Der renommierte Cardano-(ADA)-Befürworter Armor Tesar, auch bekannt als YODA auf X, hat eine wichtige Warnung bezüglich Hydra herausgegeben. Die Warnung ist entscheidend, um Nutzern und Betreibern das Sicherheitskonzept der Layer-2-Skalierungslösung für Cardano zu verdeutlichen.
Laut YODA ermöglicht Hydra zwar schnellere und günstigere Transaktionen, es gibt jedoch kritische Details, die Nutzer beachten müssen. Insbesondere sind nur die Hydra-Betreiber vollständig für ihre ADA verantwortlich. Das bedeutet, dass jeder Nutzer, der keinen eigenen Node betreibt, dem Hydra-Betreiber ausgeliefert ist.
Dies liegt daran, dass jeder Nutzer, der seine ADA in einen Hydra-Head einbringt, automatisch die Kontrolle abgibt. Zur Verdeutlichung: Sobald die ADA gesperrt sind, kann der private Schlüssel des Nutzers nicht mehr direkt auf die Gelder zugreifen, da diese vom Hydra-Head-Smart-Contract und nicht mehr vom Wallet des Nutzers kontrolliert werden.
Das bedeutet, dass die Betreiber auch ohne die privaten Schlüssel der Nutzer weiterhin darüber bestimmen können, was mit den Geldern geschieht. Die Betreiber haben diese Macht, weil im Hydra-System jede Aktualisierung die Signaturen aller Betreiber und nicht der Nutzer erfordert. So können Betreiber sich auf jeden beliebigen Zustand einigen – auch auf einen böswilligen.
Basierend auf dem Design des Hydra-Systems gilt: Sobald der On-Chain-Hydra-Smart-Contract die Signaturen der Betreiber akzeptiert, ist dies beim Schließen des Hydra-Heads die „Wahrheit“.
YODA warnt davor, dass dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt, da Betreiber sich verschwören und eine gefälschte Momentaufnahme unterzeichnen könnten, um die Gelder an sich selbst zu leiten. Er betont, dass der einzige Weg, vollständige Kontrolle über die eigenen Gelder zu haben, darin besteht, selbst Hydra-Betreiber zu sein.
Wenn ein Nutzer seine Gelder jedoch delegiert und Hydra über einen Betreiber nutzt, muss er darauf „vertrauen“, dass der Betreiber ihn nicht betrügt. Dies erfordert ein hohes Maß an Vertrauen in die Hydra-Betreiber.
YODAs Botschaft an Cardano-Nutzer ist, dass Hydra nur für diejenigen wirklich vertrauenslos ist, die selbst einen Node betreiben.
Alle anderen Nutzer verwenden es im Grunde wie einen Verwahrungsdienst. Im Wesentlichen gilt: Bevor man sich entscheidet, eine DeFi-App auf Basis von Hydra zu nutzen, sollte man sich selbst gründlich informieren.
Es ist wichtig zu wissen, wer die Betreiber sind und ob sie vertrauenswürdig genug sind, um sich nicht mit böswilligen Akteuren zusammenzuschließen und die Gelder der Nutzer umzuleiten.
Hydra war so stark von Spekulationen betroffen, dass selbst Cardano-Gründer Charles Hoskinson im Jahr 2024 eingreifen musste, um Bedenken auszuräumen.