Allerdings hat die Reichweite dieser Marktbewegung inzwischen deutlich über klassische Kapitalmärkte hinaus ausgeschlagen. Da Krypto-Plattformen nach und nach IPO-Zeichnungsdienste speziell für Retail-Nutzer einführen, sorgt die Notierung von SpaceX für einen völlig neuen Investitionskanal: Er ermöglicht es Investoren weltweit, vor der offiziellen Unternehmensnotierung ihr Zeichnungsinteresse einzureichen und Zuteilungsanteile an Aktien zu erhalten.

SpaceX plant, zu einem Preis von 135 US-Dollar pro Aktie rund 555,6 Millionen Aktien auszugeben; die Gesamtbewertung des Börsengangs liegt bei 1,75 Billionen bis 1,8 Billionen US-Dollar. Das ist nicht nur das größte IPO in der Geschichte der modernen Finanzwelt, sondern übertrifft auch die Rekord-Mittelbeschaffung von Saudi Aramco im Jahr 2019 in Höhe von 29,4 Milliarden US-Dollar.
Strukturell betrachtet sieht dieser IPO bestimmte Sonderregelungen vor: Die traditionelle Bookbuilding- und Orderbook-Kauf-Runde wird übersprungen; stattdessen wird der Emissionspreis direkt auf 135 US-Dollar je Aktie festgelegt. Retail-Investoren erhalten dadurch einen Anteil an neuen Aktien von bis zu 30% – deutlich höher als die typische Zuteilungsquote von 5% bis 10% für Privatkunden bei den meisten IPOs. Das Konsortium der Underwriter ist sehr groß: angeführt von Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan, zudem sind weitere 18 Banken beteiligt.
Allerdings können nicht alle Investoren über traditionelle Kanäle an diesem Fest teilnehmen. Aufgrund von Exportbeschränkungen für Schlüsseltechnologien und regulatorischen Risiken wurden die Underwriter ausdrücklich darauf hingewiesen, keine Bestellungen von Investoren aus Hongkong und dem chinesischen Festland anzunehmen. Diese Einschränkung macht genau den differenzierenden Wert des direkten IPO-Dienstes von Krypto-Plattformen deutlich.
Die Nachfragedaten sprechen für sich. Ein Marktinteresse von rund 150 Milliarden US-Dollar entspricht einer Überzeichnungsrate von etwa dem Doppelten. Zwar liegt diese Größenordnung beim Vergleich mit Technologie-„Stars“-IPOs eher im moderaten Bereich – Wall Street betrachtet üblicherweise das 4- bis 5-fache als Erfolgsmaßstab –, doch angesichts der außergewöhnlichen IPO-Größe von 75 Milliarden US-Dollar bleibt diese Nachfrage dennoch beeindruckend.
Die Begeisterung institutioneller Investoren hat mehrere Gründe. Zunächst die Geschäftskonstruktion von SpaceX selbst: die drei Säulen Connectivity-Geschäft (Starlink), Raumfahrtgeschäft (Raketen + Starship) und AI-Geschäft (xAI) ergeben einen klaren Wachstumspfad. Starlink erwirtschaftete 2025 11,387 Milliarden US-Dollar Umsatz, also 61% des SpaceX-Gesamtumsatzes, mit einem Wachstum von nahezu 50% gegenüber dem Vorjahr. Bis Ende März 2026 haben die global aktiven Nutzerzahlen bereits die Marke von 10 Millionen überschritten.
Zweitens die jüngsten bedeutenden kommerziellen Fortschritte. SpaceX hat angekündigt, eine Vereinbarung mit Alphabet bzw. Google getroffen zu haben: Google wird SpaceX monatlich 920 Millionen US-Dollar zahlen – bis 2029. Zuvor bekannt gewordene ähnliche Absprachen mit Anthropic sowie die Erwartung von Goldman Sachs, dass SpaceX’ KI-Umsätze bis 2030 um das 100-Fache wachsen könnten, verstärken die Marktwahrnehmung weiter, dass diese Firma eine „KI-Infrastruktur“ sei.
Tesla stieg am 8. Juni um 4,59% auf 408,95 US-Dollar; zugleich legte der S&P-500-Index nur um 0,3% zu. Dieser Anstieg ist kein isoliertes Ereignis – die sich aufheizende Erwartung an das SpaceX-IPO und die Anhebung des Ratings durch JPMorgan wirken als doppelte Schubkraft.
JPMorgan-Analyst Rajat Gupta hob Teslas Rating von „Underperform“ auf „Neutral“ an; das Kursziel wurde von 145 US-Dollar deutlich auf 475 US-Dollar angehoben – ein Plus von mehr als 227%. Der Kern der Anpassungslogik besteht darin, Tesla als Anlageziel für „Physical AI“ neu zu definieren: der Fokus liegt auf der Möglichkeit, dass Robotaxis (Robotaxi), humanoide Roboter (Optimus) und KI-Services nach 2030 die wichtigsten Gewinnhebel darstellen – statt Tesla lediglich als klassischen Autohersteller zu betrachten.
Zwischen dem JPMorgan-Report und dem SpaceX-IPO besteht eine subtile Verbindung. JPMorgan ist selbst einer der wichtigsten Underwriter für das SpaceX-IPO; die Gesamteinschätzung des Unternehmensportfolios im Besitz von Musk könnte aus einer umfassenderen Perspektive neu konstruiert worden sein. Tesla hält derzeit fast 19 Millionen Aktien von SpaceX; ausgehend vom IPO-Preis beträgt der Wert etwa 2,6 Milliarden US-Dollar. Auch die Zusammenarbeit beider Unternehmen in Bereichen wie KI-Anwendungen und Halbleiterfertigung vertieft sich weiter.
Am Markt gibt es sogar Spekulationen über eine mögliche zukünftige Fusion beider Unternehmen. Im Vorhersagemarkt Kalshi halten die Wettenden die Wahrscheinlichkeit, dass SpaceX und Tesla bis Mai 2027 fusionieren, bei etwa 50%; bei Polymarket liegt die Einschätzung für eine Fusion bis Ende 2026 bei etwa 43%.
Der Einfluss des SpaceX-IPO auf den Krypto-Markt zeigt sich mindestens in drei Bereichen. Auf der Ebene der Liquiditäts-„Absaugung“ haben Analysten bereits Bedenken geäußert, dass das IPO möglicherweise Liquidität aus Technologiewerten und anderen Assets abziehen könnte – der Index der „Big Tech“-Sieben verzeichnete im vergangenen Monat lediglich ein Plus von 2%, während einige Krypto-Assets in diesem Zeitraum einen gewissen Rücksetzer erlebten. Da das SpaceX-IPO sehr groß ist und schnell in den NASDAQ-100-Index aufgenommen wird, müssen aktiv verwaltete Fonds möglicherweise ihre Bestände anpassen, um den Cash für die Teilnahme an der Zeichnung aufzubringen.
Auf der Ebene von Asset-Verknüpfungen gibt es bereits belastbare Verbindungen zwischen SpaceX und der Krypto-Welt. Daten zeigen, dass SpaceX über einen Krypto-verwahrenden Dienst etwa 8.285 Bitcoins hält – mit einem Wert von rund 603 Millionen US-Dollar – und diese Position seit Mitte 2024 kontinuierlich beibehält. Damit gehört SpaceX zu den größten bekannten Unternehmensinhabern von Bitcoin.
Auf der Ebene von Produktinnovationen verändert der Dienst, der stellvertretend für Gate steht – „Direktes IPO (IPO Access)“ – die Art und Weise, wie Retail-Investoren an weltweit beliebten IPOs teilnehmen. Nutzer können ihre Zeichnungsabsicht direkt über die Krypto-Plattform einreichen, mit USDT an der Zeichnung teilnehmen und nach Erhalt der Zuteilung die Aktien in ihr Konto überführen, um sie dort zu handeln. Dieses Modell eröffnet Chancen, die bislang in klassischen IPOs durch regionale und finanzielle Hürden begrenzt waren, einer breiteren Nutzerschicht.
Das direkte IPO ist ein One-Stop-Service, den Krypto-Plattformen entwickelt haben, um die zu hohen Hürden traditioneller IPO-Teilnahmen zu adressieren. Am Beispiel von Gate’s IPO Access sind die Kernmechanismen wie folgt: Während der Zeichnungsphase vor dem SpaceX-Listing reichen Nutzer ihre Zeichnungsbeträge mit USDT ein; die Plattform berechnet die Gewichtung anhand des durchschnittlichen eingesperrten Betrags des Nutzers während der Zeichnungsphase. Je früher man sich an der Zeichnung beteiligt und je länger man sperrt, desto größer ist die Chance, eine höhere Zuteilungsgewichtung zu erhalten. Nach Abschluss des IPO verteilt die Plattform Aktienanteile basierend auf der tatsächlich erhaltenen Zuteilungsmenge nach Maßgabe der Gewichtungsregeln. Nutzer, die eine Zuteilung erhalten, bekommen ihre Aktien direkt auf ihr Gate-Aktienkonto übertragen und können sie über die App halten oder verkaufen.
Im Vergleich zum traditionellen Pfad zur IPO-Teilnahme weist das direkte IPO drei differenzierende Merkmale auf. Erstens: niedrigere Hürden – bei traditionellen IPOs werden üblicherweise bestimmte Brokerkonten, höhere finanzielle Schwellen oder der Status als qualifizierter Investor vorausgesetzt; beim direkten IPO liegt die minimale Zeichnungssumme nur bei 100 USDT. Zweitens: weniger regionale Einschränkungen – Nutzer aus bestimmten Regionen, die wegen Compliance-Regeln der Underwriter aus traditionellen Zeichnungswegen ausgeschlossen sind, können über Krypto-Plattformen teilnehmen. Drittens: einfachere Abläufe – von Zeichnungsantrag über Mittel-Sperrung bis hin zur Zuteilungszuleitung und zum Handel im Sekundärmarkt wird alles in einer einzigen Plattform erledigt, ohne plattformübergreifende Schritte.
Auch wenn das direkte IPO die Eintrittshürde senkt, müssen Investoren weiterhin einen klaren Rahmen für das Risikoverständnis aufbauen.
Zuerst das Risiko der Ungewissheit der Zuteilung. Das direkte IPO nutzt ein System der Zeichnungsabsicht: Ob Nutzer am Ende eine Zuteilung erhalten und in welcher Menge, hängt von dem Betrag ab, den die Plattform tatsächlich im IPO erhält, sowie vom Gewichtungsranking der Nutzer. Beim Beispiel SpaceX: Aufgrund der extrem starken globalen Zeichnungsnachfrage könnte die Plattform nur über einen begrenzten Anteil verfügen; manche Nutzer erhalten möglicherweise nur einen Teil der Zuteilung oder sogar gar keine. Das während der Zeichnungsabsichtsphase eingesperrte Kapital wird im Fall ohne Zuteilung zurückerstattet, aber die Opportunitätskosten, die in der Zwischenzeit entstehen, müssen von den Nutzern selbst getragen werden.
Zweitens: Zeitkosten des gesperrten Kapitals. Während der Zeichnungsphase müssen Nutzer USDT sperren; die Sperrdauer reicht typischerweise vom Beginn der Zeichnung bis zum Tag der Veröffentlichung der Ergebnisse der IPO-Zuteilung. In dieser Zeit kann das gesperrte Kapital nicht für andere Trades oder Finanzierungen genutzt werden; Nutzer sollten daher ihre Planung an ihre eigene Finanzsituation anpassen.
Darüber hinaus dürfen Regulierungs- und Compliance-Risiken nicht ignoriert werden. Da sich die IPO-Zeichnungsrichtlinien in verschiedenen Rechtsräumen unterscheiden, können Nutzer in manchen Regionen möglicherweise nicht am direkten IPO teilnehmen. Vor der Einreichung der Zeichnung sollten Nutzer die Plattformankündigungen und die relevanten Bedingungen sorgfältig lesen, um zu bestätigen, dass sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen.
Das erfolgreiche IPO von SpaceX könnte sehr wahrscheinlich ein Katalysator für die Neugestaltung der Exit-Wegstruktur im Primärmarkt der Tech-Branche werden. OpenAI und Anthropic werden vom Markt bereits klar als die nächsten zwei großen potenziellen Super-IPO-Kandidaten betrachtet. Wenn Kapitalmärkte sehen, dass SpaceX in dieser Größenordnung an die Börse geht und das Doppelte überzeichnet wird, könnten andere führende Unicorns im KI-Bereich ihre Bewertungen und die Beurteilung des Exit-Fensters an diesem Maßstab ausrichten.
Für Krypto-Plattformen liegt die größere Bedeutung des SpaceX-IPO darin, dass ein neuer Geschäftsweg validiert wird: die Teilnahme am traditionellen IPO für globale Nutzer mit niedrigeren Hürden und in bequemerer Form zu öffnen. Der erfolgreiche Betrieb des direkten IPO-Dienstes bedeutet, dass Krypto-Handelsplattformen die Chance haben, eine Brücke zwischen Liquidität im traditionellen Primärmarkt und im Sekundärmarkt zu bilden. Der Kernwert solcher Dienste besteht darin, dass sie die grundlegenden Schmerzpunkte lösen, an denen normale Anleger in der Anfangsphase der Börsennotierung von Top-Unternehmen nicht teilnehmen können.
Mögliche zukünftige Entwicklungsrichtungen umfassen: dass mehr nicht gelistete Unternehmen aus Bereichen wie KI, Raumfahrt und Energie in den Abdeckungsbereich des direkten IPO aufgenommen werden; dass tokenisierte Produkte oder Punktesysteme rund um IPO-Zeichnungen weiter ausgebaut werden; und dass die Verknüpfung solcher Dienste mit Plattformprodukten wie Aktienhandel und Finanzanlage nach und nach vertieft wird.
Q:Wie ist der konkrete Zeitplan für das SpaceX IPO?
A:Die endgültige IPO-Preisfestsetzung für SpaceX wird am 11. Juni festgelegt; voraussichtlich beginnt am 12. Juni der offizielle Handel an der NASDAQ, wobei das Tickersymbol SPCX lautet. Der Emissionspreis pro Aktie ist auf 135 US-Dollar festgelegt; geplant sind rund 555,6 Millionen Aktien, die Mittelbeschaffung beträgt etwa 75 Milliarden US-Dollar, was einer Bewertung von rund 1,8 Billionen US-Dollar entspricht.
Q:Welche Verbindungen gibt es zwischen dem SpaceX IPO und dem Krypto-Markt?
A:Die Verknüpfungen zeigen sich vor allem in drei Punkten: beim Mittelfluss – ein Teil der Investoren muss möglicherweise Krypto-Assets verkaufen, um Cash für die Teilnahme an der Zeichnung zu erhalten; bei der Produktinnovation – Krypto-Plattformen haben direkte IPO-Zeichnungsdienste eingeführt, mit denen Nutzer an den Anträgen vor dem Listing teilnehmen können; beim Asset-Halten – SpaceX selbst hält etwa 8.285 Bitcoins und ist damit einer der größten bekannten Unternehmensinhaber von Bitcoin.
Q:Was ist Gates direktes IPO (IPO Access) und wie nimmt man an der Zeichnung für SpaceX teil?
A:Das direkte IPO ist ein IPO-Interessenszeichnungsservice, den Gate anbietet. Nutzer können vor dem offiziellen Börsengang des Unternehmens einen Zeichnungsantrag einreichen. In diesem ersten Projekt ist SpaceX enthalten; es unterstützt die Teilnahme mit USDT. Die minimale Zeichnungsabsicht beträgt 100 USDT, die maximale 500.000 USDT. Die Plattform verteilt die Gewichtung nach dem durchschnittlich gesperrten Betrag des Nutzers während der Zeichnungsabsichtsphase; je früher man den Sperrbetrag einsetzt, desto größer ist die Chance auf eine höhere Zuteilungsgewichtung. Nach Ende des IPO, falls eine Zuteilung erfolgt, werden die Aktien direkt in das Gate-Aktienkonto des Nutzers eingezahlt; der Handel wird über die App unterstützt – mit Version v8.21.5 und höher.
Q:Warum steigt der Tesla-Kurs im Zusammenhang mit dem SpaceX IPO?
A:Tesla und SpaceX werden beide von Musk kontrolliert; die Zusammenarbeit beider Unternehmen in Bereichen wie KI-Anwendungen und Halbleiterfertigung vertieft sich zunehmend. Zudem hält Tesla fast 19 Millionen Aktien von SpaceX; auf Basis des IPO-Preises entspricht das einem Wert von etwa 2,6 Milliarden US-Dollar. Der Markt interpretiert dies als gegenseitige Bestätigung des Unternehmenswerts im Musk-Portfolio, was die Bewertungserwartungen für Tesla anhebt.
Q:Bekomme ich beim direkten IPO garantiert eine Zuteilung?
A:Nicht unbedingt. Das direkte IPO nutzt ein System der Zeichnungsabsicht; das endgültige Zuteilungsergebnis hängt von dem Betrag ab, den die Plattform tatsächlich im IPO erhält, sowie vom Gewichtungsranking der Nutzer. Nutzer können die komplette Zuteilung, eine teilweise Zuteilung oder unter Umständen keine Zuteilung erhalten. Es wird empfohlen, vor Einreichung der Zeichnungsabsicht die Plattformankündigungen sorgfältig zu lesen, um die konkreten Zuteilungsregeln und Risikohinweise zu verstehen.
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