Autor: KarenZ, Foresight News
Im Bereich der Perp DEXs entwickeln sich Liquidität und Benutzeroberflächen ständig weiter, doch aufgrund der zugrunde liegenden Konsensmechanismen und Blockerzeugungszeiten der öffentlichen Blockchains bleibt DEX in Bezug auf Latenz und Durchsatz stets hinter CEX zurück.
Bulk Trade geht einen anderen Weg und wählt eine technische Route, die sich von herkömmlichen Perp DEXs unterscheidet: Es taucht tief in die Infrastruktur ein, baut eine maßgeschneiderte Solana-Validator-Client-Architektur auf und versucht, eine Handelsschicht zu schaffen, die sowohl eine zentralisierte Matching-Geschwindigkeit als auch eine dezentralisierte Abrechnungskapazität vereint.
Laut offiziellen Angaben hat Bulk in der Seed-Runde 8 Millionen US-Dollar aufgenommen, mit 6th Man Ventures und Robot Ventures als Lead-Investoren. Weitere Investoren sind Market Maker Wintermute, Chapter One, Mirana Ventures, Big Brain Holdings sowie die Angel-Investoren Anatoly Yakovenko (Toly, Mitbegründer von Solana) und Ceteris, Forschungsleiter bei Delphi Digital.
Die beiden Mitgründer von Bulk sind in der Krypto-Community aktiv:
Der Betrieb der Solana-Blockchain basiert auf zahlreichen „Validatoren“. Bulk hat keine eigene Blockchain entwickelt, sondern baut auf dem Mainstream-Solana-Validator-Client Jito-agave auf, und zwar durch einen Fork namens Bulk-Agave. Für die Validatoren wurde ein spezielles Plugin namens Bulk Tile entwickelt. Dieses Plugin läuft parallel zum ursprünglichen Validator-Programm und ist für zentrale Logiken wie Order-Matching und Clearing-Engine zuständig, was die Verarbeitung erheblich beschleunigt.
Bezüglich der Order-Verbreitung beim BULK Exchange: Nach Einzahlung auf die Solana-Chain kann der Handel sofort beginnen. Die Orders werden über die BULK Net-Verteilungsschicht in 8 kleine Fragmente zerlegt. Jeder Validator braucht nur 6 dieser Fragmente, um die ursprüngliche Order wiederherzustellen. Anschließend nutzt BULK das UDP-Protokoll, um die Kernknoten „empfangen und weiterleiten“ zu lassen, wobei nur kleine Fragmente übertragen werden. Das löst das Paketverlustproblem bei Hochfrequenzhandel und erhöht die Übertragungsgeschwindigkeit erheblich.
Das nächste Thema ist die Order-Matching-Logik. Bei BULK erfolgt das Order-Matching nicht kontinuierlich, sondern in festen Intervallen – alle 20 Millisekunden wird eine „Matching-Periode (tick)“ ausgelöst. Alle Orders werden nach einem festen Regelwerk sortiert, das auf „öffentlichem Schlüssel, Zufallszahl und Matching-Zyklusnummer“ basiert. Alle Knoten arbeiten nach derselben Regel, um Ergebnisse zu produzieren, ohne zentrale Steuerung oder Manipulation. So wird Front-Running verhindert und Fairness maximiert. Die Priorität der Orders wird ausschließlich durch den Zeitpunkt ihres Eintritts in den jeweiligen Matching-Zyklus bestimmt.
Außerdem gibt es eine Funktion zur Verhinderung von Selbsthandel (STP). Für Market Maker und professionelle Quant-Trader, die oft gleichzeitig Kauf- und Verkaufsorders platzieren, ist das Risiko, unbeabsichtigt sich selbst zu handeln, hoch. Diese Mechanik schützt solche Trader effektiv.
Der letzte Schritt im Handelsprozess ist die endgültige Bestätigung und Abrechnung. BULK nutzt eine schnelle, wirtschaftliche Bestätigung innerhalb von 25-40 Millisekunden, um die Anforderungen des Hochfrequenzhandels zu erfüllen, sodass Trader sofort handeln können. Anschließend werden die Handelsergebnisse auf die Solana-Chain synchronisiert und die endgültige Abrechnung bestätigt.
Das Bulk-Handelssystem basiert auf einem zentralen Orderbuch (CLOB) für jeden Perpetual-Kontraktmarkt. Alle Kontrakte werden mit USDC als Margin abgerechnet.
In Bezug auf Geschwindigkeit erklärt Delphi Digital, dass Bulk schnellere Preisaktualisierungen, realistischere Liquidität und höhere Kosteneffizienz bietet. Während typische Handelsplattformen im Solana-Ökosystem alle 400 Millisekunden aktualisieren, erfolgt bei Bulk eine asynchrone Aktualisierung alle 20 Millisekunden, unabhängig von der Blockerzeugung. Zudem können Orders bei anderen Plattformen vor dem Abschluss zurückgezogen werden, was zu falscher Liquidität führt. Bei Bulk müssen Orders gültig bleiben, bis der Händler sie aktiv widerruft – die angezeigte Liquidität entspricht also der tatsächlich realisierbaren. Bei der Abrechnung gilt das Prinzip „Preispriorität, Zeitpriorität“, d.h. Orders werden in der Reihenfolge ihres Eingangs abgewickelt.
Bulk betont, dass auf ihrer Plattform keine Gas-Gebühren für Orders anfallen und dass die Nutzung von APIs und CCXT vereinfacht wurde, um die Nutzererfahrung zu verbessern und die Komplexität der Blockchain zu eliminieren. Durch Batch-Verarbeitung von Orders werden die Transaktionskosten weiter reduziert.
Was die Sicherheit betrifft, so erklärt Bulk: „Es ist nicht notwendig, Vermögenswerte an die Plattform zu übergeben, keine Cross-Chain- oder Sortierer-Mechanismen, wodurch das Risiko eines Plattform-Runs oder der Missbrauch von Geldern entfällt. Es gibt keine Sicherheitslücken oder Zentralisierungsrisiken, die bei Cross-Chain- oder Layer-2-Lösungen üblich sind.“
Darüber hinaus profitieren Validatoren, die BULK-Transaktionslogik ausführen, gleichzeitig von den MEV-Einnahmen aus der Jito-Blockraum-Auktion und können durch den Orderbuch-Orderfluss von Bulk Gewinne erzielen, was ein gesundes ökologisches Anreizsystem schafft.
Bulk Trade stellt einen weiteren Versuch dar, eine hochleistungsfähige Derivate-Handelsplattform auf Solana aufzubauen. Durch die Integration des Matching-Engines in die Validator-Knoten strebt das Projekt an, eine Performance zu erreichen, die der zentralisierten Börse nahekommt, während die Dezentralisierung gewahrt bleibt.
Derzeit befindet sich Bulk Trade in der internen Testphase und wird bald eine öffentliche Testnet-Phase starten. Mit Blick auf die bevorstehende öffentliche Testphase beobachten wir weiterhin, ob diese Hochleistungs-Handelsplattform die Wettbewerbslandschaft der on-chain-Derivate verändern kann.
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