In den jüngsten Treffen zwischen den Führern Japans und Südkoreas haben Sano Takashi und Lee Jae-myung eine „Trommel- diplomatie“ gezeigt und KPOP-Musikstücke gemeinsam gespielt. Beide Seiten konzentrieren sich auf die Resilienz der Lieferkette und bewahren diplomatischen Spielraum im Taiwan-Konflikt.
Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung besuchte kürzlich die japanische Premierministerin Sano Takashi, und nach dem Treffen am 13. Januar bereitete die japanische Seite eine Überraschungsaktion mit „Trommel-Diplomatie“ vor.
Sano Takashi, die früher in einer Heavy-Metal-Band Schlagzeugerin war, leitete Lee Jae-myung persönlich in den Trommeltechniken an, und die beiden spielten gemeinsam den koreanischen Idol-Gruppens BTS’〈Dynamite〉 sowie den Titelsong〈Golden〉 aus der Anime-Serie 《KPOP Hexenjäger》.
Vielleicht lag es daran, dass die Szene, in der beide Staatsführer gleichzeitig trommeln, so ungewöhnlich ist, dass nach der Weiterleitung eines vom japanischen Regierung veröffentlichten Videos durch taiwanesische Medien einige Zuschauer überrascht waren und sagten: „Das ist ja kein KI-Video!“
Neben dem entspannten kulturellen Austausch führten Sano Takashi und Lee Jae-myung am selben Nachmittag auch ein ernsthaftes etwa 90-minütiges Gespräch, bei dem China nicht erwähnt wurde.
Laut einer Pressemitteilung des japanischen Außenministeriums bestätigten Sano Takashi und Lee Jae-myung, die „Shuttle-Diplomatie“-Mechanismen der Führungsbesuche fortzusetzen, und einigten sich auf eine Einigung im Bereich der wirtschaftlichen Sicherheit, insbesondere bei der Entwicklung der Lieferketten für wichtige Güter wie Halbleiter, wobei vertiefte Diskussionen geplant sind.
Bezüglich der regionalen Sicherheitslage bekräftigten beide Seiten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Japan, Korea und den USA, um Bedrohungen durch Nordkoreas Nuklearwaffen und Raketen zu begegnen.
Bildquelle: Foto des japanischen Kabinetts Gipfeltreffen zwischen Japan und Südkorea: Fokus auf wirtschaftliche Sicherheit und Lieferkettenresilienz
Die südkoreanische „JoongAng Ilbo“ erwähnte ebenfalls, dass Lee Jae-myung zwar angab, dass eine kurzfristige Wiederaufnahme des Imports japanischer Meeresfrüchte schwierig sei, aber dieses Thema mit der Bitte um Unterstützung Japans für den Beitritt Südkoreas zum CPTPP (Umfassendes und Fortschrittliches Abkommen für Transpazifische Partnerschaft) verknüpft. Dies zeigt, dass beide Seiten versuchen, in Streitigkeiten eine Durchbruchsmöglichkeit für Wirtschafts- und Handelskooperationen zu finden.
Nach Sano Takashis Amtsantritt und ihren Äußerungen über „Taiwan-Notfälle“ sowie die harte Reaktion der chinesischen Regierung verschärft sich die Beziehung zwischen China und Japan zunehmend.
In einem Interview mit NHK verriet Lee Jae-myung, dass er bei einem Treffen mit Xi Jinping ihm persönlich gesagt habe: „Für Südkorea sind die Beziehungen zu Japan und zu China gleichermaßen wichtig.“
Lee Jae-myung berichtete auch, dass Xi Jinping eine äußerst negative Haltung gegenüber Japans Position im Taiwan-Konflikt einnehme. Er ist der Ansicht, dass alle Länder ihre Kerninteressen und Überlebensüberlegungen haben, und die durch das Taiwan-Problem ausgelösten Konflikte im Wesentlichen zwischen China und Japan bestehen. Südkorea sollte sich nicht tief in diese Angelegenheiten einmischen oder intervenieren.
Diese Äußerungen zeigen, dass Südkorea zwar die Allianz mit den USA und Japan stärkt, aber gleichzeitig versucht, im verschärften Konflikt zwischen China und Japan eine gewisse strategische Unschärfe und diplomatisches Spielraum zu bewahren.
Weiterführende Literatur:
Investition von 1 Billion Yen in KI, 55 Milliarden Yen für Anime und Spiele! Details zu Sano Takashis wirtschaftlichen Ambitionen, Lee Jae-myungs Wahl zum Präsidenten Südkoreas! Überblick über drei große Kryptowährungspolitiken, die Einführung eines Won-Stabilcoins steht bevor?