Der ehemalige Celsius-CEO Alex Mashinsky wechselt zur Anfechtung einer 12-jährigen Haftstrafe

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Der ehemalige Celsius-Network-CEO Alex Mashinsky versucht, sein 12-jähriges Strafurteil aufheben zu lassen, und bringt damit eine neue Wendung in einen der juristisch am genauesten verfolgten Fälle der Krypto-Industrie.

Eine aktuelle Einreichung beim U.S. District Court for the Southern District of New York zeigt, dass Mashinsky das Gericht gebeten hat, seine Verurteilung und sein Urteil aufzuheben. Der Antrag kommt, nachdem sein Anwaltsteam aus dem Verfahren zurückgetreten ist und ihn damit dazu gezwungen hat, sich selbst zu vertreten.

Mashinsky behauptet, die Rechtsvertretung sei unzureichend gewesen

Mashinsky erhielt im Mai 2025 eine 144-monatige Gefängnisstrafe, nachdem er sich wegen Commodities Fraud und Securities Fraud schuldig bekannt hatte. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, er habe Investoren über die finanzielle Lage von Celsius Network getäuscht und eine Rolle bei der Manipulation des Preises des CEL-Tokens des Unternehmens gespielt.

Das Gericht ordnete außerdem rund 48 Millionen US-Dollar an Verfall ein sowie weitere finanzielle Sanktionen.

In seiner neuesten Einreichung behauptet Mashinsky, seine Rechtsvertretung sei unwirksam gewesen. Er führt an, dass bestimmte Beweise, die gegen ihn verwendet wurden, nicht nach der „fruit of the poisonous tree“-Doktrin in der Verhandlung hätten zugelassen werden dürfen. Diese Rechtsgrundlage kann Beweismittel ausschließen, die angeblich durch Fehlverhalten oder unsachgemäße Verfahren erlangt wurden.

Laut der Einreichung habe sich die Kommunikation zwischen Mashinsky und seinen Anwälten zersetzt, sodass er gezwungen war, rechtliche Unterlagen selbst einzureichen.

Neue Vorwürfe mit Bezug auf Sam Bankman-Fried

Der Antrag bringt zudem neue Behauptungen mit Bezug auf den ehemaligen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried. Mashinsky macht geltend, Bankman-Fried habe versucht, Celsius zu schädigen, und habe Einfluss auf eine Manipulation genommen, die mit dem CEL-Token verbunden sei.

Er verwies außerdem auf Mitteilungen mit dem früheren Celsius-Manager Roni Cohen-Pavon und deutete an, es habe Bestrebungen gegeben, inmitten des finanziellen Niedergangs die Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen.

Zentrale Punkte aus der Einreichung sind:

  • Behauptungen zu unwirksamer rechtlicher Vertretung
  • Anfechtungen der im Verfahren verwendeten Beweise
  • Vorwürfe mit Bezug auf Sam Bankman-Fried
  • Verweise auf interne Streitigkeiten bei Celsius

Rechtsexperten sehen große Herausforderungen vor sich

Juristische Analysten sagen, eine Verurteilung nach einem Schuldeingeständnis aufzuheben sei vor einem Bundesgericht äußerst schwierig. Mashinsky müsse nicht nur nachweisen, dass seine Rechtsvertretung mangelhaft war, sondern auch, dass dies den Ausgang des Verfahrens maßgeblich beeinflusst habe.

Trotzdem zeigt die Einreichung, wie die Folgen der Krypto-Kreditkrise von 2022 die Digital-Asset-Branche noch Jahre nach dem Zusammenbruch von Celsius weiter prägen.

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