Trotz früherer Gerüchte über eine weitere Umsetzung eines Verbots der Verschlüsselungs-Mining hat die russische Regierung erklärt, dass sie kein neues Verbot verhängen wird, und dass ihr Stromnetz in der Lage ist, die Last zu bewältigen. Beamte des Energieministeriums haben erklärt, dass russische Miner sich verpflichtet haben, Steuern zu zahlen und Rechenressourcen für nationale KI-Projekte bereitzustellen, im Austausch für unterstützende Politiken. Allerdings gibt es innerhalb der Beamten weiterhin Meinungsverschiedenheiten, und in einigen Regionen werden weiterhin Stromengpässe und Probleme mit dem Stromnetz gemeldet, was darauf hinweist, dass Russland bei der Annahme des Minings zwar Fortschritte macht, die Herausforderungen jedoch nicht vollständig gelöst sind.
Laut Medienberichten von RBC hat die russische Regierung erklärt, dass sie keine weiteren Verbote für die Verschlüsselung von Mining mehr umsetzen wird, obwohl zuvor über die Einführung regionaler Einschränkungen diskutiert wurde. Das russische Energieministerium teilte mit: “Es gibt keinen Grund, an irgendeinem Ort im Land ein neues Mining-Verbot einzuführen.” Der Leiter der Abteilung für Stromentwicklung, Andrei Maksimov, erklärte, dass sein Ministerium “keine neuen Verbotsanfragen von den lokalen Behörden erhalten hat.”
Maximow fügte hinzu, dass das Stromnetz des Landes jetzt “mit der Last zurechtkommt”, während die Miner ihre Geschäfte ausweiten. Er sagte: “Wir haben keine Anfragen von den Gouverneuren der russischen Regionen erhalten, um ein Verbot zu erlassen. Außerdem gibt es keinen Grund, ein Verbot weiter umzusetzen. Alles funktioniert gut. Da es keinen Mangel gibt, gibt es keinen Grund, Einschränkungen zu verhängen. Unser Energiesystem funktioniert insgesamt gut.”
Moskau hat Regionen mit Überschuss an Elektrizität angewiesen, mit industriellen Verschlüsselungsminern zusammenzuarbeiten. Im Gegenzug haben mehrere schnell wachsende russische Mining-Unternehmen Moskau mitgeteilt, dass sie bereit sind, Einkommen zu melden, Millionen von Dollar Steuern zu zahlen und Rechenressourcen für nationale KI-Projekte bereitzustellen.
Jedoch ist diese Entscheidung, die Mining-Industrie zu umarmen, nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten für die verschiedenen Regionen Russlands. In den traditionellen Hotspots für Bitcoin-Mining im südlichen Sibirien und im Nordkaukasus wurden Probleme mit dem Stromnetz und ein Anstieg illegaler Mining-Aktivitäten gemeldet. Gleichzeitig gibt es Anzeichen dafür, dass einige Miner versuchen, in die bevölkerungsreicheren Regionen im Westen Russlands umzuziehen, was die Beziehungen zwischen den Betreibern und den lokalen Gemeinschaften angespannt hat.
Zu Beginn dieses Jahres sprachen hochrangige Politiker und regionale Führungspersönlichkeiten offen über eine zweite Runde von Beschränkungen. Die erste Runde trat Anfang 2025 in Kraft, als Moskau ein Mining-Verbot in 10 russischen Regionen und auf von Russland kontrollierten Territorien einführte. Die Regierung erklärte, dass sie diese Regionen als “energiearm” anerkenne und es den Minern untersage, bis zum Frühjahr 2031 in diesen Gebieten tätig zu sein. Obwohl das ursprüngliche Verbot nur für die Wintermonate galt, ist es in bestimmten Regionen, wie der Republik Nordkaukasus sowie in Teilen der von Russland kontrollierten ukrainischen Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson, das ganze Jahr über anwendbar.
Moskau hat später auf die Bitte des Gouverneurs Igor Kobzev eine weitere ganzjährige Verbotsmaßnahme im Süden der Region Irkutsk umgesetzt. Es schien einmal, dass eine zweite Runde von Verboten nur eine Frage der Zeit war, da die Regierungen der Regionen Burjatien, Transbaikalien, Chakassien, Karelien und Pensa Verbotsanträge eingereicht hatten. Aber die Haltung Moskaus scheint sich geändert zu haben. Karelien, Chakassien und Pensa haben daraufhin ihre Anträge zurückgezogen. RBC berichtete, dass die Entscheidung über das Verbot für Burjatien und Transbaikalien “verschoben” wurde.
Die russischen Miner fordern die Regierung auf, die unterstützenden Maßnahmen für das Gewerbe fortzusetzen. Sie behaupten, dass die Größe und Kapazität ihrer Branche derzeit nur hinter den USA liegt. Dennoch sind die mit dem Mining verbundenen Netzprobleme in Russland nach wie vor ein ungelöstes Problem und scheinen immer komplizierter zu werden. Im Juli dieses Jahres wies Vizepremier Alexander Novak das Energieministerium an, den Vorschlag zur Schaffung einer neuen Energieverbrauchskategorie für Miner endgültig zu klären.
Die Einstellung der russischen Regierung zur Politik des Krypto-Mining hat sich gewandelt, von anfänglichen strengen Verboten hin zu aktiver Zusammenarbeit, was ihre strategische Überlegung zu Kryptowährungen als aufstrebende Industrie widerspiegelt. Dennoch ist dies keine reibungslose Anpassung der Politik. Obwohl die Zentralregierung beschlossen hat, das Mining zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Unterstützung der technologischen Entwicklung zu umarmen, bestehen weiterhin Probleme wie Energieknappheit auf regionaler Ebene, Druck auf das Stromnetz und Konflikte mit lokalen Gemeinschaften. Noch wichtiger ist, dass es innerhalb der Regierung Differenzen unter hochrangigen Beamten darüber gibt, wie dieses Problem angegangen werden soll, was die Komplexität und Unsicherheit der Umsetzung der Politik unterstreicht. Ob die Krypto-Mining-Industrie in Russland nachhaltig und gesund wachsen kann, hängt davon ab, ob es der Regierung gelingt, diese internen Konflikte effektiv zu schlichten und einen tragfähigen langfristigen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und Energiestabilität zu finden.
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