Russische DPI-Technologie blockiert das Internet! 10 Krypto-Medien verboten, Nutzer müssen VPN verwenden, um sie zu sehen

MarketWhisper

俄羅斯禁止10家加密媒體

Russische Föderale Kommunikationsaufsichtsbehörde setzt verdeckte Blockaden gegen Krypto-Medien um. Tests von Outset PR zeigen, dass mindestens 11 internationale Krypto-Medien wie Benzinga, Cointelegraph, CoinEdition unter Heimnetzwerken nicht geladen werden können, obwohl sie nicht auf der offiziellen schwarzen Liste stehen. Technische Diagnosen bestätigen, dass dies eine Deep Packet Inspection (DPI)-Blockade ist, wobei Branchenexperten schätzen, dass etwa ein Viertel der Krypto-Publikationen betroffen sein könnten.

Technische Tests enthüllen dezentrales Zensurmechanismus

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Um festzustellen, ob diese Unterbrechungen einem größeren Muster folgen, hat ein unabhängiges Technikteam die Zugänglichkeit mehrerer Krypto-Medien-Websites aus verschiedenen russischen Städten getestet und Netzwerkdiagnosen auf Ebene des Internets durchgeführt. Geräte, die mit Heim-Wi-Fi verbunden sind, konnten mehrere Webseiten nicht laden, während der Zugriff über mobile Daten, Firmennetzwerke oder VPNs problemlos möglich war. Dieses Phänomen schließt eindeutig auf menschliche Eingriffe auf Netzwerkebene, nicht auf Server- oder Website-Fehler.

Das Team wählte eine repräsentative Gruppe von Krypto- und Finanzmedien, die verschiedene Sprachen, Regionen und Redaktionsstile abdecken. Zu den getesteten Seiten gehören Benzinga, Coinness, FastBull, FXEmpire, CoinGeek, Criptonoticias, Cointelegraph, CoinEdition, The Coin Republic, AMBCrypto und Nada News. Diese Liste ist nicht vollständig; Branchenanalysten schätzen, dass Zugriffsblockaden bis zu einem Viertel der Krypto- und Finanzpublikationen betreffen könnten.

Bemerkenswert ist, dass BeInCrypto während der Tests keine ähnlichen Zugriffsprobleme hatte, was auf eine selektive Blockierung hindeutet. Dieser Unterschied deutet darauf hin, dass russische Behörden möglicherweise Inhalte basierend auf Tendenz, Berichterstattungswinkel oder anderen Kriterien gezielt blockieren, anstatt eine vollständige Sperrung aller Krypto-Medien durchzuführen.

Um den Blockierungsmechanismus weiter zu untersuchen, führte das Team Tests zur Umgehung der DPI-Filter durch. Nach Aktivierung entsprechender Tools konnten alle zuvor blockierten Websites normal geladen werden. Dies weist stark darauf hin, dass die russischen Einschränkungen auf DPI-basierte Filterung setzen und nicht auf einfache DNS-Hijacking, IP-Blockaden oder Serverangriffe. DPI-Technologie ermöglicht es Telekommunikationsanbietern, den Inhalt und das Ziel des Datenverkehrs zu inspizieren und gezielt bestimmte Verbindungen zu blockieren – eine Methode, die subtiler und schwerer zu erkennen ist als herkömmliche Blockaden.

Nationale Tests bestätigen uneinheitliche ISP-Implementierung

Um zu prüfen, ob der Zugriff je nach Internetanbieter (ISP) variiert, hat das Team 10 Krypto-Nutzer aus Moskau, Sankt Petersburg, Jekaterinburg und Nowosibirsk gebeten, ohne VPN oder andere Tools die gleichen Websites über das inländische Wi-Fi zu öffnen. Das Ergebnis: Nur zwei Nutzer berichteten, kaum Probleme zu haben, die anderen acht konnten die Websites gar nicht laden.

Dieses Muster ist kein zentralisiertes Abschalten, sondern entspricht eher einem dezentralen Ansatz, bei dem verschiedene Anbieter je nach Technik und Zeitplan Einschränkungen umsetzen. Manche Netzwerke blockieren vollständig, andere erlauben sporadischen oder kontinuierlichen Zugriff. Diese Ungleichheit kann aus verschiedenen Gründen bestehen:

Drei Modi der russischen ISP-Blockaden

Vollständige Sperrung: Große staatliche oder regierungsnahe Telekommuniker wie Rostelecom, MTS setzen strenge Blockaden um.

Intermittierende Einschränkungen: Einige regionale ISPs beschränken den Zugang nur zu bestimmten Zeiten oder Websites.

Keine Maßnahmen: Wenige kleine oder Unternehmens-ISPs haben bisher keine Anweisungen erhalten oder setzen keine Blockaden um.

Trotz dieser regionalen und Anbieter-Variationen ähneln sich die Blockade-Muster erstaunlich. Nutzer in verschiedenen Regionen und bei unterschiedlichen Anbietern erleben identische Verbindungsabbrüche (Connection Reset). Dieses typische DPI-Verhaltensmuster führt dazu, dass bei Erkennung des Ziel-Domains oder bestimmter Merkmale die TCP-Verbindung aktiv beendet wird, was im Browser die Meldung „Verbindung wurde zurückgesetzt“ oder „Sichere Verbindung kann nicht hergestellt werden“ verursacht.

Fehlen offizieller Blacklists und politische Implikationen

Das wichtigste Ergebnis ist, dass diese blockierten Websites nicht in der öffentlichen Blacklist der russischen Kommunikations- und Medienaufsicht Roskomnadzor stehen. Nach russischem Recht ist die Regierung verpflichtet, bei Netzsperren die betroffenen Seiten in öffentlich zugänglichen Registern zu verzeichnen und die Gründe anzugeben, etwa „extremistische Inhalte“, „unerlaubtes Glücksspiel“, „Drogeninformationen“ oder „Jugendschutz“.

Roskomnadzor weist auf seiner offiziellen Webseite jedoch auf eine rechtliche Lücke hin: „Gemäß den Artikeln 65.1 und 65.2 des russischen Kommunikationsgesetzes können der Zugang zu Internet-Ressourcen eingeschränkt werden. Informationen über solche Einschränkungen sind nicht im öffentlichen Register enthalten.“ Diese Artikel betreffen „nationale Sicherheit“ und „Anti-Terror“-Notfallbefugnisse, die es den Behörden erlauben, ohne öffentliche Begründung den Zugriff zu beschränken.

Dieses Vorgehen ist kein Novum in der russischen Internetzensur. Bereits zuvor wurden ähnliche Techniken genutzt, um den Zugang zu Facebook, Instagram, Twitter (jetzt X), Telegram und anderen sozialen Medien sowie Discord, Steam und anderen Online-Spielen zu blockieren. Die verdeckte Sperrung von Krypto-Medien markiert jedoch eine deutliche Ausweitung der Zensurmaßnahmen.

Aus politisch-ökonomischer Sicht ist die Haltung Russlands gegenüber Krypto-Medien widersprüchlich. Einerseits fördert die Regierung die Legalisierung von Kryptowährungen, erlaubt den Handel auf regulierten Börsen und erwägt sogar, Kryptowährungen für grenzüberschreitende Zahlungen zur Umgehung westlicher Sanktionen zu nutzen. Andererseits möchte sie die Verbreitung kryptografischer Informationen kontrollieren und verhindern, dass unabhängige Medien Berichte veröffentlichen, die die Finanzstabilität bedrohen oder die offizielle Erzählung in Frage stellen.

Branchenauswirkungen und Umgehungsstrategien

Diese verdeckte Zensur wirkt sich erheblich auf die russische Krypto-Community aus. Erstens wird der Informationsfluss stark eingeschränkt. Nutzer können keine vielfältigen internationalen Meinungen und tiefgehende Analysen mehr abrufen, sondern sind auf inländische Medien oder staatlich genehmigte Quellen angewiesen. Das kann zu verzerrten Investitionsentscheidungen und einer verzerrten Marktwahrnehmung führen.

Zweitens steigen die technischen Hürden. VPNs oder DPI-Tools können die Blockaden umgehen, aber für den Durchschnittsnutzer bedeutet das zusätzliche Kosten und Aufwand. Zudem verschärft die russische Regierung die Kontrolle über VPN-Dienste, fordert die Einhaltung der Blockaden und droht mit Blacklisting. Das führt zu einem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem Nutzer ständig nach neuen Umgehungsmöglichkeiten suchen müssen.

Drittens entsteht eine Selbstzensur. Wenn Nutzer erkennen, dass die Regierung den Zugang zu Krypto-Informationen überwacht und einschränkt, kann dies eine Abschreckungswirkung haben, die Teilnahme an Diskussionen und Transaktionen zu verringern. Dieses psychologische Element ist möglicherweise noch schädlicher als die technische Blockade selbst.

Insgesamt deuten die Beweise darauf hin, dass russische Internetanbieter auf Netzwerkebene gezielt den Zugang zu Krypto-Medien kontrollieren, die Umsetzung jedoch uneinheitlich erfolgt. Die betroffenen Websites stehen nicht im öffentlichen Register, die Blockaden erfolgen mittels DPI-Technologie, und unabhängig vom Ort sind die Verbindungsabbrüche konsistent. Dieses Muster deutet auf eine koordinierte, aber dezentral durchgeführte Zensurmaßnahme hin, die möglicherweise auf nicht-öffentlichen Regierungsanweisungen basiert.

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