Mit fallenden Bitcoin-Preisen sinkt auch die Strategie von MicroStrategy, dem Pionier im Bereich Bitcoin-Reserven, deren CEO Phong Le die Ausgabe einer perpetualen Sonderaktie namens „Stretch“ ankündigte. Durch eine variable Dividende von bis zu 11,25 % soll diese Investoren anziehen, die digitale Vermögenswerte exposure suchen, aber vor Volatilität Angst haben. Zugleich spiegelt dies die Herausforderung wider, vor der das Unternehmen steht: Das bisher auf „Aktienkurs-Überpreisung“ basierende Modell, bei dem gewöhnliche Aktien zur Kapitalbeschaffung genutzt wurden, verliert an Wirksamkeit, da die Überpreisung verschwindet. Das Management sucht daher nach alternativen Finanzierungswegen, um die langfristige Haltestrategie aufrechtzuerhalten.
MicroStrategy Finanzierungswandel: Hochverzinsliche Sonderaktien gegen Volatilitätsrisiko
Das von Strategy eingeführte perpetuale Vorzugsaktienprodukt „Stretch“, Börsenkürzel STRC, ist ein Ergebnis der Finanztechnik im sich wandelnden Kapitalmarktumfeld. Dieses Instrument bietet derzeit eine variable Dividende von 11,25 % und versucht durch eine monatliche Neufestsetzung des Zinssatzes, den Nennwert bei etwa 100 US-Dollar zu halten. Ziel ist es, die hochvolatilen „digitale Kapital“ in eine Art festverzinsliches Produkt umzuwandeln, um Investoren zu beruhigen, die durch die jüngsten Krypto-Marktliquidationen verängstigt sind. Obwohl die Sonderaktien derzeit nur einen kleinen Teil der jüngsten Finanzierungen ausmachen, könnten sie in Zeiten großer Schwankungen der Aktienkurse und dem Verlust von Überpreisungs-Vorteilen eine wichtige Quelle für Liquidität werden.
Strategy kündigte zuvor an, dass alle Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien in den Jahren 2025 und den kommenden zehn Jahren gemäß US-Bundessteuerrecht als „Kapitalrückführung“ (Return of Capital, ROC) gelten. Das bedeutet, dass die Zahlungen an Investoren keine sofortigen steuerpflichtigen Dividenden sind, sondern die Rückführung der Investitionskosten. Für taiwanesische Investoren löst dies das langjährige Problem der hohen Quellensteuer auf US-Aktien, sodass die ursprünglich hohen jährlichen Renditen von 8 % bis 11 % vollständig bei den Anlegern ankommen, ohne durch die 30%ige Quellensteuer geschmälert zu werden.
(Kauf von MicroStrategy-Vorzugsaktien mit 10 % hoher Dividende, taiwanesische Investoren sind steuerfrei)
Vermögenswerte unter Druck: Kurskorrekturen und Überpreisungsmodelle vor Herausforderungen
Die Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds hat die Finanzstruktur von Strategy erheblich belastet. Nachdem der Bitcoin-Preis seit dem Hoch im Oktober 2025 um fast 50 % gefallen ist, verzeichnete das Unternehmen im vierten Quartal einen Nettoverlust von bis zu 12,4 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich aufgrund der unrealisierte Wertminderung von 17,4 Milliarden US-Dollar auf die gehaltenen BTC. Noch entscheidender ist, dass der Kernmechanismus „Flywheel“, bei dem das Unternehmen durch den hohen Überpreis bei Aktien im Vergleich zum Bitcoin-Bestandswert mehr Aktien ausgibt, um mehr Bitcoin zu kaufen, zunehmend erschwert wird. Mit dem Verschwinden der Überpreisung und der Verknappung der Kapitalmärkte wird es für MicroStrategy schwieriger, kostengünstig durch gewöhnliche Aktien zu finanzieren. Obwohl die über 710.000 Bitcoin einen enormen Vermögenswert darstellen, werden sie im Bärenmarkt auch zu einer Belastung, die den Aktienkurs drückt und die Buchgewinne schmälert.
(MicroStrategy mit einem Verlust von 17,4 Milliarden US-Dollar bei Bitcoin, Saylor betont HODL-Strategie)
Michael Saylor beharrt auf langfristigem Halten und weist Zweifel an Marktliquidationen zurück
Trotz der angespannten Finanzlage bleibt Michael Saylor, Vorstandsvorsitzender, bei seiner absoluten Long-Position auf Bitcoin und versucht, das Marktvertrauen zu stabilisieren. Er betont, dass die Befürchtungen, das Unternehmen könnte bei fallenden Kursen seine Bestände verkaufen, um Schulden zu tilgen oder Verluste zu begrenzen, unbegründet seien. Er bekräftigt, dass das Unternehmen seine Strategie, regelmäßig Bitcoin zu kaufen, unverändert fortsetzt.
Dennoch spiegelt sich die Skepsis am Markt im Kursverlauf wider: Die Aktie ist in diesem Jahr bereits um 18 % gefallen. Investoren fragen sich vor allem, ob Strategy ohne Überpreisungsdividende allein durch hochverzinsliche Sonderaktien oder Schuldtitel langfristig die riesige Bilanz tragen kann, ohne in eine Liquiditätskrise zu geraten.
Dieser Artikel erschien zuerst bei Chain News ABMedia: „Bitcoin-Resonanz? MicroStrategy setzt auf Vorzugsaktien STRC mit hoher Dividende und niedriger Volatilität.“
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