Ethereum steht vor der bedeutendsten Architektur-Upgrade seit der “Merge”. Heute findet der erste L1-zkEVM-Workshop statt, bei dem erstmals ein vollständig neues Blockvalidierungssystem auf Basis von Zero-Knowledge-Proofs vorgestellt wird. Dieses System verspricht schnellere Blockbestätigungen, ressourcenschonendere Abläufe und eine deutlich niedrigere Einstiegshürde.
Ladislaus.eth, Forscher bei der Ethereum Foundation, bezeichnet dies als eine der tiefgreifendsten Upgrades in der Geschichte des Netzwerks. Im Kern des Fahrplans steht EIP-8025 „Optional Proof of Execution“, das es einigen Validatoren (zkAttesters) ermöglicht, Blöcke durch kryptografische Beweise zu bestätigen, ohne jede einzelne Transaktion neu ausführen zu müssen. Für bestehende Knoten ist dies eine optionale Lösung, die keine Migration erzwingt, aber Nutzer, die sie übernehmen, profitieren von erheblichen Effizienzgewinnen.
Im aktuellen Modus müssen Validatoren alle Transaktionen vollständig neu abspielen, was bei wachsender Chain-Aktivität die Rechen- und Speicherbelastung kontinuierlich erhöht. Mit der Einführung von ZK-Proofs kann die Validierung in kürzerer Zeit erfolgen, ohne dass vollständige Daten gespeichert werden müssen. Das bedeutet, dass auch gewöhnliche Computer an der Validierung teilnehmen können. Unabhängige Staker und Heimknoten sind nicht mehr durch hohe Hardwarekosten eingeschränkt, was zur Erhaltung einer dezentralen Struktur beiträgt.
Auf der Sicherheitsebene wird das Netzwerk Beweise von mehreren Clients integrieren, die bei Erreichen eines festgelegten Anteils die Bestätigung des Blocks vornehmen. So wird ein Gleichgewicht zwischen Effizienz und Dezentralisierung erreicht. Zudem sind höhere Gas-Limits und schnellere Ausführungsgeschwindigkeiten realisierbar.
Dieses Upgrade wird parallel zur institutionellen Expansion vorangetrieben. Fidelity Digital, Morgan Stanley, Grayscale, BlackRock, Standard Chartered und andere Institutionen erweitern ihre Ethereum-bezogenen Aktivitäten. David Walsh, Leiter des Unternehmens bei der Ethereum Foundation, betont, dass das Jahr 2026 erst der Anfang sei und die Ecosystem-Entwicklung bereits Anzeichen für eine Beschleunigung zeigt.
L1-zkEVM wird zudem mit zkVM-Lösungen wie ZisK, OpenVM und RISC Zero gemeinsame Schnittstellen für Ausführung und Beweisübermittlung teilen, um eine einheitliche Validierungsgrundlage für Layer 2 und die Basisschicht zu schaffen. Der Workshop wird sich mit Themen wie Beweisstandards, Konsensintegration, Infrastruktur und Sicherheitsüberprüfung beschäftigen und markiert den Eintritt der Ethereum-Validierungssysteme in eine neue, beweisgetriebene Phase.
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