USA Dezember ADP „Small Non-Farm“ Beschäftigungsdaten zeigen, dass die Beschäftigung im privaten Sektor zwar moderat anzieht, das Gesamtwachstum jedoch weiterhin unter den Markterwartungen liegt. Der Arbeitsmarkt erholt sich nur begrenzt, was die Investoren weiterhin auf die Auswirkungen der offiziellen Non-Farm-Daten auf die Zinssatzsenkungs-Erwartungen aufmerksam macht.
(Vorheriger Kontext: Wo ist die gefeierte Zinssenkungs-Party? Interpretation der „hawkish“ Zinssenkung der Federal Reserve und der Nicht-QE-Asset-Expansion)
(Hintergrund: Die Zinssenkung der Federal Reserve um 1 Basispunkt entspricht den Erwartungen! Die Dot-Plot-Diagramme deuten darauf hin, dass 2026 nur eine Zinssenkung um 1 Basispunkt erfolgen könnte. Bitcoin und Ethereum schwanken stark, US-Aktien zeigen mittags Gewinne)
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Der neueste ADP-Bericht für Dezember 2025 (umgangssprachlich „Small Non-Farm“) zeigt, dass die Beschäftigung im privaten Sektor in den USA leicht anstieg, die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt jedoch weiterhin schwach bleibt. Die Daten lagen auch leicht unter den ursprünglichen Markterwartungen, was die Anleger in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Geldpolitik vorsichtig stimmen lässt.
Laut den am 7. Januar 2026 veröffentlichten Daten von ADP wurden im Dezember 2025 in den USA 41.000 neue Arbeitsplätze im privaten Sektor geschaffen, was die negative Entwicklung im November umkehrte. Die vorherigen Daten wurden ebenfalls nach oben korrigiert: Statt der ursprünglich gemeldeten Reduktion um 32.000 Personen wurde die Zahl auf eine Reduktion um 29.000 korrigiert. Allerdings erwarteten Wirtschaftswissenschaftler eine Beschäftigungssteigerung im Dezember von etwa 47.000 bis 48.000 Personen, sodass das tatsächliche Ergebnis weiterhin leicht unter den Erwartungen liegt.
Strukturell gesehen stammte die Erholung im Dezember hauptsächlich aus dem Dienstleistungssektor, insbesondere im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie im Freizeit- und Hotelgewerbe, die die treibenden Kräfte hinter der Beschäftigungssteigerung waren. Insgesamt blieb die Zunahme der Beschäftigten begrenzt, was darauf hindeutet, dass Unternehmen bei der Personalrekrutierung noch vorsichtig sind und der Arbeitsmarkt noch keine deutlichen Anzeichen einer stärkeren Erholung zeigt. Was die Löhne betrifft, blieb die jährliche Lohnsteigerungsrate der verbleibenden Mitarbeiter bei 4,4 %, unverändert zum Vormonat, was auf keinen weiteren Druck bei den Löhnen hindeutet.
Zum Bericht äußerte sich Adam Button, Chefanalyst für Währungen bei Forexlive, der sagte, die Marktreaktion sei zunächst recht ruhig gewesen, doch im Anleihemarkt gab es vereinzelt Käufe, was darauf hindeutet, dass einige Investoren die leicht schwächeren Beschäftigungsdaten als leicht positives Signal für zukünftige Zinssenkungen interpretieren. Er analysierte weiter, dass die Entwicklung der künstlichen Intelligenz wahrscheinlich vor allem Berufe im professionellen und gewerblichen Dienstleistungsbereich beeinflussen werde; im Vergleich dazu hätten die im letzten Jahr anhaltend resilienten medizinischen und gesundheitsbezogenen Stellen, die vom Staat getragen werden, die Gesamtbeschäftigung gestützt. Die Erholung im rein privaten Sektor gestaltet sich jedoch schwierig.
Die Kapitalmärkte reagierten auf den ADP-Bericht ebenfalls relativ ruhig. Nach der Veröffentlichung blieben der US-Dollar-Index (DXY) weitgehend stabil, mit nur leichten Schwankungen, was zeigt, dass die Investoren ihre Positionen nicht stark an die schwächeren Daten angepasst haben. Aktien- und Devisenmärkte zeigten geringe Volatilität, während die Renditen der Anleihen leicht zurückgingen, was auf Kapitalflüsse in den Anleihemarkt zur Absicherung hindeutet.
Im Bereich der Kryptowährungen schwächte sich Bitcoin leicht ab, während zum Zeitpunkt des Artikels der Kurs unter 92.000 USD gefallen war, aktuell bei 91.600 USD, was einem Rückgang von 2,1 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Damit ist der Kurs deutlich vom gestrigen (6.) Hoch bei 94.000 USD zurückgefallen. Ethereum zeigte ein ähnliches Muster, fiel auf ein Tief von 3.166 USD, mit einem Rückgang von 2,6 % in den letzten 24 Stunden.
Für die kommenden Tage richtet sich der Blick auf den offiziellen Non-Farm-Beschäftigungsbericht des US-Arbeitsministeriums (BLS), der am Freitag veröffentlicht wird. Da diese Daten eine breitere Abdeckung haben, gelten sie oft als wichtige Grundlage für die Einschätzung der Geldpolitik durch die Federal Reserve. Sollte die Non-Farm-Daten ebenfalls moderat oder sogar schwach ausfallen, könnte dies die Erwartungen an eine Zinssenkung im Jahr 2026 weiter stärken; umgekehrt, bei starken Daten, könnten die Erwartungen an eine Lockerungspolitik gedämpft werden und den US-Dollar stützen.
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