Bank of New York Mellon (BNY), die weltweit größte Depotbank, hat tokenisierte Einlagendienste für institutionelle Kunden eingeführt. Der Dienst ermöglicht es Finanzinstituten, traditionelle Einlagenkonten als On-Chain-Einträge auf einer privaten Blockchain-Plattform darzustellen.
Diese Innovation soll die Abwicklung von Transaktionen beschleunigen, das Liquiditätsmanagement verbessern und die Effizienz bei Sicherheiten- und Margenoperationen steigern.
Heute haben unsere Partner bei @BNYglobal die tokenisierten Einlagendienste für institutionelle Kunden gestartet – und bringen das Versprechen digitaler Vermögenswerte direkt in das Bankensystem – mit Ripple Prime als frühem Anwender.
Wir sind stolz darauf, unsere langjährige, strategische Zusammenarbeit mit… https://t.co/K07aSJn8g1 auszubauen.
— Ripple (@Ripple) 9. Januar 2026
Ripple Prime, das Prime-Brokerage-Arm von Ripple, gehört zu den ersten, die den neuen Dienst nutzen. Ripple erwarb die Division im letzten Jahr in einem Deal über 1,25 Milliarden US-Dollar und positioniert sich damit tiefer im institutionellen Markt für digitale Vermögenswerte, wie wir berichteten. Die Ankündigung von BNY markiert einen weiteren Schritt bei der Verbindung von Blockchain-Rails mit konventioneller Bankeninfrastruktur.
Carolyn Weinberg, Chief Product and Innovation Officer bei BNY, erklärte:
„Tokenisierte Einlagen bieten uns die Möglichkeit, unsere vertrauenswürdigen Bankeinlagen auf digitale Rails zu übertragen – und ermöglichen es Kunden, mit größerer Geschwindigkeit bei Sicherheiten, Margen und Zahlungen zu operieren, innerhalb eines Rahmens, der für Skalierbarkeit, Resilienz und regulatorische Abstimmung ausgelegt ist.“
Merkmale der BNY-Plattform und Branchenbeteiligung
Die Plattform von BNY spiegelt Kundeneinlagen auf einer permissioned Blockchain wider. Dies ersetzt keine traditionellen Bankaufzeichnungen, sondern ergänzt sie, um interne Arbeitsabläufe zu verbessern. Alle tokenisierten Einträge unterliegen den Compliance-, Kontroll- und Risikomanagement-Frameworks von BNY. Durch die Beibehaltung der bestehenden rechtlichen Struktur der Bankeinlagen vermeidet die Plattform regulatorische Unsicherheiten, die häufig mit Kryptowährungen oder Stablecoins verbunden sind.
Weitere frühe Teilnehmer an der Plattform sind Citadel Securities, DRW Holdings, Intercontinental Exchange (ICE), Circle und der Vermögensverwalter Baillie Gifford. Es wird erwartet, dass diese Unternehmen den Dienst nutzen, um die Zahlungseffizienz zu verbessern und Zugang zu programmierbarer, rund um die Uhr verfügbarer Liquiditätsverwaltung zu erhalten. Wie CNF darlegte, haben Ripple und BNY zuvor zusammengearbeitet, um Depotdienste für RLUSD anzubieten, Ripple’s USD-gestützten Stablecoin. Laut Bericht ist BNY der primäre Reserve-Depothalter für RLUSD.
Institutioneller Vorstoß in Richtung On-Chain-Abwicklung
Der Schritt ist Teil eines breiteren Vorstoßes von Finanzinstituten, Blockchain für eine 24/7-Abwicklung und Liquiditätsoptimierung zu nutzen. Tokenisierte Einlagen werden als eine praktikable Lösung anerkannt, um bankeigene Vermögenswerte in die digitale Infrastruktur zu integrieren.
Laut Paxos:
Tokenisierte Einlagen sind ein klares Signal dafür, dass vertrauenswürdige Bankeninfrastruktur on-chain bewegt wird.
BNYs jüngste Einführung folgt einem Pilotprojekt der Plattform im Oktober 2025. Die Bank hat auch mit Goldman Sachs zusammengearbeitet, um Anteile an Geldmarktfonds zu tokenisieren, wie zuvor von CNF berichtet. JPMorgan und HSBC machen ebenfalls Fortschritte in diese Richtung. JPMorgans JPM Coin wird für den institutionellen Einsatz ausgeweitet, während HSBC plant, tokenisierte Einlagendienste für Kunden in den USA und den VAE einzuführen.