Der aktuelle Bitcoin-Zyklus fühlt sich im Vergleich zu früheren Bull Runs ungewöhnlich gedämpft an. Trotz der Preissteigerung bleibt das Maß an Begeisterung und Einzelhandelsbeteiligung gedämpft.
CryptoQuant ist der Ansicht, dass ein wichtiges On-Chain-Metrik diesen Wandel unterstreicht – der Prozentsatz von BTC, die ein bis einen Monat gehalten werden, ist erheblich niedriger als in früheren Zyklen.
Dies deutet darauf hin, dass der explosive Zustrom neuer Teilnehmer, der einst schnelle Preisanstiege ankurbelte, weitgehend ausbleibt.
Laut der neuesten Analyse von CryptoQuant tragen zwei Hauptfaktoren zu dieser Veränderung bei.
Zunächst hat sich das makroökonomische Umfeld dramatisch verändert. Im Gegensatz zum Zyklus 2020-2021, der von nahezu null Prozent Zinsen und aggressiver Geldpolitik angetrieben wurde, operiert der heutige Markt unter Bedingungen straffer Liquidität und dauerhaft hoher Zinsen. Kapital ist weniger bereit, frei zu fließen, was große, euphorische Preisbewegungen schwieriger macht.
Zweitens hat die Marktführerschaft von Privatanlegern zu Institutionen gewechselt, insbesondere nach der Genehmigung von Bitcoin-ETFs. Institutionelle Mittelzuflüsse sind maßvoller, was zu einem strukturierten, allmählichen Aufwärtstrend anstelle der chaotischen Volatilität früherer Zyklen beigetragen hat.
Diese sich entwickelnde Struktur hat eine vorsichtigere Marktatmosphäre geschaffen. Einige Analysten missinterpretieren dieses langsamere Tempo als Zeichen dafür, dass der Zyklus seinen Höhepunkt erreicht hat. CryptoQuant hingegen schlägt vor, dass dies verfrüht wäre. Anstelle eines traditionellen Boom-und-Bust-Musters könnte sich dieser Zyklus als längere, komplexere Entwicklung herausstellen. Die ETF-Zuflüsse bleiben stabil, und wenn sich die makroökonomischen Bedingungen entspannen, ist weiteres Potenzial nach oben weiterhin möglich.
„In Zeiten wie diesen zählt nicht das schnelle Pumpen – es geht darum, die langsamere Struktur zu verstehen und die Geduld zu haben, dabei zu bleiben.“
In seinem neuesten Marktupdate berichtete QCP Capital, dass die Risiko-Reversalen von Bitcoin bis Juni weiterhin zu Gunsten von Puts verschoben sind, was darauf hindeutet, dass die Händler weiterhin eine leicht vorsichtige Haltung im kurzfristigen Bereich einnehmen.
Diese Positionierung spiegelt eine breitere Marktunsicherheit wider, da sich der Krypto-Asset weiterhin im Bereich von 80.000 $ bis 90.000 $ konsolidiert, wobei die Teilnehmer größtenteils einen “Abwarten und Sehen”-Ansatz inmitten der Unsicherheit über die globalen Zolllandschaft verfolgen. Allerdings bemerkt QCP auch eine Verschiebung der Stimmung weiter draußen auf der Kurve.
Über das Wochenende beobachtete die Firma aggressives Kaufen von 800 Verträgen der BTC-27MAR26-100K Call-Option – ein Hinweis auf eine wachsende langfristige bullische Positionierung. Dies deutet darauf hin, dass trotz anhaltender kurzfristiger Vorsicht das institutionelle Interesse an Aufwärtsexposition zunimmt.