Fox News-Journalist Charles Gasparino teilte bemerkenswerte Informationen über die Gespräche von CEOs in den USA mit dem Weißen Haus.
Ein hochrangiger CEO, der mit Gasparino sprach, erklärte, dass US-Präsident Donald Trump offen dafür sei, den Bedenken der CEOs bezüglich der Auswirkungen von Zöllen auf die Wirtschaft und die Märkte zuzuhören. Laut Gasparino ist die größte Warnung der Geschäftswelt an Trump und seine Berater, dass der Handelskrieg, der über Zölle geführt wird, so schnell wie möglich beendet werden muss.
CEO’s betonen, dass die Gefahr einer Stagflation, bei der sowohl eine Rezession als auch Inflation in der US-Wirtschaft gleichzeitig auftreten, steigen wird, wenn diese Situation anhält. Sie warnen, dass die 10-jährigen US-Anleihezinsen 5 % erreichen werden, was viele Risiken mit sich bringt. Es wird gesagt, dass Trump schnell zu seiner wachstumsorientierten Agenda zurückkehren sollte. Das Weiße Haus hat den CEOs jedoch versichert, dass dieser Wandel bereits begonnen hat und dass es immer noch eine Grundlage für eine Einigung mit China gibt.
Gasparino weist auf eine wachsende Übereinstimmung unter den hochrangigen Investoren und Marktstrategen hin, mit denen er spricht: Wenn der Handelskrieg nicht schnell gelöst wird, ist es unvermeidlich, dass die Renditen von 10-jährigen Anleihen 5 % erreichen. Laut Gasparino führt die Trump-Administration derzeit 75 verschiedene Handelsgespräche gleichzeitig und es wird erwartet, dass das Abkommen mit China lange und mühsam sein wird. Das bedeutet auch, dass die Unsicherheit und Volatilität an den Märkten lange anhalten könnte.
Auf der anderen Seite sagte die Präsidentin der Boston FED, Susan Collins, dass sie auf den Märkten kein allgemeines Liquiditätsproblem sehen. In einem Gespräch mit dem Financial Times erklärte Collins, dass die Zentralbank über Instrumente verfügt, um einzugreifen, falls es Probleme im Marktbetrieb oder bezüglich der Liquidität geben sollte. Collins gab die Botschaft: “Die FED ist auf jeden Fall bereit, die Märkte zu stabilisieren, wenn es notwendig ist.”
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, betonte, dass die von Trump diese Woche vorgenommenen Änderungen der Zolltarife eine wichtige Taktik in den Verhandlungen über neue Handelsabkommen darstellen. Trump erklärte, dass die länderspezifischen Tarife innerhalb von 90 Tagen in Kraft treten würden und dass die Situation neu bewertet werde, wenn in diesem Zeitraum keine Einigung erzielt werden könne.
Leavitt argumentierte, dass die gegebenen 90 Tage Teil von Trumps langfristigem Plan seien und sagte: “Länder, die die Warnungen des Präsidenten ernst genommen haben, wurden in dieser Zeit mit niedrigeren Zöllen belohnt, und es wurde die Möglichkeit geschaffen, dauerhafte Lösungen zu erreichen.”
Leavitt jedoch machte keine klare Aussage darüber, ob die Tarife nach 90 Tagen erneut angewendet werden. Er deutete an, dass Trump Spielraum für Flexibilität ließ, indem er sagte: “Am Ende dieser Frist wird eine Entscheidung getroffen.”