Die Federal Reserve (FED) wird am 18. September um Mitternacht die neuesten Zinssatzentscheidungen bekannt geben. Angesichts der sinkenden Inflation und schwächerer Arbeitsmarktdaten wetten die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Allerdings tendieren einige Mitglieder und Institutionen zu einer “einmaligen Zinssenkung um 50 Basispunkte”, was ein seltenes bi-direktionales Meinungsrisiko darstellt. Im Folgenden sind der Marktkonsens, die Prognosen der Institutionen und die Entwicklungen auf Entscheidungsebene zusammengefasst, um den Investoren bei der Bewertung potenzieller Auswirkungen zu helfen.
Laut einem Bericht von Business Insider erwarten die Investoren allgemein eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Die Verlangsamung des PPI und das verlangsamte Beschäftigungswachstum schaffen Spielraum für Lockerungen und lassen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung, die im CME FedWatch angezeigt wird, auf über 90 % steigen. Falls das Ergebnis unter den Erwartungen liegt, könnte die kurzfristige Volatilität zunehmen; im Gegensatz dazu, wenn die Zinssenkung 50 Basispunkte übersteigt, könnten der Dollar und die Renditen von US-Anleihen schnell fallen.
Die Hauptinstitutionen zeigen deutliche Unterschiede in ihren Prognosen für diese Entscheidung:
Morgan Stanley
J.P. Morgan
Internationale Nederlanden Bank (ING)
Citibank: Schätzung, dass drei Abstimmungsmitglieder 50 Basispunkte unterstützen
Rabobank: Geht davon aus, dass Milan, Bauman und Waller möglicherweise gemeinsam 50 Basispunkte unterstützen.
FastBull: schlägt einen präventiven Zinssatzsenkungspunkt vor und unterstützt eine Senkung um 50 Basispunkte.
Mehrere Institutionen prognostizieren, dass es bei dieser Sitzung zu einer seltenen Abstimmungsdifferenz kommen könnte:
J.P. Morgan: Möglicherweise 2–3 Stimmen für 50 Basispunkte Unterstützung.
Deutsche Bank: Schätzung, dass 3 Tauben 50 Basispunkte fordern, 1-2 Falken für eine Beibehaltung der aktuellen Lage plädieren.
Wrightson: Warnung vor der Wiederkehr von konträren Meinungen, sowohl Tauben- als auch Falkenlager haben Einwände.
Australische Neuseeländische Bank (ANZ): Mindestens Milan unterstützt 50 Basispunkte, Schmidt ist gegen eine Zinssenkung.
Das Highlight dieser Sitzung ist, dass sich nach dem Eintritt des neuen Direktors die Kräfteverhältnisse zwischen den Tauben und den Falken neu ordnen:
· Waller, Bowman und Milan werden als Vorreiter für Zinssenkungen angesehen
· SPI Asset Management spekuliert, dass “2 oder 3 Mitglieder” 50 Basispunkte unterstützen.
· Cook könnte mit einem Zinssatz von 25 Basispunkten dem Druck des Weißen Hauses entgegenwirken
· Präsident der Federal Reserve von Kansas City, Schmidt
· Präsident der Cleveland Federal Reserve Hamerick
· Neigung, den Zinssatz unverändert zu lassen, um eine Rückkehr der Inflation zu verhindern
Wenn sowohl die Taube als auch der Falke Einwände erheben, könnte dies zum ersten Mal seit 2019 zu einer “zweiseitigen Opposition” führen und möglicherweise einen Rekord von bis zu drei Kommissionären, die seit 1988 gegen stimmen, aufstellen.
Investoren sollten drei Signale besonders beachten:
Rastergrafik: Sollte der Medianzinssatz bis Mitte 2026 erneut gesenkt werden, wird der Markt eine tiefere Lockerung im Voraus einpreisen.
Powell Pressekonferenz: Wenn betont wird, dass “die Inflation weiterhin auf 2% zurückgeht” und “eine weitere Zinssenkung nicht ausgeschlossen wird”, werden risikobehaftete Anlagen profitieren.
Abstimmungsverteilung: Je mehr abweichende Stimmen, desto größer ist die Meinungsverschiedenheit zwischen den Mitgliedern, und die Bedeutung der nachfolgenden Datenleitlinien steigt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Treffen entscheidend für die Prüfung der Inflationsabwehr und den Gleichgewichtspunkt der wirtschaftlichen Unterstützung ist. Ob 25 oder 50 Basispunkte, die Investoren müssen darauf achten, ob die politischen Hinweise auf weitere Zinssenkungen hindeuten, und ihre Positionen in Aktien, Anleihen, Devisen und Kryptowährungen neu bewerten.