Die gemeinnützige Organisation „Mercy Ships“, die schwimmende Krankenhäuser zur Unterstützung des Gesundheitswesens in einkommensschwachen afrikanischen Ländern betreibt, arbeitet mit Cisco (CSCO) und dem IT-Infrastruktur-Spezialisten Presidio zusammen, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Obwohl die Anlaufhäfen dieser Schiffe in Regionen mit schwacher medizinischer Infrastruktur liegen, verwandeln die drei Institutionen durch die Integration von digitalen Fähigkeiten und medizinischen Dienstleistungen die neue Vision „Schnittstelle von Technologie und Mission“ in Realität.
Die Mercy-Schiffe betreiben derzeit die “Global Mercy” und “Africa Mercy”, die vor der Küste von Sierra Leone und Madagaskar vor Anker liegen. Diese Schiffe können bis zu 800 medizinisches Personal und Freiwillige beherbergen und müssen medizinische Dienstleistungen auf dem Niveau eines allgemeinen Krankenhauses anbieten. Es gibt jedoch Probleme mit instabilen Internetverbindungen und schlechten Infrastrukturen im Hafen, die es schwierig machen, ein cloudbasiertes medizinisches System zu implementieren. Darüber hinaus behindert die Stahlrumpfstruktur die Übertragung von Funksignalen, weshalb eine maßgeschneiderte technische Gestaltung erforderlich ist.
Um diese Probleme zu lösen, sind die Technikteams von Cisco und Presidio persönlich an Bord gegangen, um die Wi-Fi-Umgebung zu erkunden, und haben durch den Bau eines redundanten Rechenzentrums an Bord die Systemstabilität erhöht. Krankenbetten, Operationssäle, Kommunikationsgeräte, Sicherheitskameras, Videokonferenzsysteme usw. sind alle über das Cisco-Netzwerk miteinander verbunden. An Bord unterstützen etwa 1600 Cisco-Telefone und Dutzende von Netzwerkswitches das umfangreiche Kommunikationssystem.
Die technische Aufrüstung endet hier nicht. Die Mercy erweitert schrittweise den Anwendungsbereich der künstlichen Intelligenz. Derzeit wird hauptsächlich deterministische KI-Technologie für die Bildinterpretation eingesetzt, aber es ist bereits geplant, in Zukunft generative KI zu integrieren. Aufgrund von Bandbreitenbeschränkungen müssen die meisten KI-Berechnungen lokal an Bord durchgeführt werden, weshalb gleichzeitig die lokale Recheninfrastruktur auf Basis von GPU erweitert wird. Presidio hat in seinem Design die Kühlgeräte und die Stabilität der Stromversorgung berücksichtigt, mit dem Ziel, schrittweise die Abhängigkeit von Satellitenkommunikation abzubauen und eine autarke Technologiearchitektur zu schaffen.
Telemedizin für Bildung und kooperative Diagnostik ist ebenfalls ein entscheidender Aspekt. Das medizinische Team des Mercy Ships führt synchronisierte Konsultationen mit mehreren Experten über Kollaborationstools wie Webex durch und fördert aktiv digitale Bildung mit einem Schwerpunkt auf Simulationstraining, um sicherzustellen, dass das lokale medizinische Personal auch nach dem Verlassen des Schiffs weiterhin medizinische Dienste anbieten kann.
Cisco hat auf dem Partner-Gipfel kürzlich die digitale Plattform “Cisco IQ” vorgestellt, die eine weiterentwickelte Planung bietet. Diese auf agentenbasierter KI basierende Plattform kann den Zustand und das Lebenszyklusmanagement von Geräten optimieren und eine effiziente Verteilung begrenzter Netzwerkressourcen in speziellen maritimen Umgebungen ermöglichen. Presidio hofft, damit sowohl die Kosten zu kontrollieren als auch die Betriebseffizienz auf der Grundlage von Telemetriedaten zu steigern.
Bis zur Wasserung des neuen Hospitalschiffes “African Mercy II” im Jahr 2028 bleibt noch Zeit. Angesichts der kontinuierlichen technologischen Iterationen während des Schiffsbauzyklus konzentriert sich die Mercy darauf, fortlaufende technologische Bewertungen und Infrastruktur-Upgrades durchzuführen. Alle derzeit aufgebauten Netzwerke und Rechenumgebungen bilden die Grundlage für das zukünftige AI-Diagnose-Ökosystem.
Experten bewerten diese Zusammenarbeit als “ein Paradebeispiel für die Verschmelzung von Technologie und Mission”. Die Branche ist sich einig, dass das Mercy-Schiff in der Lage ist, qualitativ hochwertige medizinische Dienstleistungen in den medizinischen Blindenflecken Afrikas anzubieten, was auf die Unterstützung durch technische Partner zurückzuführen ist. In dieser Ära, in der Krankenhaus und IT-System untrennbar miteinander verbunden sind, sollten mehr Institutionen solche Kooperationsmodelle übernehmen.