Adam Back: Memecoins mangelt es an Cashflow und es gibt „keinen echten Bedarf“; der Preis wird am Ende auf null fallen

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Adam Back看空山寨幣

Blockstream-CEO und Hashcash-Erfinder Adam Back postete am 24. Mai auf X mit dem Kernargument „Bitcoin kaufen, halten, wiederholen“ und bekräftigte damit seine langfristige Einschätzung zu Altcoins. Gleichzeitig bestätigte er direkt, dass er davon ausgeht, dass die effiziente Markthypothese (EMH) letztlich den Preis der meisten Altcoins, Meme-Coins und „Aircoins“ an Null angleichen wird.

Drei zentrale Lücken in Backs Argumenten: Cashflows, Nachfrage, Burggraben

Backs Argumentation dreht sich um drei Basisfaktoren, von denen er meint, dass sie den meisten Nicht-Bitcoin-Krypto-Assets gemeinsam fehlen:

Erstens: keine Cashflows – Die meisten Tokens können ihren Inhabern keinerlei Cashflow-Erträge liefern und verfügen über kein Finanzierungs- bzw. Bewertungsmodell, das zu traditionellen Bewertungsrahmen passt (z. B. KGV, Discounted-Cashflow/Dividenden-Diskontierung). Zweitens: keine echte Nachfrage – Diese Tokens können keinerlei bedeutsame Nachfrage nach Blockspace erzeugen; das heißt, für Entwickler und Nutzer besteht für deren zugrunde liegendes Netzwerk entweder gar kein Bedarf oder nur ein sehr geringer. Drittens: kein nachhaltiger Wettbewerbs-Burggraben – Im Vergleich zu anderen Alternativen verfügen sie über keinerlei nachhaltige Wettbewerbsvorteile; jede Funktion kann kopiert oder sogar mit geringeren Kosten umgesetzt werden.

Back ist der Ansicht, dass es für die Marktpreisbildung über Null hinaus keine stichhaltige Grundlage gibt, wenn diese drei Punkte fehlen. Das ist eine Einschätzung, die er bereits aus dem vorherigen Marktzyklus heraus vertritt, wobei die Zeit, die die Marktkorrektur benötigt, seine Erwartungen aus den letzten zehn Jahren übertroffen hat. Gleichzeitig betont er, dass Bitcoin sich in diesen drei Dimensionen von anderen Assets abhebt: Bitcoin besitzt echte Knappheit (ein fester Deckel von 21 Millionen Coins), ein dezentrales Sicherheitsmodell und eine Langzeit-Historie über mehrere Marktzyklen hinweg.

Aktueller Markt-Hintergrund: Bitcoins makroökonomische Aufnahmekapazität und die Aufspaltung der Altcoins

Backs Kommentar erschien unmittelbar vor bzw. im zeitlichen Umfeld der folgenden bereits bestätigten Marktereignisse: Die Verzögerung der CLARITY-Act-Abstimmung führte dazu, dass Bitcoin in dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen fiel; anschließend löste eine durch den Abbruch des Konflikts zwischen dem Iran und den USA ausgelöste umfassende Gegenreaktion einen schnellen Wiederanstieg von Bitcoin aus und brachte es auf ein neues Hoch in jüngster Zeit. In dieser makro-freundlichen Erholung konnten die meisten Altcoins jedoch nicht dauerhaft von dem gleichen Kursanstieg profitieren. Back beschreibt dieses Phänomen als Bestätigung: Bitcoin habe die positiven Impulse aus der Makroökonomie absorbiert, während die meisten anderen Krypto-Währungen unter gleichen Bedingungen nicht nachgezogen hätten. Zusätzlich definiert Back Bitcoins Schatzkammerunternehmen (z. B. Strategy) als „Arbitrage zwischen Fiat-Verwendung und einer über Bitcoin hinaus gehenden Zukunft“ und ist der Meinung, dass solche Unternehmen im Prozess der beschleunigten BTC-Adoption über einzigartige Vorteile bei der Kapitalallokation verfügen.

Häufige Fragen

Gibt es wissenschaftliche Unterstützung dafür, wie gut die effiziente Markthypothese (EMH) im Krypto-Markt anwendbar ist?

Die effiziente Markthypothese geht davon aus, dass unter Bedingungen vollständiger Information und ausreichender Marktliquidität die Preise von Assets alle verfügbaren Informationen schnell widerspiegeln. Jede Chance auf systematische Überrenditen werde durch Arbitrageure rasch eliminiert, sodass die Preisbildung sich schließlich ihrem inneren/grundlegenden Wert annähert. Back argumentiert im Kern: Wenn bestimmte Tokens keine Cashflows, keine echte Nachfrage und keinen Wettbewerbs-Burggraben haben, dann ist ihr „Basiswert“ theoretisch null. Sobald die Marktinformationen ausreichend vollständig sind, werde die EMH dafür sorgen, dass sich die Preise dieser Tokens dem Wert von null annähern. Die Anwendbarkeit der EMH im Kryptomarkt ist derzeit jedoch weiterhin umstritten: Befürworter verweisen auf die langfristig kumulierten Rückgänge der Altcoins, während Gegner darauf hinweisen, dass der Kryptomarkt von Privatanlegern dominiert wird, dass Informationsasymmetrien bestehen und dass Stimmungen die kurzfristigen Bewegungen antreiben, wodurch die EMH kurzfristig versagt.

Wie lautet Backs konkretes Gegenargument zu den Aussagen von Mark Cuban, Bitcoin verkauft zu haben?

Mark Cuban hatte in einem Podcast bereits in dieser Woche erklärt, er habe etwa 80% seiner Bitcoin-Bestände verkauft. Grund sei, dass Bitcoin während des Konflikts zwischen dem Iran und den USA sowie während der Schwäche des US-Dollar seine Absicherungsfunktion nicht erfüllt habe (Gold steige, aber Bitcoin falle). Backs Reaktion folgt durchgehend einem Rahmen auf Basis langfristiger Daten: Er habe zuvor mehrfach darauf hingewiesen, dass Bitcoins langfristige Überrenditen gegenüber Gold über mehrere Marktzyklen hinweg eine Tatsache seien. Das Scheitern der Absicherungsfunktion in nur einem Zyklus bedeute nicht, dass das Gesamtkapitalanlage- bzw. Asset-Logik-Konzept fehle. Backs Post in dieser Woche erwähnt Cuban nicht direkt, aber in seinen Vergleichsargumenten zwischen Altcoins und Bitcoin beantwortet er indirekt Cubans Rahmen „Absicherungsfunktion von Krypto-Assets ist gescheitert“.

Stützt der aktuelle Stand der Bitcoin-Dominanz von 58-59% Backs These, dass Kapital sich auf Bitcoin konzentriert?

Laut bestätigten Marktdaten liegt die Bitcoin-Dominanz (der Anteil der Marktkapitalisierung von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung aller Krypto-Assets) derzeit bei etwa 58-59%, während rund 40% der Altcoins nahe an ihren historischen Tiefs gehandelt werden. Diese Kennzahl bestätigt, dass Bitcoins Marktkapitalisierung relativ zum gesamten Krypto-Markt einen vergleichsweise hohen Anteil beibehält. Gleichzeitig wird die Bitcoin-Dominanz aber auch durch die eigenen Veränderungen der Bitcoin-Marktkapitalisierung beeinflusst: Ein deutlicher Anstieg von Bitcoin würde ihre Dominanz direkt ebenfalls erhöhen und nicht nur widerspiegeln, dass Altcoins fallen. Back argumentiert, dass seine These aus einer qualitativen Analyse der Marktstruktur abgeleitet ist, nicht aus einer einfachen statistischen Schlussfolgerung.

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