Der Entwurf der HKMA gruppiert Krypto in tokenisierte Vermögenswerte, stablecoins und nicht-reserve-backed Kategorien.
Der Rahmen setzt Kapitalregeln für Banken, die mit digitalen Vermögenswerten arbeiten.
Der Vorschlag entspricht den Basel-Standards und könnte Anfang 2026 in Kraft treten.
Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hat einen Entwurf für eine Richtlinie veröffentlicht, die den Ansatz der Bankenbranche für digitale Vermögenswerte neu gestalten könnte. Der vorgeschlagene Rahmen, der am Montag als Modul CRP-1 im “Banking Supervisory Policy Manual” veröffentlicht wurde, führt neue Standards zur Klassifizierung von Krypto-Vermögenswerten und zur Bestimmung der Eigenkapitalanforderungen der Banken ein. Die öffentliche Konsultation lädt lokale Banken ein, ihr Feedback zu den Maßnahmen zu geben, bevor diese finalisiert werden.
Gruppierte Vermögenswerte Kategorien unter dem Vorschlag
Der Entwurf der HKMA unterteilt Krypto-Assets in zwei Hauptgruppen, die jeweils weiter in zwei Unterkategorien unterteilt sind. Gruppe 1a besteht aus tokenisierten traditionellen Assets, während Gruppe 1b stablecoins umfasst, die zuverlässige Stabilierungsmechanismen aufweisen. Diese Kategorien könnten von niedrigeren Eigenkapitalanforderungen profitieren, wenn die Emittenten effektive Risikomanagementmaßnahmen nachweisen können.
Gruppe 2 umfasst digitale Vermögenswerte ohne Reserveunterlegung, wie Bitcoin und Ethereum. Sie beinhaltet auch tokenisierte traditionelle Vermögenswerte und stablecoins, die die Kriterien der Gruppe 1 nicht erfüllen. Innerhalb von Gruppe 2 werden die Vermögenswerte in Gruppe 2a und Gruppe 2b unterteilt, basierend auf den Standards zur Absicherungsanerkennung. Diese Unterscheidungen bestimmen, wie viel Kapital Banken gegen potenzielle Risiken halten müssen.
Breitere Auswirkungen auf den Bankensektor
Der Vorschlag bietet Banken einen klareren Weg, um sich mit digitalen Vermögenswerten auseinanderzusetzen, indem er Kapitalstandards festlegt. Mit strukturierten Kategorien können Institutionen ihre Exposition gegenüber Kryptowährungen bewerten und gleichzeitig die Anforderungen der Aufsichtsbehörden einhalten. Niedrigere Hürden könnten es Banken erleichtern, digitale Vermögenswerte in ihre Bilanzen zu integrieren, sofern die Vermögenswerte die festgelegten Sicherheitsvorkehrungen erfüllen.
Dieser Schritt folgt der breiteren regulatorischen Agenda Hongkongs, um Innovationen zu managen und gleichzeitig Risikokontrollen durchzusetzen. Im August führte die HKMA einen vorgeschlagenen “Stablecoin Ordinance” ein, der darauf abzielt, einen Lizenzierungsrahmen für Stablecoin-Emittenten zu schaffen. Dieser Entwurf beinhaltete Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Maßnahmen, die darauf abzielen, die Sicherheit im Finanzsystem zu stärken.
Hongkongs Position in der regionalen Regulierung
Die vorgeschlagenen Regeln positionieren Hongkong als einen frühen Anwender von strukturierten Krypto-Regulierungen in Asien. Durch die Festlegung von Kategorien für Banken schafft die Stadt einen regulatorischen Rahmen, der sowohl Innovation als auch finanzielle Stabilität berücksichtigt.
Es wird erwartet, dass die Teilnehmer der Branche in den kommenden Wochen das Konsultationspapier überprüfen, wobei das Feedback mögliche Änderungen vor der endgültigen Umsetzung leiten wird. Sollte es enacted werden, würde der Rahmen einen weiteren Schritt in den Bestrebungen Hongkongs darstellen, die Krypto-Regulierung zu standardisieren und gleichzeitig mit den internationalen regulatorischen Trends Schritt zu halten. Das Konsultationspapier zeigt Hongkongs Versuch, die internationalen Standards des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht einzuhalten. Wenn genehmigt, kann der neue Rahmen Anfang 2026 umgesetzt werden. Durch die Einhaltung der Basler Standards zielt Hongkong darauf ab, den Banken definitive Regeln zu geben und die Praktiken weltweit zu harmonisieren.