Im Jahr 2025 floss neues Kapital in den Kryptomarkt, blieb jedoch größtenteils in großen Vermögenswerten wie Bitcoin und Ether gebunden. Ein Wintermute-Bericht zeigt, wie ETFs, Optionsmärkte und das veränderte Verhalten der Privatanleger die Marktstruktur neu formten.
Kryptomärkte zogen 2025 frische Liquidität an, doch dieses Kapital verteilte sich nicht gleichmäßig im Ökosystem. Laut Wintermute’s Digital Asset OTC Markets 2025-Bericht blieb der Zufluss eng auf Bitcoin, Ether und eine kleine Gruppe großer Token konzentriert, was das Marktverhalten grundlegend veränderte.
Der Bericht, basierend auf Wintermute’s proprietären Over-the-Counter-Flussdaten, zeigt, dass börsengehandelte Fonds (ETFs) und digitale Vermögenswerte-Trusts (DATs) die primären Einstiegspunkte für Kapital wurden. Ihre Mandate lenkten das Geld natürlich in BTC, ETH und ausgewählte Major-Tokens, was nur wenig Spillover für den breiteren Altcoin-Markt ließ. Infolgedessen materialisierte sich die lang erwartete Rotation in kleinere Tokens nie.
Altcoins spürten die Auswirkungen direkt. Durchschnittliche Altcoin-Rallyes dauerten 2025 etwa 20 Tage, deutlich kürzer als rund 60 Tage im Jahr 2024. Beliebte Narrative, einschließlich Memecoin-Launchpads, Perpetual DEXs und KI-bezogene Tokens, stiegen schnell an, verschwanden aber ebenso schnell, als die Liquidität weiterzog.

Zeichen für eine Marktreife zeigten sich auch im Derivatemarkt. Das Optionsgeschäft stieg stark an, verdoppelte sich im Jahresvergleich und vervierfachte sich vom vierten Quartal 2024 bis zum vierten Quartal 2025. Die Nutzung verlagerte sich weg von reinen Richtungswetten hin zu systematischeren Strategien wie Ertragsgenerierung, Abwärtsabsicherung und gedeckten Calls.
Das Verhalten der Privatanleger verstärkte den Konzentrationstrend weiter. Ein Großteil der spekulativen Aufmerksamkeit, die zuvor in Krypto floss, verlagerte sich auf Aktien, insbesondere Themen rund um KI, Robotik und Quantencomputing.
Regionally änderte sich die Positionierung phasenweise, anstatt alles auf einmal. Asiatische Investoren verkauften während der tarifbedingten Volatilität im April, europäische Zuflüsse wurden im Sommer umverteilt, und US-Investoren führten bis zum Jahresende Nettoverkäufe durch, da die Federal Reserve eine hawkischere Haltung signalisierte.
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Der Bericht argumentiert, dass diese Dynamik auf einen tieferen Wandel hindeutet. Der traditionelle vierjährige Krypto-Zyklus scheint sich abzuschwächen, ersetzt durch einen Markt, der von den Orten beeinflusst wird, an denen Liquidität eintritt, und von den Bereichen, auf die sich die Investoren konzentrieren. 2025 bestimmte Konzentration, nicht Zyklen, die Performance.
Für die Zukunft nennt Wintermute drei Faktoren, die das Muster 2026 verändern könnten: breitere ETF- und DAT-Mandate, ein BTC- und ETH-Rally, die einen Wohlstandseffekt erzeugen, oder eine erneute Verschiebung des Privatanlegersfokus zurück auf Krypto.
Der Großteil des Kapitals floss in Bitcoin und Ether via ETFs und Trusts, was für Altcoins nur begrenzte Liquidität übrig ließ.
Die Liquidität blieb auf große Vermögenswerte konzentriert, wodurch die Rallyes der Altcoins auf etwa 20 Tage verkürzt wurden.
Das Optionsgeschäft stieg stark an, da Händler Hedging- und Ertragsstrategien gegenüber Richtungswetten bevorzugten.
Breitere ETF- und DAT-Mandate, ein BTC–ETH-Wohlstandseffekt oder erneutes Interesse der Privatanleger könnten die Liquidität verteilen.