Indische Krypto-Nutzer werden voraussichtlich ab dem 7. Juli mit einer erhöhten Steuerbelastung konfrontiert, da die Krypto-Börse Bybit Global die Einführung einer zusätzlichen 18% GST (Waren- und Dienstleistungssteuer) auf Krypto-Handelsgebühren angekündigt hat. Die neue Steuer gilt für alle Krypto-Handels- und damit verbundenen Servicegebühren, einschließlich Spot-, Futures- und Copy-Trading.
Indische Krypto-Investoren leiden bereits unter dem Druck höherer Krypto-Steuern. Derzeit erhebt die Regierung eine Steuer von 30 % auf Krypto-Gewinne, und eine 1 % Steuer, die an der Quelle einbehalten wird (TDS), wird auf jede Krypto-Transaktion angewendet.
Mit diesem Schritt gehört Indien nun zu den Ländern mit der höchsten Steuerlast für Teilnehmer am Kryptomarkt. Diese Entwicklung hat massive Kritik von Branchenakteuren ausgelöst, die der Meinung sind, dass dies die Innovation behindern und die Nutzer in Richtung Alternativen wie dezentrale Börsen (DEXs) usw. drängen könnte.
Diese Entwicklung ist besonders besorgniserregend, da andere Jurisdiktionen weltweit kryptofreundliche Politiken übernehmen, insbesondere nach der Übernahme der Trump-Administration Anfang dieses Jahres.
Bybit ist Anfang dieses Jahres nach einer kurzen Aussetzung wieder in den indischen Krypto-Markt eingetreten. In Reaktion auf die starke Nachfrage von indischen Krypto-Investoren sind Krypto-Börsen bereit, sich am Markt zu beteiligen, wobei Coinbase einen ähnlichen Wiedereintritt in Betracht zieht.
Im Mai lobbyierte Indiens Krypto-Industrie dafür, die Krypto-Steuer von den bestehenden 30% zu senken, angesichts des starken Wachstums der Branche und der wachsenden Nachfrage. Branchenverbände verweisen nun auf die jüngsten krypto-freundlichen politischen Veränderungen unter der Trump-Administration in den USA und fordern indische Entscheidungsträger auf, eine unterstützendere regulatorische Haltung einzunehmen.
In Anbetracht des Marktpotenzials wies die Lobby darauf hin, dass das Krypto-Ökosystem Indiens, das derzeit mit 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet wird, bis 2035 auf 15 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte, wenn ein günstigeres Steuer- und Politikumfeld geschaffen wird.
In der letzten Woche tauchten auch Berichte auf, dass ein indischer Politiker der regierenden Bharatiya Janata Party (BJP) die Möglichkeit eines Bitcoin-Reserves in Erwägung zieht. Pradeep Bhandari, der nationale Sprecher der BJP, hat die Regierung aufgefordert, ein Pilotprogramm für eine strategische Bitcoin-Reserve zu prüfen und es als zukunftsweisenden Schritt zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz zu positionieren.
Bhandari verwies auf die jüngsten Entwicklungen, wie die Erkundung eines strategischen Bitcoin-Reserves durch die Vereinigten Staaten und die staatlich unterstützten Krypto-Mining-Bemühungen Bhutans, und deutete darauf hin, dass sich die globalen finanziellen Dynamiken zunehmend in Richtung digitaler Vermögenswerte verschieben.
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