„Koreas Buffett“ plant den Kauf von Korbit – Steht die letzte Börse Koreas vor dem Aufstieg?

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Die Future Asset Group, ein koreanischer Finanzriese, treibt die Übernahme der viertgrößten Kryptowährungsbörse Korebit in Korea voran. Diese Börse mit einem Marktanteil von weniger als 1 % verzeichnet seit Jahren Verluste, und die bestehenden Anteilseigner haben bereits nach Ausstiegsmöglichkeiten gesucht. Kann der Einstieg eines traditionellen Finanzgiganten das Monopol von Upbit und Bithumb durchbrechen?
(Vorheriger Kontext: 160 Billionen Won Kapitalabfluss ins Ausland! Koreas strenge Regulierung löst Krypto-Abfluss aus, inländische Börsen stagnieren)
(Hintergrund: Korea plant, die Beteiligung der Großaktionäre an Börsen auf maximal 20 % zu begrenzen, wodurch die vier großen Plattformen Upbit, Bithumb und andere gezwungen sein könnten, sich neu zu strukturieren)

Inhaltsverzeichnis

  • „Koreas Buffett“ testet Kryptowährungen
  • Marktanteile schwinden, Verluste steigen, Korebit sucht neuen Eigentümer
  • Koreas intensiver Wettbewerb und verschärfte Regulierung bei Krypto-Börsen

Die Dynamik koreanischer Krypto-Börsen ist ungebrochen. Bis Ende 2025 wurde bekannt, dass die Future Asset Group, ein führender koreanischer Finanzkonzern, die Übernahme der viertgrößten Kryptowährungsbörse Korebit vorantreibt. Die Nachricht vom Einstieg eines traditionellen Finanzgiganten in den Krypto-Markt hat erneut Aufmerksamkeit auf den koreanischen Markt gelenkt.

Derzeit stehen die Future Asset Group in Kontakt mit dem größten Anteilseigner NXC und dem zweitgrößten Anteilseigner SK Planet von Korebit, mit denen bereits eine Absichtserklärung (MOU) unterzeichnet wurde. Das Abkommen umfasst alle Anteile beider Parteien, die Transaktionsbewertung liegt voraussichtlich zwischen 100 und 140 Milliarden Won (ca. 70 bis 100 Millionen USD). Aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen kann Future Asset keine konkreten Details bestätigen.

„Koreas Buffett“ testet Kryptowährungen

Die Future Asset Group (Mirae Asset Group) ist einer der führenden koreanischen Finanzkonzerne, der in Asset Management, Wertpapier- und Investmentbanking sowie Versicherungen tätig ist und „Globalisierung“ als langfristige Strategie verfolgt. Laut Angaben des Konzerns hat das Gesamtvermögen bis Juli 2025 die Marke von 700 Milliarden USD überschritten.

Der Kopf des Konzerns ist Park Hyeon-joo, der als „Koreas Buffett“ bekannt ist. Seit der Gründung der Future Asset Group im Jahr 1997 ist Park Hyeon-joo der zentrale Entscheidungsträger, derzeit als Global Strategy Officer, mit Fokus auf Auslandsgeschäfte. Laut The Korea Times betont Park Hyeon-joo stets die Erforschung von Geschäftsmodellen, die traditionelle Vermögenswerte mit digitalen Assets verbinden.

Park Hyeon-joo

Daher entspricht die geplante Übernahme von Korebit auch seiner Vision von Finanzinnovationen auf Basis digitaler Assets. Derzeit hat die Nicht-Finanz-Tochter der Future Asset Group, Future Asset Consulting, mit den beiden größten Anteilseignern von Korebit – dem Gaming-Riesen NXC und der Tochtergesellschaft SK Planet der SK Group – jeweils eine Absichtserklärung zum Erwerb unterzeichnet. NXC und seine verbundenen Unternehmen halten zusammen etwa 60,5 %, SK Planet etwa 31,5 %.

Der Grund für die Nutzung von Future Asset Consulting als Übernahmevehikel liegt darin, dass Korea seit 2017 ein Prinzip der „Trennung von Finanz- und virtuellen Assets“ etabliert hat, das es traditionellen Finanzinstituten grundsätzlich untersagt, virtuelle Vermögenswerte direkt zu betreiben, zu besitzen oder zu kontrollieren. Daher kann eine Nicht-Finanz-Tochtergesellschaft als Übernahmegesellschaft regulatorisch die Beschränkungen umgehen.

Future Asset hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu diesem Thema abgegeben, doch informierte Kreise bestätigen, dass die Grundrichtung der Absichtserklärung weitgehend feststeht. Dieser Schritt gilt auch als bedeutendes Signal für die aktive Expansion traditioneller Finanzinstitute in den Bereich digitaler Assets in Korea.

Marktanteile schwinden, Verluste steigen, Korebit sucht neuen Eigentümer

Der Einstieg der Future Asset Group in die Krypto-Branche, insbesondere die groß angelegte Übernahme von Korebit, wird allgemein als bedeutender Einfluss auf den koreanischen Kryptowährungsmarkt angesehen. Optimisten hoffen, dass Korebit die Monopole von Upbit und Bithumb durchbrechen könnte.

Korebit wurde 2013 gegründet und war eine der ersten Börsen in Korea, die Bitcoin gegen Koreanische Won (BTC/KRW) gehandelt hat. Anfangs spielte Korebit eine bedeutende Rolle im koreanischen Blockchain-Markt, doch mit zunehmendem Wettbewerb schwand sein Einfluss.

Obwohl Korebit heute als die viertgrößte Krypto-Börse Koreas gilt, liegt sein Marktanteil und seine Position im Land deutlich hinter Upbit und Bithumb. Bis Ende 2025 betrugen die 24-Stunden-Handelsvolumina von Upbit und Bithumb etwa 67 % bzw. 27 %, die drittgrößte Börse Coinone etwa 5 %, während Korebit mit weniger als 1 % deutlich zurückliegt.

Die vier größten koreanischen Börsen

Hinsichtlich der Anteilseigner erwarb die Muttergesellschaft des Gaming-Riesen Nexon, NXC, im Jahr 2017 etwa 62 % an Korebit für 930 Milliarden Won (ca. 70 Millionen USD). 2021 investierte SK Group über ihre Investmentplattform SK Square (bzw. SK Planet) rund 900 Milliarden Won in Korebit und erhielt etwa 35 % der Anteile, wurde damit zweitgrößter Anteilseigner. Seitdem wurde NXC-Anteil auf etwa 60,5 % verwässert, SK Square hält etwa 31,5 %.

Zeitlich gesehen passt die Beteiligung der beiden traditionellen Giganten an Blockchain- und Metaverse-Projekten gut in den Trend. Allerdings ist die Performance von Korebit nicht optimal: Nach der Übernahme durch NXC verschlechterte sich die Geschäftslage zunehmend, mit mehreren Jahren operativer Verluste. 2024 erholte sich der koreanische Kryptowährungsmarkt, was Korebit schließlich in die Gewinnzone brachte. Im Jahr 2024 verringerte sich der Verlust im Vergleich zu 2023 erheblich, und durch Investitionen in Kryptowährungen erzielte Korebit im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 9,8 Milliarden Won.

Daher haben NXC und SK Square bereits nach Käufern gesucht. Im Februar 2024 berichteten Medien, dass NXC plant, etwa 48 % der Korebit-Anteile zu verkaufen. Seit 2023 haben NXC und SK Square Kontakt zu mehreren potenziellen Käufern aufgenommen, doch Verhandlungsabbrüche aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen und interner Probleme führten zu mehreren gescheiterten Versuchen.

Bemerkenswert ist, dass im November 2025 Berichte auftauchten, wonach Bybit Korebit übernehmen wolle, was Korebit jedoch sofort dementierte und erklärte, es gebe keine Mitteilungen oder Verhandlungen bezüglich eines Verkaufs.

Koreas intensiver Wettbewerb und verschärfte Regulierung bei Krypto-Börsen

Derzeit dominiert in Korea eine Zweierkonstellation: Upbit ist die führende Börse, während Bithumb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Während die beiden Giganten um Marktanteile kämpfen, bauen sie gleichzeitig ihre Verteidigungslinien aus und expandieren aktiv.

Der Branchenführer Upbit, betrieben von Dunamu, kündigte an, dass es von Naver, einem großen koreanischen Tech-Konzern, durch dessen Finanztochter Naver Financial für 10,3 Milliarden USD vollständig übernommen werden soll. Laut Zeitplan soll die endgültige Aktienübertragung bis zum 30. Juni 2026 abgeschlossen sein.

Außerdem berichtete Bloomberg, dass Upbit nach Abschluss der Fusion mit Naver Financial einen Börsengang (IPO) an der NASDAQ anstrebt.

Bithumb bereitet sich ebenfalls auf den Börsengang vor, um im Jahr 2026 auf dem KOSDAQ in Korea gelistet zu werden. Bereits 2025 plant das Unternehmen eine Abspaltung und Umstrukturierung, bei der die Börsenaktivitäten vom Investment-, Holding- und Nicht-Börsen-Geschäft getrennt werden, um bei der Zulassung eine klarere Geschäftsgrenze und Risikodiversifikation zu präsentieren. Das IPO wird von Samsung Securities begleitet, das derzeit die Due Diligence durchführt.

Vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewerbs ist es für Korebit, das nur einen sehr kleinen Marktanteil hält, äußerst schwierig, sich durchzusetzen.

Auf der anderen Seite erhöhen regulatorischer Druck und gesetzliche Vorgaben nicht nur die operativen Herausforderungen, sondern auch die Unsicherheit für Future Asset bei der Übernahme.

Ende 2025 meldete die koreanische Finanzinformationsbehörde (FIU), dass Korebit wegen Verstoßes gegen das „Gesetz über spezielle Finanzinformationen“ mit einer Verwarnung und einer Geldstrafe von 2,73 Milliarden Won (ca. 2,08 Mio. USD) belegt wurde. Zudem wurden die Verantwortlichen des Unternehmens verwarnt und disziplinarisch behandelt. Die Sanktionen der FIU sind eine generelle Durchsetzung im koreanischen Börsenmarkt, wobei der Fokus auf der Einhaltung der Kundenidentifikation und Handelsbeschränkungen liegt. Zuvor hatte die Behörde Dunamu mit einer Geldstrafe von etwa 35,2 Milliarden Won belegt.

Außerdem schlägt die koreanische Finanzkommission im Rahmen des vorgelegten „Grundgesetzes für digitale Assets“ vor, die Beteiligungsquote der Großaktionäre der vier größten virtuellen Asset-Börsen im Land auf 15 bis 20 % zu begrenzen, um die Kontrolle durch wenige Gründer und Anteilseigner zu verhindern. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, müssten die Börsen ihre Strukturen anpassen und umorganisieren, was in der Branche auf starke Kritik an einer übermäßigen staatlichen Kontrolle stößt.

Ob Future Asset und Korebit letztlich eine Einigung erzielen, ist noch ungewiss. Trotz des geringen Marktanteils besitzt Korebit als lizenzierte Börse die regulatorische Infrastruktur für Bankkontenverbindung, was für traditionelle Finanzinstitute attraktiv ist und einen schnellen Zugang zu regulierten virtuellen Assets ermöglicht. Bei einer Übernahme könnte Future Asset, als traditioneller Finanzgigant, Korebit deutlich mehr Unterstützung bieten als die bisherigen Anteilseigner und so die Integration von traditionellem Finanzwesen und Kryptowährungen weiter vorantreiben.

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