Erster Bitcoiner im Weltraum verurteilt umstrittenes BIP-444 als 'eine schlechte Idee'

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Chun Wang, der Mitgründer von F2Pool und der erste Bitcoiner, der in den Weltraum geflogen ist, hat den umstrittenen Bitcoin-Verbesserungsvorschlag (BIP-444) öffentlich als “eine schlechte Idee” bezeichnet. Wang, der in diesem Jahr durch das Kommandieren der SpaceX Fram2-Mission große Aufmerksamkeit erregte, äußerte seine Enttäuschung in den sozialen Medien und erklärte, er fühle sich “traurig”, dass einige Entwickler “immer weiter in die falsche Richtung” gehen. Seine Kommentare verleihen dem wachsenden Widerstand gegen den Vorschlag erhebliches Gewicht, der eine der heftigsten Governance-Debatten in der Bitcoin-Community seit Jahren entfacht hat.

Der umstrittene BIP-444 erklärt

BIP-444, das von dem langjährigen Bitcoin-Entwickler Luke Dashjr unterstützt wird, schlägt einen vorübergehenden einjährigen Soft Fork vor, der darauf abzielt, die Aufnahme von willkürlichen, nicht-finanziellen Daten in Bitcoin-Transaktionen erheblich zu begrenzen. Die Hauptmotivation, so die Autoren, besteht darin, das Potenzial für illegale Inhalte, wie z.B. Material zum Kindesmissbrauch, zu adressieren, das dauerhaft in der Blockchain gespeichert werden könnte. Befürworter argumentieren, dass das Hosten solcher Materialien die einzelnen Knotenbetreiber rechtlichen Risiken aussetzen könnte, wodurch eine “existenzielle Bedrohung” für das dezentrale Modell von Bitcoin entsteht, indem ehrliche Benutzer gezwungen werden, die Kette nicht mehr zu validieren.

Ein Konflikt über grundlegende Prinzipien

Die technischen Einschränkungen des Vorschlags – die beispielsweise die Größe der OP_RETURN-Ausgaben begrenzen und effektiv neue Ordinals-Inschriften verhindern würden – werden von Kritikern weithin als protokollseitige Zensur angesehen. Umstrittener ist die Sprache des Vorschlags, die warnt, dass die Ablehnung des Soft Forks die Benutzer “rechtlichen oder moralischen Konsequenzen” aussetzen könnte. Prominente Persönlichkeiten, einschließlich Alex Thorn, dem Leiter der Unternehmensforschung von Galaxy, haben den Vorschlag als “unglaublich dumm” und als “Angriff auf Bitcoin” beschrieben und argumentiert, dass er das Kernprinzip des Netzwerks der erlaubenlosen und zensurresistenten Neutralität untergräbt. Die Kontroverse hebt einen grundlegenden ideologischen Split hervor: ob Bitcoin eine neutrale, unveränderliche Abwicklungsschicht oder ein System ist, das reale rechtliche und moralische Risiken aktiv mindern muss.

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