Metaplanet Inc. (TSE: 3350), die japanische Investmentgesellschaft, die oft als Asiens Version von Strategy bezeichnet wird, hat am Mittwoch ihre Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht und dabei eine massive Ausweitung ihrer digitalen Vermögenswerte in der Schatzreserve offengelegt.
Das Unternehmen gab bekannt, dass seine gesamten Bitcoin-Bestände zum 31. März 2026 bei 40.177 BTC lagen. Dieser Meilenstein festigt Metaplanets Position als führende börsennotierte Bitcoin-Treasury außerhalb der US-Märkte. Im Dreimonatszeitraum bis zum 31. März setzte die Gesellschaft aggressiv auf die Kapitalmärkte, um Sats aufzuschichten, und führte im Februar und März Drittzuweisungen durch, die insgesamt über 53.038 Millionen Yen (336,11 Millionen US-Dollar) an Bruttoerlösen einbrachten.
Trotz des Wachstums bei den zugrunde liegenden Vermögenswerten erlitt das Unternehmen an der Ergebnisuntergrenze einen deutlichen Rückschlag – aufgrund buchhalterischer Anforderungen. Metaplanet meldete einen quartalsweisen Nettoverlust von 114.493 Millionen Yen (725,56 Millionen US-Dollar). Unternehmensvertreter erklärten, der Verlust sei vor allem durch nicht operative Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht zahlungswirksamen Bitcoin-Bewertungsverlusten in Höhe von 116.356 Millionen Yen (737,36 Millionen US-Dollar) verursacht worden, da sich die Marktpreise im Verlauf des Quartals korrigierten.
Die operativen Ergebnisse erzählten eine andere Geschichte und spiegelten den Erfolg der neuen Erlösquellen wider. Die Nettoerlöse stiegen im Jahresvergleich um 251,1% auf 3.080 Millionen Yen (19,52 Millionen US-Dollar). Dieses Wachstum wurde durch das Geschäft „Bitcoin Income Generation“ angetrieben, das die Schatzreserve nutzt, um Optionsprämien zu vereinnahmen. Der operative Gewinn zog nach und stieg um 282,5% auf 2.267 Millionen Yen (14,37 Millionen US-Dollar).
CEO Simon Gerovich betonte das Engagement des Unternehmens für seinen „Bitcoin Standard“, der erstmals im April 2024 eingeführt wurde. Das Unternehmen hält mittlerweile rund 87% aller Bitcoins, die bei börsennotierten Unternehmen in Japan gehalten werden. Gerovich hob hervor, dass das Unternehmen nicht nur ein passiver Halter ist, sondern eine digitale Kapitalplattform für die Zukunft des Finanzwesens aufbaut.
Eine zentrale Kennzahl für das Unternehmen ist die „BTC Yield“, die das Wachstum der Bitcoin-Bestände im Verhältnis zu vollständig verwässerten Aktien misst. Für das erste Quartal 2026 meldete Metaplanet eine BTC Yield von 2,8%. Das deutet darauf hin, dass das Unternehmen, obwohl es neue Aktien ausgab, um Käufe zu finanzieren, es dennoch schaffte, die Menge an Bitcoin, die jede einzelne Aktie absichert, zu erhöhen.
Das Unternehmen ging außerdem dazu über, seine Finanzierung zu diversifizieren. Metaplanet nutzte durch Bitcoin besicherte Kreditfazilitäten und emittierte im Februar Aktien im Wert von 12.239 Millionen Yen (77,56 Millionen US-Dollar), gefolgt von 40.799 Millionen Yen (258,55 Millionen US-Dollar) im März. Die gesamten Vermögenswerte beliefen sich zum Ende des Quartals auf 466.654 Millionen Yen (2.957,25 Millionen US-Dollar), wobei Bitcoin 435.717 Millionen Yen (2.761,16 Millionen US-Dollar) dieses Wertes ausmachte.
Mit Blick nach vorn hielt Metaplanet an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Das Unternehmen rechnet damit, bis Jahresende 16.000 Millionen Yen (101,39 Millionen US-Dollar) in Nettoerlösen und 11.400 Millionen Yen (72,24 Millionen US-Dollar) im operativen Gewinn zu erreichen. Während Japan sich 2027 auf einen klarer definierten regulatorischen Rahmen für Krypto-Assets zubewegt, scheint Metaplanet positioniert zu sein, die Institutionalisierung dieser Asset-Klasse in der Region anzuführen.
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