Russland hat mit seinem Burevestnik-Programm das Konzept eines nukleargetriebenen Marschflugkörpers wiederbelebt, Jahrzehnte nachdem die USA ein ähnliches Projekt-Pluto-Design 1964 aufgegeben hatten. Das Direktzyklus-Turbojetsystem erhitzt einströmende Luft durch einen Reaktorkern, um Schub zu erzeugen, wodurch herkömmliche Treibstoffgrenzen entfallen, aber entlang der Flugbahn radioaktive Abgase entstehen. Tests haben zu tödlichen Zwischenfällen geführt, darunter eine Explosion am 08/08/2019 im Weißen Meer, bei der fünf Rosatom-Wissenschaftler ums Leben kamen. Die Bellona Foundation dokumentierte anschließende Strahlungsspitzen in der Region. Die USA gaben ihr ursprüngliches Nuklearraketenprojekt auf, weil das Antriebssystem auf seiner gesamten Flugbahn Strahlung freisetzen würde – ein Sicherheitsbedenken, das Moskaus aktuelles Programm nicht gelöst hat. Die Technologie stellt einen Ansatz aus dem Kalten Krieg dar, um durch nuklearen Antrieb eine unbegrenzte Reichweite zu erzielen, wobei operative Ausdauer gegen Umweltkontaminationsrisiken eingetauscht wird, die westliche Verteidigungsplaner vor sechs Jahrzehnten dazu veranlassten, vergleichbare Bemühungen einzustellen.
Während des Kalten Krieges verfolgten beide Supermächte den nuklearen Antrieb für strategische Ausdauer. Die USA erkundeten Project Pluto, ein nukleargetriebenes Triebwerk, das eine Rakete ohne Auftanken über außergewöhnliche Entfernungen in der Luft halten sollte. Der Reaktor benötigte eine Wechselwirkung mit der Außenluft, um Schub zu erzeugen, was bedeutete, dass radioaktive Abgase ein inhärentes Merkmal des Designs und kein unbeabsichtigtes Nebenprodukt waren. Die USA stellten Project Pluto letztlich nicht wegen eines technischen Versagens ein, sondern weil die Umwelt- und Sicherheitsauswirkungen zu extrem waren, um es verantwortungsvoll zu betreiben.
Forscher des MIT veröffentlichten eine Analyse, die Burevestnik als einen nuklearen Turbojet im Direktzyklus beschreibt. Außenluft strömt durch den Reaktorkern, erhitzt sich durch Kernspaltung und wird dann als Antrieb nach hinten ausgestoßen. Das System ist laut der Analyse etwa 9,5 Meter lang. Die Abgase können radioaktive Nebenprodukte wie Isotope von Argon, Krypton und radioaktivem Kohlenstoff sowie Partikel aus Reaktorabrieb unter Hitze und Druck enthalten.
Eine Explosion am 08/08/2019 im Weißen Meer tötete fünf Rosatom-Wissenschaftler, die weithin mit Arbeiten an exotischen Antriebssystemen in Verbindung gebracht wird. Die Bellona Foundation meldete nach dem Vorfall Strahlungsspitzen. Die MIT-Analyse wirft die Möglichkeit auf, dass ein geborgener Reaktor während der Handhabung wieder aktiviert worden sein könnte, und hebt Lebenszyklusrisiken jenseits des Flugbetriebs hervor.
Ein nukleargetriebener Marschflugkörper kann theoretisch über längere Zeiträume in der Luft bleiben und sich aus unerwarteten Richtungen nähern, was die Planung der Raketenabwehr und die Überwachungsabdeckung erschwert. Das Antriebssystem beseitigt herkömmliche Treibstoffbeschränkungen, erzeugt jedoch eine kontinuierliche Strahlungsfreisetzung entlang der Flugbahn. Je länger die Rakete fliegt, desto mehr radioaktives Material könnte sie potenziell auf ihrer Flugbahn verteilen.
Welches Antriebssystem verwendet Russlands Burevestnik-Rakete?
Burevestnik verwendet einen nuklearen Turbojet im Direktzyklus, bei dem Außenluft durch einen Reaktorkern strömt, sich durch Kernspaltung erhitzt und als Antrieb ausgestoßen wird. Das System ist laut MIT-Forschern etwa 9,5 Meter lang.
Warum haben die USA Project Pluto 1964 eingestellt?
Die USA stellten Project Pluto ein, weil das nukleargetriebene Triebwerk entlang der gesamten Flugbahn radioaktive Abgase freisetzen würde. Die Umwelt- und Sicherheitsauswirkungen wurden als zu extrem angesehen, um es trotz technischer Machbarkeit zu betreiben.
Was geschah beim Vorfall im Weißen Meer 2019 mit Burevestnik?
Eine Explosion am 08/08/2019 im Weißen Meer tötete fünf Rosatom-Wissenschaftler während Arbeiten, die mit exotischen Antriebssystemen in Verbindung stehen. Die Bellona Foundation dokumentierte nach dem Vorfall Strahlungsspitzen.
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