Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat kürzlich einen Beitrag veröffentlicht, in dem er seine früheren Ansichten aus dem Jahr 2017 über „Nur Transaktionen aufzeichnen, keinen Status übermitteln“ reflektiert und zugibt, dass diese alte Argumentation heute nicht mehr gilt. Der Kerngrund dafür ist die Reife von Zero-Knowledge-Technologien wie ZK-SNARKs, die es den Nutzern ermöglichen, den On-Chain-Status zu verifizieren, ohne die gesamte Historie der Transaktionen erneut abzuspielen. Er vergleicht die fundamentale Wertschöpfung der Blockchain mit einer „Berghütte“ — nicht jeder muss dort dauerhaft wohnen, aber es ist essenziell, diese als Rückzugsort stets gut zu pflegen.
(Vorgeschichte: Der Wendepunkt nach 10 Jahren Debatte: Kann Ethereum wirklich das „Dilemma der drei“ lösen?)
(Hintergrund: Warum sieht Vitalik in „ZK+DePIN“ eine große Chance, die Effizienz von Ethereum erheblich zu steigern)
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Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, hat kürzlich einen Beitrag veröffentlicht, in dem er seine 2017 vertretene Ansicht, „Nur Transaktionen aufzuzeichnen, keinen Status zu übermitteln“, hinterfragt. Er gesteht ein, dass diese alte Argumentation in der heutigen technischen Umgebung nicht mehr anwendbar ist. Er hebt hervor, dass die Entwicklung der Zero-Knowledge-Proof-Technologien (insbesondere ZK-SNARKs) die Art und Weise, wie Blockchains verifiziert werden, grundlegend verändert hat.
Vitalik erklärt, dass die ursprüngliche Idee hinter „Nur Transaktionen aufzeichnen“ darin bestand: Wenn nur der Endstatus statt der vollständigen Transaktionshistorie übermittelt wird, müssen die Nutzer den Ehrlichkeitsgehalt der Übermittler vertrauen. Doch die Entwicklung von Zero-Knowledge-Technologien wie ZK-SNARKs hat diese Annahme umgekrempelt — Nutzer können nun durch kryptografische Beweise den korrekten On-Chain-Status direkt verifizieren, ohne alle historischen Transaktionen erneut abzuspielen.
Dieser Durchbruch bedeutet, dass Blockchains „ohne Einbußen bei der Nutzbarkeit“ „Vertrauensannahmen reduzieren“ können — genau das ist der entscheidende Grund für Vitaliks geänderte Sichtweise. Es ist erwähnenswert, dass die Ethereum Foundation derzeit aktiv an zkEVM arbeitet, mit dem Ziel, Zero-Knowledge-Proofs bis 2026 in Layer-1-Mainnet zu integrieren. Die Blockbestätigungszeit wurde von früheren 16 Minuten auf nur 16 Sekunden drastisch verkürzt.
Vitalik betont auch den fundamentalen Wert der Blockchain als „Rückzugsort“. Er weist darauf hin, dass in der realen Welt Netzwerke, Knoten, Dienstleister und Konsensmechanismen ausfallen können. Die Blockchain muss stets die Fähigkeit bewahren, „individuell verifizierbar und direkt nutzbar“ zu sein.
Diese Fähigkeit ist im Alltag nicht immer notwendig, aber in Extremsituationen von entscheidender Bedeutung und ein wichtiger Hebel gegen Mittelsmänner und Zentralisierung.
Er vergleicht diese Idee mit einer „Berghütte“ — nicht jeder muss dort dauerhaft wohnen, aber sie muss stets gepflegt werden. Diese „Hütte“ steht für die langfristige Selbsthoheit und Resilienz von Ethereum und bildet die letzte Verteidigungslinie, wenn das System extremem Druck ausgesetzt ist.
Diese Argumentation steht im Einklang mit Vitaliks jüngster Initiative für „Selbsthoheit bei Berechnungen“. Er hat angekündigt, dass 2026 das Jahr sein wird, in dem Ethereum die „Verlust der Kontrolle über die Berechnungen“ zurückerobert. Er setzt dies um, indem er zentrale Dienste durch dezentrale Alternativen ersetzt, etwa ProtonMail statt Gmail oder Signal statt Telegram.
Für Vitalik ist der Kernwert von Blockchain nicht nur technologische Innovation, sondern auch die Garantie, dass jeder Nutzer das Recht behält, „ohne Mittelsmänner zu vertrauen und das System direkt zu verifizieren und zu nutzen“. Die Reife von ZK-SNARKs bringt diese Vision näher an die Realität, und die Pflege der „Berghütte“ ist eine langfristige Verpflichtung, die das gesamte Ökosystem kontinuierlich eingehen muss.
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