Am 25. Juni berichtete CoinNess Global in einem X-Beitrag, dass Hana Bank kürzlich 16 Marken für won-basierte stablecoins angemeldet hat. Diese Maßnahme bringt Hana Bank in Einklang mit anderen Banken, die digitale Währungsprojekte in Südkorea verfolgen. Die Bank arbeitet auch mit mehreren Institutionen und der Open Blockchain & Decentralized Identifier Association (OBDIA) zusammen. Sie streben an, ein Joint Venture zu gründen, um einen stablecoin auszugeben, der durch den koreanischen Won gesichert wird. Diese Maßnahmen zeigen die Rolle der Hana Bank bei der Unterstützung der Expansion der digitalen Geldwirtschaft des Landes.
Vor der Hana Bank reichte die KB Kookmin Bank 17 Markenanmeldungen für an den Won gebundene stablecoins ein. Ihre Anmeldungen umfassen Tickersymbole wie KBKRW und KRWKB. Diese Marken decken Software im Zusammenhang mit Blockchain- und virtuellen Währungstransaktionen ab. KB Kookmin plant, ein nationales stablecoin-Konsortium mit großen koreanischen Banken zu gründen. Dieses Konsortium wird die Ausgabe von an den Won gebundenen stablecoins im gesamten Bankensektor koordinieren.
Auch andere südkoreanische Banken wie die Shinhan Bank, Woori Bank, NongHyup Bank und die Industrie Bank of Korea schließen sich an. Citi Korea, Standard Chartered Korea und die Suhyup Bank sind ebenfalls an dem Joint Venture beteiligt. Diese Banken haben das Ziel, ein reguliertes Umfeld für die Emission von stablecoins zu schaffen. Ihre Zusammenarbeit spiegelt das wachsende Interesse wider, stablecoins sicher in das Finanzsystem zu integrieren.
Die Bank von Korea (BOK) unterstützt Won stablecoins vorsichtig. Ryoo Sang-dai, der stellvertretende Gouverneur der BOK, bevorzugt eine schrittweise Einführung. Er schlägt vor, die Ausgabe zunächst auf regulierte Geschäftsbanken zu beschränken. Dieser kontrollierte Ansatz wird es ermöglichen, Erfahrungen zu sammeln, bevor man in den Nichtbanksektor expandiert. Ryoo warnt, dass stablecoins erhebliche Auswirkungen auf die Geldpolitik und die Abrechnungsmechanismen haben können. Starker Schutz ist erforderlich, um die Nutzer und die Stabilität der Märkte zu gewährleisten.
Politische Faktoren beeinflussen auch die Entwicklung von Won-stablecoins. Präsident Lee Jae Myung und die Demokratische Partei drängen auf regulatorische Rahmenbedingungen, die Won-unterstützte stablecoins erlauben. Vorgeschlagene Gesetze zielen darauf ab, die Infrastruktur aufzubauen und Südkorea davon abzuhalten, im digitalen Finanzwesen zurückzufallen. Die Regierung betrachtet stablecoins als strategisch für die zukünftige finanzielle Innovation des Landes. Diese politische Unterstützung verleiht den stablecoin-Projekten im ganzen Land Auftrieb.
Unterdessen treibt die Bank of Korea ihr Projekt zur digitalen Zentralbankwährung (CBDC) voran. Seit Ende 2023 hat die BOK Pilotversuche zur CBDC in Zusammenarbeit mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich durchgeführt. Ryoo Sang-dai bestätigte Pläne für eine zweite Pilotphase, die große Geschäftsbanken einbeziehen wird. Südkorea erkundet gleichzeitig öffentliche CBDCs und private stablecoins. Dieser duale Ansatz zielt darauf ab, das Finanzsystem des Landes durch verschiedene Formen digitaler Währungen zu modernisieren.
Die südkoreanischen Behörden verfolgen auch umfassendere Finanzreformen aufgrund digitaler Währungen. Dazu gehört die Verlängerung der Handelszeiten auf dem Währungsmarkt und die Erlaubnis für mehr ausländische Investoren zur Teilnahme. Beschleunigte Marktöffnungsreformen zielen darauf ab, einen dynamischeren Finanzmarkt zu schaffen. Solche Maßnahmen entsprechen globalen Trends zu digitalen Finanzsystemen. Gemeinsam arbeiten Banken, Regulierungsbehörden und die Regierung daran, Won stablecoins in die Finanzinfrastruktur Südkoreas zu integrieren.