Analysten erwarten, dass das Fed-Meeting in dieser Woche ein entscheidender Katalysator für eine neue Aufwärtsbewegung bei Bitcoin werden könnte. Nachdem Bitcoin am Montag die 92.000-Dollar-Marke durchbrochen hatte, wiesen die Analysten des London Crypto Club, David Brickell und Chris Mills, in einem Bericht darauf hin, dass die US-Notenbank am Mittwoch möglicherweise zusätzliche Liquidität in das Bankensystem einspeisen könnte, was risikoreiche Anlagen wie Bitcoin beflügeln würde.
Die beiden Analysten prognostizieren, dass die Fed eine noch lockerere geldpolitische Haltung einnehmen und ihre Bilanz durch ein verdecktes Anleihekaufprogramm ausweiten wird. Sie sind der Ansicht, dass im Umfeld eines Zinssenkungszyklus gepaart mit Liquiditätsausweitung „die Druckerpresse wieder angeworfen wird“, was einen starken strukturellen Rückenwind für Bitcoin darstellt. Ihrer Einschätzung nach dürfte der Bitcoin-Kurs in diesem politischen Umfeld „deutlich steigen“, den aktuellen Bereich überwinden und auf noch höhere Niveaus zusteuern.
Am Markt wird allgemein erwartet, dass die Fed in dieser Woche erneut die Zinsen senkt. Daten von Yardeni Research zeigen, dass die meisten Entscheidungsträger mit einer dritten Zinssenkung um 25 Basispunkte in diesem Jahr rechnen. Das FedWatch-Tool der CME signalisiert eine Wahrscheinlichkeit von 86% für eine Zinssenkung, während Händler am On-Chain-Vorhersagemarkt Polymarket diese Wahrscheinlichkeit sogar auf 94% schätzen. Historisch betrachtet profitieren risikoreiche Anlagen wie Bitcoin in der Regel von niedrigen Zinsen, da der Rückgang risikofreier Renditen Kapitalflüsse in den Kryptomarkt begünstigt.
Auf makroökonomischer Ebene beeinflussen auch die politischen Entwicklungen der wichtigsten Volkswirtschaften die Marktstimmung – darunter bevorstehende wichtige Entscheidungen der Notenbanken in Kanada, Australien und der Schweiz, die Veröffentlichung von Exportdaten in China und Taiwan sowie ein mögliches Zinsschritt in Japan. All diese Ereignisse wirken sich auf die Erwartungen der Anleger hinsichtlich der globalen Liquidität aus.
Unterdessen gibt es auch auf US-Regulierungsseite wichtige Fortschritte. Die CFTC kündigte vergangene Woche an, den Handel mit Spot-Kryptoprodukten an bundesregulierten Börsen zuzulassen. Auch SEC-Vorsitzender Gary Gensler erklärte, das US-Finanzsystem bewege sich schnell auf eine Tokenisierungsära zu, was das Vertrauen in das langfristige Wachstum der Branche weiter stärkt.
Trotz der wieder steigenden Marktstimmung gehen nicht alle Analysten davon aus, dass Bitcoin bis zum Jahresende weiter zulegen wird. Bloomberg-Stratege Mike McGlone bleibt pessimistisch und rechnet damit, dass Bitcoin bis Ende 2025 unter 84.000 US-Dollar fallen könnte.
Insgesamt rückt das Fed-Meeting in dieser Woche als zentrales Ereignis in den Fokus des Kryptomarktes; die geldpolitische Ausrichtung wird den kurzfristigen Kursverlauf von Bitcoin direkt beeinflussen, wobei der Bereich oberhalb von 92.000 US-Dollar zur neuen Beobachtungszone wird. (DL News)
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