Nutzer ihre Identität verifizieren und Betrug vermeiden können.
Im Januar 2026 veröffentlichte World die Produkte und technischen Spezifikationen für die nächste Generation der Identitätsprotokolle.
Der Kern der Innovation ist der OPRF-Node (Oblivious Pseudo-Random Function), der beim Login in verschiedenen Apps einen „Pseudonamen“ generiert, um die Identität der Nutzer schwerer nachvollziehbar zu machen.
Im Vergleich zu Version 3.0 ist Version 4.0 eine echte „Cloud-Identitätskonten“:
Zukünftig, bei einer tatsächlichen Zusammenarbeit mit OpenAI, könnte World vom Randprojekt zur Kerninfrastruktur für KI aufsteigen.
Doch aufgrund des schwachen Marktumfelds, der geringen Token-Nachfrage und des Drucks beim Unlocking liegt der WLD-Preis etwa 20-mal unter seinem Allzeithoch. Investoren sollten das Risiko sorgfältig abwägen.