Ripple führt ein Unternehmens-Backoffice zur Verwaltung von XRP und Fiat-Währungen ein und zielt auf das digitale Asset-Tresorsystem für Unternehmen in Höhe von 13 Billionen US-Dollar pro Jahr.

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Ripple integriert native digitale Vermögensfunktionen in sein Unternehmens-Treasury-Managementsystem Ripple Treasury und bringt zwei neue Funktionen auf den Markt: „Digital Asset Accounts“ und „Unified Treasury“. Dadurch können Finanzvorstände XRP, RLUSD-Stablecoins und traditionelle Fiat-Assets erstmals in einem einzigen Backend gleichzeitig verwalten.
(Vorgeschichte: Ripple beantragt eine „Banklizenz in den USA“, CEO: Nach Genehmigung wird $RLUSD zum neuen Standard für Stablecoins)
(Zusätzliche Hintergrundinfos: Ein Artikel, der XRP, RippleNet und RLUSD im globalen Wertfluss-Netzwerk verständlich macht).

Ripple gab am Donnerstag bekannt, dass es in seinem Unternehmens-Treasury-Managementsystem Ripple Treasury zwei neue Funktionen hinzufügt: „Digital Asset Accounts“ und „Unified Treasury“. Damit können Unternehmen XRP, RLUSD und traditionelle Fiat-Salden in derselben Oberfläche einsehen und verwalten, ohne zusätzliche Wallet- oder Custody-Infrastruktur.

Dies sei der erste Fall in der Branche, bei dem digitale Asset-Funktionen nativ direkt in einem Treasury-Managementsystem integriert sind – zumindest so behauptet es Ripple.

Die zugrunde liegende Infrastruktur für ein Zahlungsvolumen von 13 Billionen US-Dollar

Diese beiden Funktionen basieren auf GTreasury, das Ripple 2025 für 1 Milliarde US-Dollar übernommen hat.

GTreasury hat im vergangenen Jahr für Kunden ein Zahlungsvolumen von 13 Billionen US-Dollar abgewickelt. Die Kunden reichen von kleinen und mittleren Unternehmen bis zu Fortune-500-Konzernen. Die Schicht für digitale Vermögenswerte ist auf die bestehende Infrastruktur aufgesetzt und nicht als völlig neues System entstanden.

Digital Asset Accounts ermöglicht es dem Finanzteam, digitale Asset-Konten direkt innerhalb der Plattform einzurichten. Token-Salden wie XRP und RLUSD werden neben den Kassenbeständen angezeigt, ergänzt durch einen Algorithmus für Echtzeit-Umrechnung zur Darstellung des Token-Werts. Alle Transaktionen werden automatisch mit dem nativen Betrag, dem Fiat-Gegenwert und dem jeweiligen Marktpreis erfasst und erzeugen eine vollständige Audit-Spur. Die Genauigkeit erreicht 15 Stellen nach dem Dezimalkomma und ist vollständig mit On-Chain-Daten synchronisiert.

Unified Treasury verbindet über eine API mehrere externe Custodians; genutzt wird dabei die bereits vorhandene Bank-Integrations- und Verbindungs-Schicht von Ripple Treasury, ohne ein zusätzliches System anzuschließen.

Laut einem Coindesk-Zitat von Renaat Ver Eecke, Senior Vice President bei Ripple Treasury, „liegen digitale Vermögenswerte bereits auf dem Tisch des CFO. Das Problem ist nicht mehr ‚Daran teilnehmen – ja oder nein‘, sondern ‚Wie nimmt man teil, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen‘.“

Ripple sagt, dass diese beiden Funktionen erst der Ausgangspunkt für einen größeren Rahmen seien. Zukünftige Pläne sehen eine Erweiterung auf grenzüberschreitende Abwicklung, Zahlungen innerhalb von Konzernen sowie das Erzeugen von Erträgen über Overnight-Märkte durch Rückkaufvereinbarungen vor; alles soll durch Stablecoins angetrieben werden.

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