Das aktuelle Trenddiagramm des koreanischen Aktienmarktes ist so geradeaus wie mit einem Lineal gezeichnet. Der Korea Composite Stock Price Index (KOSPI) ist seit Jahresbeginn um fast 15 % gestiegen. Angesichts dieser vertikalen Aufwärtskrümmung ohne Rückrufanpassung gibt es im Yeouido-Wertpapierkreis sogar ein Sprichwort: “Es ist so schön, dass es zweifelhaft ist”.
Derzeit profitiert KOSPI vom “Triika” aus künstlicher Intelligenz (KI)-Boom, Unternehmenswertsteigerung (Aktienrückkäufe) und einem freundlichen makroökonomischen Umfeld. Technische Indikatoren zeigen jedoch ein “Überhitzungssignal”. Ist dies der Vorabend des Blasenplatzens, oder ist es an der Zeit, den Beginn des Superzyklus voll auszuprobieren? Dieser Artikel analysiert die hellen und dunklen Seiten des aktuellen Marktes im Stil der Central Daily.
◇ “Die Rückkehr des Königs”… Goldman Sachs sagte, dass “der koreanische Markt immer noch im Hungerzustand ist”
KOSPI, das im vergangenen Jahr die Spitze des globalen Aktienmarktberichts erreichte, wird im neuen Jahr 2026 weiterhin auf dem Schwung reiten. Derzeit hat KOSPI den oberen Bereich des technischen Trendkanals verlassen, und der Relative Strength Index (RSI) liegt deutlich über dem überkauften Bereich von 70 und handelt um die 85. Nach konventioneller technischer Analyse befindet er sich bereits im Bereich “Übersteiger (kurzfristiger Stoß)”.
Aber globale Investmentbanken (IBs) haben eine andere Perspektive. Goldman Sachs wies in einem aktuellen Bericht darauf hin, dass “der koreanische Aktienmarkt 2026 aufgrund seiner beeindruckenden Performance im Jahr 2025 weiterhin eine starke Rallye halten wird” und schlug vor, dass die jährliche Gesamtrendite in US-Dollar voraussichtlich *\23%*** betragen wird.
Der Aufwärtstrend des börsennotierten koreanischen Aktienmarktes ist eindeutig: ▲ Halbleiter (DRAM· NAND) Lieferengpässe und Gewinnanstieg ▲Verknüpfte Vorteile koreanischer Industrieprodukte aufgrund geopolitischer Risiken ▲Regierungsgeführter Plan zur Unternehmenswertsteigerung entwickelt sich stetig. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Zinssenkung im zweiten Quartal 2026 und der verstärkte Trend des koreanischen Won in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls ein positiver “Rückenwind” für Angebot und Nachfrage im Ausland sein werden.
◇ KOSPI mit “Dr. Copper”… Der Bewertungsdruck bleibt bestehen
Dies ist kein erwarteter Anstieg allein. Der Aufwärtstrend der Kupferpreise, bekannt als das “Thermometer der realen Wirtschaft”, zeigt sich. Historisch gesehen waren die Unternehmensgewinne von KOSPI stets stark mit den Kupferpreisen korreliert. Der Anstieg der Kupferpreise bedeutet eine Erholung der globalen Fertigungsindustrie, was direkt zu einer Verbesserung der Leistung exportorientierter südkoreanischer Unternehmen führen wird.
Als Antwort auf die Sorge, dass “der Anstieg so schnell und überbewertet ist”, lautet die Antwort der Daten “noch nicht”. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des koreanischen Aktienmarktes bleibt auf dem historischen Durchschnitt. Im Vergleich zu Schwellenländern (EM) oder entwickelten Märkten (DM) befindet sie sich weiterhin im Rabatt (Korea-Rabatt). Obwohl ausländisches Kapital in letzter Zeit weiterhin floss, zeigt die Analyse der Kapitalflussdaten, dass Experten allgemein davon ausgehen, dass es noch nicht das Stadium der “Überbefüllung” erreicht hat.
◇ Samsung Electronics' “Short Squeeze”- und Wechselkurswarnleuchten
Natürlich ist der Markt nicht nur optimistisch. Signale dafür, dass Investoren wachsam sein müssen, zeichnen sich ebenfalls an vielen Orten ab.
Am auffälligsten ist der rasant wachsende Markt von Samsung Electronics. Kürzlich ist der Aktienkurs von Samsung Electronics, das vom Ostwind von KI-Halbleitern profitiert hat, stark gestiegen, und es gab sogar eine “Short Squeeze”-Situation, bei der Bären dringend Aktien zurückkaufen, um Verluste zu reduzieren. Der RSI von Samsung Electronics hat sein höchstes Niveau seit 2021 erreicht. Wenn eine hochwertige Aktie kurzfristig stark steigt, steigt der Druck, Gewinne zu erzielen, zwangsläufig.
Die Wechselkurse sind ebenfalls volatil. Der koreanische Won-Wechselkurs ist auf den niedrigsten Stand seit der globalen Finanzkrise gefallen. Einige Analysten wiesen darauf hin, dass die Ausweitung der ausländischen Investitionen inländischer Investoren (der Boom der Aktienspekulation koreanischer Privatanleger) die Schwäche des Won verschärft hat. Wechselkursschwankungen können ausländisches Kapital befürchten Verluste anregen und ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verursachen.