Bybit erhebt seit dem 7. Juli eine 18% GST auf alle Krypto-Handels- und Servicegebühren für indische Nutzer.
Bybit wird am 9. Juli den Handel mit Krypto-Kreditboten und am 17. Juli die Kartendienste für indische Nutzer einstellen.
Indische Krypto-Nutzer sehen sich nun einer höheren Steuerlast gegenüber, da die GST zu der bestehenden Kapitalertragssteuer und 1 Prozent TDS hinzugefügt wird.
Bybit hat eine 18%ige Waren- und Dienstleistungssteuer (GST) auf Service- und Handelsgebühren für indische Nutzer eingeführt. Die Änderung gilt ab dem 7. Juli und folgt der Ankündigung der Börse vom 4. Juli. Diese GST wird automatisch von den Benutzervermögen abgezogen. Sie umfasst verschiedene Dienstleistungen, einschließlich Spot-Handel, Derivate und Margin-Handel.
Die Steuer gilt auch für fiat-bezogene Transaktionen, wie z.B. den Kauf von Krypto über Bankkarten. Darüber hinaus betrifft sie Krypto-Abhebungen, die Wiederherstellung falscher Einzahlungen, Staking und Bybit Pay-Überweisungen. Die GST wird basierend auf der Gebühr oder dem Spread berechnet, abhängig von der Art der Transaktion. Benutzer werden die abgezogene Steuer in ihrer Transaktionshistorie sehen.
Produktabsetzungen für Juli geplant
Neben der neuen Steuer wird Bybit ab dem 9. Juli mehrere Produkte in Indien einstellen. Dazu gehören Legacy-Krypto-Darlehen, die die Nutzer bis zum 17. Juli zurückzahlen müssen. Nach diesem Stichtag werden alle verbleibenden Salden automatisch zurückgezahlt. Die Bybit-Karte, die ihr zweijähriges Jubiläum feierte, wird keine neuen Anträge mehr annehmen. Bestehende Karten werden ab dem 17. Juli für neue Transaktionen blockiert und später deaktiviert.
Zusätzlich werden mehrere automatisierte Handelsbots eingestellt. Dies markiert einen bedeutenden Wandel für indische Nutzer, die auf diese Dienstleistungen für den täglichen Betrieb angewiesen sind. Der Schritt folgt Indiens bereits strengen Krypto-Steuervorschriften, die Herausforderungen für Händler mit sich gebracht haben.
Indiens Krypto-Steuerlast wächst
Indische Krypto-Nutzer sehen sich bereits einer Kapitalertragssteuer von 30 % auf Gewinne aus digitalen Vermögenswerten gegenüber. Darüber hinaus wird eine 1 % Quellensteuer (TDS) auf jede Transaktion erhoben. Die Einführung einer 18 % GST erhöht nun die Gesamtkosten des Krypto-Handels weiter. Das Land hat in letzter Zeit auf Steuersenkungen gedrängt, um die Krypto-Aktivität zu fördern.
Die jüngsten Durchsetzungsmaßnahmen der Einkommenssteuerbehörde haben zusätzlichen Druck erzeugt. Die Compliance-Kampagne der Regierung hat Nutzer wegen unterberichteter Einkünfte markiert. Die Behörden verwenden Daten von Börsen, um Unstimmigkeiten in den Steuererklärungen zu identifizieren. Verluste können nicht ausgeglichen werden, und keine Abzüge sind nach dem geltenden Recht zulässig.
Branchenreaktionen und politische Rahmenbedingungen
Über 310.000 indische Nutzer auf Bybit werden voraussichtlich von der neuen GST-Regel betroffen sein. Branchenverbände haben Bedenken geäußert, dass höhere Steuern die Teilnahme entmutigen könnten. Einige befürchten, dass Nutzer zu dezentralen Plattformen wechseln könnten, um den steigenden Kosten zu entkommen.
Die Kryptoindustrie hat wiederholt um Steuererleichterungen gebeten und auf das Wachstumspotenzial des Sektors hingewiesen. Im Mai forderten Branchenverbände die Regierung auf, die aktuellen Steuersätze zu senken. Sie verwiesen auf Beispiele aus anderen Ländern mit unterstützenderen Politiken.
Die Forderungen nach Reformen halten an, während Indien seine Position im globalen digitalen Vermögensmarkt bewertet.