Mesari Research Institute analysierte kürzlich in einem Bericht, dass das auf Handflächenbiometrie basierende dezentrale Identitätsprotokoll Humanity Protocol voraussichtlich durch seine datenschutzsichere Authentifizierung und Widerstand gegen Hexenangriffe neue Standards für digitales Vertrauen setzen wird. Der Bericht hebt hervor, dass das Projekt Zero-Knowledge-Proof-Technologie kombiniert, um die Einzigartigkeit und Identität des Menschen sicher zu verifizieren und eine vertrauenswürdige Infrastruktur für verschiedene Anwendungen zu unterstützen.
Humanity Protocol wurde von Terence Kwok gegründet und basiert auf der Beratung von Branchenführern wie Yat Siu von Animoca Brands und Sandeep Nailwal von Polygon Labs. Dieses blockchain-basierte Authentifizierungssystem erkennt einzigartige menschliche Präsenz durch das Scannen von Handflächenmustern und Venenmustern. Es zeichnet sich dadurch aus, dass keine Daten direkt gespeichert werden, sondern ein “Human ID” durch verschlüsselte Hashes generiert wird. Diese ID kann verwendet werden, um Vertrauensnachweise zu erstellen, mit denen Alter, Wohnort, Einkommen usw. verifiziert werden können, ohne persönliche Daten offenzulegen. Das Mesari Research Institute erklärt, dass diese Struktur die Datenschutzprobleme traditioneller KYC-Verfahren löst und die Integration in verschiedene Branchen erweitert.
Das Protokoll kündigt insbesondere an, dass neben der Registrierung in mobilen Anwendungen künftig Hardware-Handflächen-Scanner ausgeweitet werden sollen und eine Transformation hin zu dezentralen physischen Infrastruktur-Netzwerken vorantreiben. Diese Geräte können nahtlos offline und online in Szenarien wie Ticketing, Zahlungen und Authentifizierung eingesetzt werden und ermöglichen durch eigene zkProofer-Knoten auf der Chain die Verifizierung bei Wahrung der Privatsphäre. Betreiber der Knoten werden durch H-Token incentiviert; bei Verstößen gegen bestimmte Standards drohen Bußgelder, was das System entsprechend gestaltet.
Im Rahmen der Seed-Finanzierungsrunde 2024 wurde Humanity Protocol mit über 10 Milliarden US-Dollar bewertet und sammelte 30 Millionen US-Dollar von globalen Investoren wie Pantera Capital, Jump Crypto und Hashed. Danach folgten weitere Finanzierungsrunden, die insgesamt über 50 Millionen US-Dollar einbrachten. Zudem erwarb das Protokoll im Juni 2025 die On-Chain-Ticketing-Plattform Moongate, um Anwendungsfälle auf physische Zertifikate auszuweiten; im November desselben Jahres ging eine Partnerschaft mit Mastercard ein, um den Schutz der Privatsphäre bei Finanzinformationen zu stärken.
Das Kernprodukt des Protokolls – der Vertrauensnachweis – ermöglicht die biometrische Verifizierung des Menschen und verhindert Missbrauch durch Bots oder Deepfakes. Es nutzt zk-TLS-Technologie, um verschlüsselte Identitätsattribute basierend auf TLS-Kommunikation ohne zentrale Server nachzuweisen, sodass Nutzer Anwendungen ohne Offenlegung persönlicher Daten nutzen können. Das Mesari Research Institute schätzt, dass diese Technologie künftig auch bei regionalen Regulierungen und datenschutzkonformen Logins wirksam sein wird.
Derzeit sind über 2 Millionen “Human IDs” registriert. H-Token werden durch einen fairen Airdrop an echte Nutzer verteilt, basierend auf der Widerstandsfähigkeit gegen Hexenangriffe. Das Belohnungssystem ist ausgewogen für Knotenbetreiber, Nutzer und Validatoren gestaltet, und es ist geplant, schrittweise eine dezentrale Validatoren-Consensus-Mechanismus einzuführen.
Das Mesari Research Institute ist der Ansicht, dass das Humanity Protocol die Grundlage für zukünftige globale digitale Identitätsinfrastrukturen bilden könnte und gleichzeitig die beiden zentralen Herausforderungen Datenschutz und digitales Vertrauen löst. Der Bericht weist weiter darauf hin, dass die Integration des Protokolls mit Identitätsfinanzprodukten, Bildungszertifizierungen, Spielassets und anderen praktischen Anwendungsfällen zunehmend wahrscheinlicher wird und seine Position als Kernbestandteil eines dezentralen Wirtschaftssystems festigt.