
Alphabet unter dem Dach von Google hat zugestimmt, ab Oktober bis Juni 2029 jeden Monat 920 Millionen US-Dollar an SpaceX zu zahlen, um dessen Rechenleistung zu erhalten; der Gesamtbetrag während der Vertragslaufzeit liegt bei rund 30 Milliarden US-Dollar. SpaceX hat am 7. Juni in behördlichen Unterlagen diese Vereinbarung offengelegt; der Vertrag umfasst 110.000 Nvidia-GPU-Chips sowie weitere CPU-, Speicherchips und zugehörige Komponenten.
Wichtige Eckpunkte der Vereinbarung
Die behördlichen Unterlagen von SpaceX zeigen die konkreten Bedingungen der Vereinbarung:
Monatliche Zahlung: 920 Millionen US-Dollar (Google an SpaceX)
Laufzeit: Oktober 2026 bis Juni 2029
Gesamtwert der Vereinbarung: rund 30 Milliarden US-Dollar
Abgedeckte Hardware: 110.000 Nvidia-GPU-Chips sowie CPU-, Speicherchips und weitere Komponenten
Frist für die Lieferung von Nvidia-Chips: SpaceX muss bis zum 30. September 2026 liefern; falls dies nicht gelingt, hat Google das Recht, den Vertrag nach einer einmonatigen Kulanzfrist zu beenden
Kündigungsregelung vorzeitig: Jede Partei kann mit einer Frist von 90 Tagen per schriftlicher Mitteilung vorzeitig kündigen, zu gleichen Bedingungen wie bei Geschäften von SpaceX mit Anthropic
Hintergrund: Bedarf bei Googles Cloud
Ein Sprecher von Google Cloud sagte, dass diese Transaktion dazu beitrage, die Marktnachfrage nach seinen KI-Diensten zu decken. Alphabet habe in den jüngsten Quartalszahlen darauf hingewiesen, dass die Auftragsbestände von Google Cloud inzwischen 460 Milliarden US-Dollar übersteigen und sich im Vergleich zum vorangegangenen Quartal nahezu verdoppelt hätten.
SpaceX hatte zuvor eine ähnliche Vereinbarung über Rechenleistung mit Anthropic abgeschlossen; die Tochtergesellschaft xAI von SpaceX arbeite daran, das Unternehmen in einen Anbieter von Recheninfrastruktur umzuwandeln, und habe dies im IPO als Kernziel festgelegt.
Häufige Fragen
Warum hat Google sich dafür entschieden, mit SpaceX statt mit anderen Cloud-Anbietern diese Vereinbarung zu unterzeichnen?
Der Sprecher erklärte, dass Ziel der Vereinbarung sei, „Übergangskapazitäten“ sicherzustellen, um den Bedarf an Gemini Enterprise abzudecken, falls er die Erwartungen übersteigt. Die Vereinbarung werde als kurzfristige, zeitnahe Lösung beschrieben; die Auftragsbestände von Google Cloud lägen bei über 460 Milliarden US-Dollar. SpaceX habe zuvor ähnliche Vereinbarungen mit Anthropic abgeschlossen, was zeige, dass es sein Geschäftsmodell als Anbieter von Recheninfrastruktur aufbaut.
Was kann Google tun, wenn SpaceX die Nvidia-Chips nicht rechtzeitig liefert?
Laut den behördlichen Unterlagen von SpaceX kann Google die Vereinbarung kündigen, wenn SpaceX die Nvidia-Chips nicht bis zum 30. September 2026 liefert, jedoch nach einer einmonatigen Kulanzfrist.
Welche konkreten Emissionsbedingungen hat das IPO von SpaceX?
SpaceX hat am 7. Juni 2026 an der Nasdaq rund 55,56 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar emittiert, bei einer Bewertung von rund 1,8 Billionen US-Dollar. Berichten zufolge wird dieses IPO voraussichtlich das größte IPO der Geschichte.