Von Sahara bis Tradoor: Ein Überblick über die jüngsten „kreativen Absturz“-Maschen bei Altcoins

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Airdrops werden zu „Bärenmärkten“ – Projektvorteile werden zum Geldautomaten für Insider. Von Sahara AI, aPriori bis Irys und Tradoor: Neu gelistete Altcoins brechen reihenweise ein, verlieren an einem Tag die Hälfte ihres Werts, stürzen um über 80 % ab, Airdrops werden konzentriert abverkauft – der Kryptomarkt ist von einer Abwärtsstimmung geprägt.

(Vorgeschichte: Meteora Airdrop-Vertrauensdesaster: 4 Wale kassieren 28,5 %, über 60.000 Kleinanleger erhalten nur 7 %) (Hintergrund: Warum dominieren ICOs wieder das Fundraising on-chain? Drei grundlegende Prinzipien, die Airdrops schlagen)

Airdrops werden zu „Bärenmärkten“, Projektvorteile werden zum Geldautomaten für Insider. Obwohl sich der Markt in den letzten Tagen etwas erholt hat, liegt seit dem „1011 Crash“ weiterhin ein schwer zu vertreibender Schatten über der Krypto-Welt. Besonders auffällig ist, dass eine Welle neuer Altcoins scheinbar gleichzeitig den „Abwärtsschalter“ umgelegt hat und fortlaufend auf unterschiedlichste Weise einbrechen: Wert halbiert sich an einem Tag, fällt um über 80 %, nach starkem Start kontinuierlicher Preisverfall, konzentrierter Verkauf von Airdrops … Auffällig ist, dass sich diese Vorkommnisse vor allem auf neue Projekte konzentrieren, die bei Binance Alpha gelistet werden.

Innerhalb weniger Wochen traten mehrere „merkwürdige Absturz“-Fälle in Folge auf. On-chain-Kapitalbewegungen, Market-Maker-Aktivitäten, Reaktionen und Schweigen der Teams – all das ergibt ein bruchstückhaftes Bild dieser Ereignisse. Im Folgenden fasst Odaily Planet Daily die derzeit meistdiskutierten, repräsentativsten „kreativen Absturz“-Fälle zusammen.

Sahara AI: Innerhalb kürzester Zeit über 50 % eingebrochen, großflächige Liquidation von Perpetual Contracts + konzentrierte Short-Verstärkung

Am Abend des 29. November fiel der SAHARA Token von Sahara AI innerhalb kurzer Zeit um über 50 %. Auch danach erholte sich der Kurs nicht mehr deutlich, aktuell bei 0,03869 US-Dollar.

SAHARA-Kursdiagramm

Bereits am nächsten Tag veröffentlichte das Sahara AI-Team eine Stellungnahme, um Vertrauen zu schaffen, mit drei Kernpunkten:

  • Kein Team- oder Investorverkauf: Alle sind noch in der Vesting-Phase, der erste Unlock ist erst in einem Jahr (Juni 2026).
  • Kein Problem beim Smart Contract: Kein Hack, keine Manipulation, keine unerklärlichen Token-Transfers.
  • Geschäfte werden umstrukturiert, aber es gibt keine Probleme: Intern werden Ressourcen konsolidiert, Fokus auf schnell wachstumsfähige Bereiche.

Das klingt zwar „harmlos“, aber die Community diskutierte ganz andere Dinge. KOL „Crypto Fearless“ schrieb auf X, der ungewöhnliche Preissturz bei SAHARA sei auf „die Kettenliquidation eines aktiven Market Makers“ zurückzuführen: Ein Market Maker, der mehrere Projekte steuert, geriet wegen eines Projekts ins Visier einer Börse, wodurch alle damit verbundenen Positionen liquidiert wurden – SAHARA war nur „Kollateralschaden“.

Das Team von Sahara AI wies diese Erklärung jedoch schnell zurück und betonte, dass ihre Market Maker nur Amber Group und Herring Global seien – beide seien in Ordnung, nicht überprüft oder liquidiert worden. Laut Team sei der Crash hauptsächlich auf großflächige Liquidationen von Perpetual Contracts + Short-Konzentration zurückzuführen. Mit anderen Worten: „Nicht unser Fehler, sondern ein strukturelles Problem des Marktes.“ Das Team steht weiterhin im direkten Austausch mit relevanten Börsen und will nach weiteren verifizierten Informationen erneut Stellung beziehen.

aPriori: 60 % der Airdrops abgegriffen, Token seit dem Listing fast 80 % gefallen

aPriori ist ein hochfinanziertes Projekt aus dem Monad-Ökosystem. Dessen Token APR wurde bereits vor Start des Monad-Mainnets auf der BNB Chain „vorab“ gelistet (TGE). Am 23. Oktober wurde APR bei Binance Alpha und Binance Futures gelistet, schoss zum Start auf über 0,7 US-Dollar, fiel dann aber kontinuierlich auf aktuell 0,13 US-Dollar. Die schwache Kursentwicklung nach dem Listing sorgte bereits für Skepsis in der Community, der eigentliche Auslöser folgte jedoch einige Wochen später.

APR-Kursdiagramm

Die schockierende Nachricht: 60 % der Airdrops des Projektes wurden von einer einzigen Entität mittels 14.000 Adressen eingesammelt. Am 11. November veröffentlichte Bubblemaps On-Chain-Daten, laut denen 60 % der aPriori-Airdrops von einer einzigen Entität über 14.000 miteinander verknüpfte Wallets beansprucht wurden. Diese Wallets luden in kurzer Zeit jeweils 0,001 BNB über Binance auf und transferierten dann die APR-Token an einen neuen Wallet-Pool.

APR „Insider-Trading“-Adressen Bubblemap

Noch mehr Unmut in der Community rief jedoch die Tatsache hervor, dass das Projektteam überhaupt nicht reagierte. Am 14. November teilte Bubblemaps mit, dass sie das aPriori-Team längst kontaktiert hätten, um eine Erklärung zum „60 % Airdrop über 14.000 Adressen durch eine Entität“ zu erhalten – bislang jedoch ohne Antwort.

Auch Blockchain-Detektiv ZachXBT schrieb auf X, dass er aPriori-Mitgründer per DM um eine Erklärung zum „Insider-Trading“-Problem gebeten habe, aber bis zum 18. November keine Rückmeldung erhalten habe.

Parallel dazu wurde der offizielle X-Account nicht mehr aktualisiert, Discord-Admins verschwanden fast vollständig, die Stimmung in der Community schlug von Enttäuschung in Wut um: „Ist das Team schon weg?“ „Arbeitet das Team schon am nächsten Projekt?“ „So ein Verhalten bei einem hochfinanzierten Projekt?“

Erst am 21. November äußerte sich das Team endlich – aber ohne die Kernfragen zu beantworten. Man erklärte lediglich, „keine Hinweise gefunden zu haben, dass das Team oder die Stiftung Airdrops beansprucht haben“, und versuchte, den Fokus auf den Monad-Mainnet-Airdrop zu lenken, der der Monad-Community „eine große Menge an APR ohne Lockup“ bringen solle. Diese Aussage beruhigte die Community keineswegs, sondern wurde vielfach als „Ablenkungsmanöver“ interpretiert.

Schlimmer noch: Am Tag des Monad-Mainnet-Launchs fand die aPriori-Airdrop-Aktion kaum Beachtung, die offiziellen Kanäle verfielen anschließend erneut in Schweigen. Vom hochfinanzierten Star-Projekt zum rasanten Vertrauensverlust in der Community dauerte es weniger als einen Monat.

Irys: Eine Entität beansprucht via 900 Wallet-Cluster 20 % der Token-Airdrops und hat bereits 4 Mio. US-Dollar verkauft

Irys ist eine L1-Blockchain mit Fokus auf „Data Intelligence“ und fast 20 Millionen US-Dollar Funding. Doch die On-Chain-Aktivitäten vor dem Airdrop und Mainnet-Launch führten zu massiven Vorwürfen von „Insider-Trading“ und Dumping.

Tag vor dem Launch: 900 Adressen mit konzentrierten Einzahlungen

Am 28. November berichtete die On-Chain-Analyseplattform Bubblemaps, dass am Tag vor dem IRYS-Mainnet-Launch insgesamt 900 Adressen in mehreren Zeitfenstern ETH von der Bitget-Börse erhielten. Diese Adressen hatten auffallend ähnliche Merkmale:

  • Keine vorherige On-Chain-Historie (neue Wallets)
  • Ähnliche ETH-Beträge empfangen
  • Am Launch-Tag alle IRYS-Airdrops beansprucht

Diese Adressen beanspruchten zusammen etwa 20 % des IRYS-Airdrop-Volumens.

Weitere Analyse: Typische Sybil-Cluster

Bubblemaps unterteilte die 900 Adressen in 20 Einzahlungsgruppen zu je rund 50 Adressen und stellte fest:

  • Zeitraum: 21. bis 24. November, Bitget führte 20 Einzahlungsrunden durch
  • Muster: Jede Gruppe erhielt kleine ETH-Beträge, Adressenerstellung, Aktivierung und Transaktionen folgten nahezu demselben Ablauf
  • Merkmale: Adressen wurden zeitnah gleichzeitig aktiv, das Verhalten war nahezu identisch

Dieses Verhalten entspricht dem typischen Muster eines „Sybil-Clusters“ – es handelt sich also um geplante…

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