Optimism schlägt eine strukturelle Änderung vor, die seinen Token direkt an die Netzwerkaktivität und die Superchain-Einnahmen bindet.
Zusammenfassung
Optimism bewegt sich in Richtung eines Modells, bei dem OP von einem reinen Governance-Token zu einem aktiveren Bestandteil wird.
In einem Blogbeitrag vom 8. Januar skizzierte die Optimism Foundation einen Governance-Vorschlag, der die Hälfte aller eingehenden Superchain-Einnahmen für den wiederkehrenden Kauf von Optimism (OP)-Tokens verwenden würde, wobei das Programm im Februar starten soll, falls es genehmigt wird.
Der Vorschlag konzentriert sich auf die Einnahmen, die durch die Superchain generiert werden, ein wachsendes Netzwerk von Layer-2-Ketten, die mit dem OP Stack gebaut wurden. Dazu gehören Base, OP Mainnet, Unichain, World Chain, Ink, Soneium und andere. Jede Kette trägt einen Anteil der Sequencer-Einnahmen gemäß bestehenden Vereinbarungen an Optimism zurück.
Ein Vorschlag für das nächste Kapitel von Optimism 🔴
Die Optimism Foundation schlägt vor, die OP-Token mit wachsender Superchain-Nachfrage in Einklang zu bringen, indem 50 % der eingehenden Superchain-Einnahmen für regelmäßige OP-Rückkäufe verwendet werden https://t.co/VSDazlbRdX pic.twitter.com/jBQoJyxDCF
— Optimism (@Optimism) 8. Januar 2026
In den letzten 12 Monaten beliefen sich diese Einnahmen auf insgesamt 5.868 ETH, die alle in eine governance-gesteuerte Treasury geflossen sind. Mit der Expansion der Superchain-Nutzung ist auch dieser Pool gewachsen. Die Foundation möchte nun eine formale Verbindung zwischen dieser Aktivität und dem OP-Token herstellen.
Laut Plan sollen 50 % der neuen monatlichen Einnahmen über einen 12-monatigen Pilotzeitraum für den Kauf von OP-Token verwendet werden. Die verbleibende Hälfte soll weiterhin die Operationen der Foundation und das Wachstum des Ökosystems finanzieren.
Es wird erwartet, dass die Käufe so ausgeführt werden, dass Marktstörungen minimiert werden, wobei die Tokens an die Treasury des Kollektivs zurückgegeben werden, anstatt sofort verteilt zu werden.
Die Governance behält die Kontrolle darüber, was als Nächstes passiert. Optionen umfassen das Verbrennen der Tokens, die Zuweisung zu zukünftigen Staking-Programmen oder die Verwendung für andere Anreize im Ökosystem, während die Superchain reift.
Bis jetzt hat OP hauptsächlich als Governance-Token fungiert, dessen Wert lose an die Akzeptanz des OP Stack gebunden ist. Die Foundation argumentiert, dass diese Struktur nicht mehr zum Umfang passt, den Optimism erreicht hat.
Die Superchain macht derzeit mehr als 60 % des Layer-2-Gebührenmarktes aus und verarbeitet etwa 13 % aller On-Chain-Transaktionen. Der Vorschlag sieht Rückkäufe als eine Möglichkeit vor, diese Nutzung direkt in OP zurückfließen zu lassen, anstatt nur die Treasury anzusammeln.
Die Foundation bezeichnete den Schritt als einen frühen Schritt, nicht als ein endgültiges Design. Zukünftige Änderungen könnten die Rolle von OP in Bereichen wie gemeinsamer Infrastrukturkoordination oder sequencerbezogenen Funktionen erweitern, wobei der Rückkaufmechanismus als Ausgangspunkt und nicht als vollständige Überholung positioniert wird.
Diskussionen über den Vorschlag laufen derzeit im Governance-Forum von Optimism. Ein Community-Call mit der Führung von Optimism ist für den 12. Januar geplant, vor einer formellen Abstimmung am 22. Januar. Bei Genehmigung würde das Rückkaufprogramm kurz danach beginnen.
OP ist im Jahresvergleich um 87 % gefallen und mehr als 90 % unter seinem Allzeithoch von 2024. Der neue Vorschlag könnte dazu beitragen, den Token-Preis zu steigern.