XRP kämpft darum, den Widerstand von $2.4 zu durchbrechen, trotz der jüngsten Gewinne und starker vergangener Rallyes.
On-Chain-Daten zeigen die Marktfragilität, da viele kurzfristige Inhaber das Risiko von scharfen Korrekturen eingehen.
Der Rückgang der Adressaktivität und institutionelle Abflüsse deuten auf eine vorsichtige Stimmung und einen möglichen Preisrückgang hin.
Ripple’s XRP scheint im Verkehr stecken zu bleiben. Andere Altcoins sind schnell vorbeigezogen, aber Ripples Token hat Schwierigkeiten, an Geschwindigkeit zuzulegen. Es ist diesen Monat nur um 6,18 % gestiegen. Im Vergleich zu früheren Gewinnen ist das kaum ein Joggen. Schlimmer noch, der $2,4 Widerstand bleibt eine dicke Glasschicht, die XRP anscheinend nicht durchbrechen kann. Während langjährige Halter optimistisch bleiben, zeichnet die neue On-Chain-Daten ein wackeliges Bild. Investoren fragen sich jetzt: Bereitet sich XRP vor oder gibt es auf?
Warnsignale aus der On-Chain-Aktivität
Die Daten von Glassnode zeigen, dass über 70 % der realisierten Marktkapitalisierung von XRP von Ende 2024 bis Anfang 2025 stammten. Diese Art von Clustering bedeutet, dass zu viele Hände zu schnell eingestiegen sind. Wenn sich die meisten Aktivitäten auf eine Zone konzentrieren, wird der Boden dünner. Ein einziger Riss könnte die Preise abstürzen lassen. Die Geschichte beweist, dass dies nicht neu ist. Im Jahr 2017 stieg XRP auf 3,55 $, bevor es um 95 % abstürzte. Damals stieg die realisierte Obergrenze unter den jungen Coins sprunghaft an – genau wie heute. Das Gleiche geschah im Jahr 2021. Kurzfristige Inhaber stiegen ein, die Preise stiegen schnell und dann kam es zu einem Sturzflug von 80 %.
Im vergangenen Januar erreichte XRP einen Höchststand von fast 3,40 $. Jetzt sieht das Setup unheimlich ähnlich aus. Kurzfristige Halter dominieren, und die Volatilität brodelt unter der Oberfläche. Es ist, als würde man Wellen beobachten, die sich vor einem Sturm sammeln. In der Zwischenzeit erzählt die Aktivität der XRP-Adressen einen anderen Teil der Geschichte. Im März 2025 erreichten die aktiven Adressen Allzeithochs. Seitdem ist die Aktivität um 90 % gesunken. Eine leichte Erholung folgte, aber die Nutzung bleibt ein Schatten dessen, was sie einmal war.
Preischarts erhöhen den Druck
Dieser Rückgang signalisiert einen Wandel. Weniger Menschen geben XRP aus oder bewegen es. Mehr entscheiden sich, stillzuhalten, in der Hoffnung auf eine weitere große Bewegung. Aber wenn die Menge schweigt, lässt die Dynamik nach. Und damit auch das Vertrauen der Investoren. Betrachtet man das wöchentliche XRP-Diagramm, hat sich ein fallendes Keilmuster gebildet. Das ist typischerweise bullish, aber nur, wenn Käufer die obere Trendlinie durchbrechen. Bisher haben sie das nicht getan. Stattdessen ist XRP letzte Woche wieder gefallen.
Wenn dieser Rückgang anhält, könnte der Token wieder $1,76 erreichen. Dort wartet der 50-Wochen-EMA – eine wichtige Unterstützungsmarke. Vom aktuellen Niveau aus wäre das ein potenzieller Rückgang von 25 %. Nicht katastrophal, aber definitiv entmutigend. Auch das institutionelle Interesse hat einen Dämpfer erhalten. Die XRP-Flüsse sind letzte Woche um $37,5 Millionen gesunken, wodurch eine 80-wöchige Serie von Zuflüssen gebrochen wurde. Große Akteure beobachten jetzt andere Altcoins wie SOL und SUI statt dessen. Diese Stille spricht lauter als jedes Diagramm.
XRP steht an einem Scheideweg. Kennzahlen blinken Warnungen. Händler zögern. Doch dieses Token hat die Märkte zuvor schon geschockt. Die Frage ist nun, ob die treue Fangemeinde von Ripple es durch den Widerstand tragen kann – oder ob die Schwerkraft diesmal stärker zieht. Wenn die Bullen einen Ausbruch wollen, benötigen sie Volumen, Überzeugung und stärkere Beteiligung. Andernfalls könnte XRP unter dieser unerbittlichen Decke feststecken.