Ein hochrangiger Coinbase-Führungskraft warnt davor, dass Änderungen am rechtlichen Rahmen für Stablecoins in den USA die Position Washingtons im globalen Rennen um digitales Bezahlen schwächen könnten, insbesondere da China die Wettbewerbsfähigkeit seiner digitalen Zentralbankwährung (CBDC) vorantreibt.
Auf X äußerte sich Faryar Shirzad, Policy Director bei Coinbase, dass die Debatte darüber, ob in den USA ausgegebene Stablecoins gemäß dem GENIUS-Gesetz „Belohnungen“ anbieten dürfen, die Attraktivität von USD-gebundenen Stablecoins verringern könnte. Er nannte als Beispiel die kürzlich von der Chinesischen Zentralbank angekündigte Regelung, die es Geschäftsbanken ab 2026 erlaubt, Zinsen auf die digitale Renminbi-Guthaben (e-CNY) zu zahlen, wodurch die Rolle des e-CNY vom „digitalen Bargeld“ zum „digitalen Einlagen“ aufgewertet wird.
Während der GENIUS Act die direkte Zinszahlung auf Stablecoins verbietet, erlaubt das Gesetz dennoch Plattformen oder Dritte, Belohnungen anzubieten. Coinbase warnt, dass, wenn der Kongress dieses Thema falsch behandelt, die USA unbeabsichtigt einen Wettbewerbsvorteil für außerhalb der USA ausgegebene Stablecoins und CBDCs schaffen könnten – und das in einer äußerst sensiblen Phase.