Die Venom Foundation hat ein gezieltes Förderprogramm gestartet, um aktive Web3-Teams dazu zu bewegen, auf ihrer Hochleistungs-Blockchain zu migrieren oder diese tief zu integrieren. Das Programm bietet gestaffelte Förderungen, beginnend bei 10.000 US-Dollar, die auf bis zu 100.000 US-Dollar steigen können, wenn vereinbarte Meilensteine erreicht werden. Die Initiative, genannt Venom Grants, richtet sich gezielt an DeFi, NFT, GameFi, SocialFi, AI-on-chain, tokenisierte reale Vermögenswerte und Unternehmensinfrastrukturprojekte, die behaupten, durch hohe Gebühren, überlastete Netzwerke oder begrenzte Skalierbarkeit auf Chains wie Ethereum, Solana und Binance Smart Chain eingeschränkt zu sein.
Venoms neues Finanzierungsmodell ist einfach und ergebnisorientiert. Die erste Tranche, 10.000 US-Dollar, soll die technische Umsetzung abdecken: Smart-Contract-Portierung, Anpassung an die TVM-Umgebung, Brücken- und Atomic-Swap-Tests, Architekturoptimierung und eine Pilotmigration. Teams, die diese Meilensteine in Stage 1 erfolgreich abschließen und Nutzerwachstum, Produkt-Markt-Fit sowie messbare Beiträge zum Venom-Ökosystem nachweisen, werden für Stage 2, eine skalierende Investition, die die Gesamtförderung auf bis zu 100.000 US-Dollar erhöhen kann, zugelassen.
Venoms Argumentation basiert auf Leistungszahlen, die die Foundation seit Monaten bewirbt. Laut technischer Literatur und öffentlichen Aussagen erreicht das Netzwerk eine Durchsatzrate im sechsstelligen Bereich, mit Sub-Sekunden-Finalität, minimalen Gebühren in Hunderten von NanoVENOM pro Operation und einer unternehmensgerechten Betriebszeit. Unabhängige Berichte und die eigenen Materialien der Foundation erwähnen Belastungstests im geschlossenen Netzwerk mit bis zu 150.000 Transaktionen pro Sekunde sowie öffentlich behauptete 100.000+ TPS, was Venom zu einer ernsthaften Alternative für Projekte macht, die auf Legacy-Chain nicht skalieren können.
Die Foundation für echte Finanzinfrastruktur
Ein bedeutender Bestandteil des Programms ist die Betonung der verwahrungsfreien Cross-Chain-Flows. Venom hat bereits ChainConnect integriert, um intermediary-freie Atomic Swaps zwischen TVM-kompatiblen Netzwerken und EVM-Chains zu ermöglichen. Dieses Mechanismus soll die Risiken der Teil-Ausführung und Verwahrung, die andere Interchain-Lösungen plagen, beseitigen. Während einige Brückenmodelle auf Multisig-Wächter oder Validatoren basieren, setzt Venom auf ein All-or-Nothing-Ausführungsmodell, das sicherstellt, dass Gelder entweder vollständig übertragen oder automatisch rückgängig gemacht werden.
Gewinner der Förderungen erhalten mehr als nur Geld. Venom bietet Zugang zu einer breiten Nutzerbasis über die Venom Quests Plattform, die laut Foundation mehr als 1,5 Millionen Wallets erreicht, sowie praktische technische Unterstützung durch ein TVM-Spezialistenteam und persönliche Beratung mit der Projektleitung. Für Teams bedeutet das eine praktische Migrationsroadmap sowie Marketing- und Onboarding-Kanäle, die die Akzeptanz beschleunigen könnten.
Die Anforderungen für die Bewerbung sind hoch. Venom fordert eine aktive, echte Social-Media-Community (Konten werden auf Bot-Aktivität geprüft), mindestens 1.000 monatlich aktive Nutzer, ein klares Geschäftsmodell und Nachweise für Produkt-Markt-Fit sowie einen detaillierten technischen Migrationsplan, Zeitpläne und Teamprofile. Bewerbungen sind per E-Mail an partners@venom.network mit dem Betreff „Grant Application – Migration – [Projektname]“ zu senden. Bewerber sollten Links, Kontaktdaten und eine kurze Übersicht (ein bis zwei Absätze) zu aktuellen Kennzahlen und ihrer Integrationsplanung beifügen.
Christopher Louis Tsu, CEO der Venom Foundation, beschreibt die Förderungen in einem breiteren Kontext und argumentiert, dass „Blockchain-Leistung nicht nur eine technische Kennzahl ist – sie ist die Grundlage für echte Finanzinfrastruktur. Projekte, die zu Venom kommen, profitieren nicht nur von Geschwindigkeit und niedrigen Gebühren, sondern auch von einer Infrastruktur, die von Zentralbanken und institutionellen Investoren vertraut wird.“
Dieser Schritt folgt einem bekannten Muster. Venom hat zuvor Entwicklerfonds und Labs bereitgestellt, um Projekte auf seine Plattform zu bringen, und das neue Venom Grants-Programm scheint eine Eskalation dieser Bemühungen zu sein, bei der technische und finanzielle Unterstützung gegen tiefere Engagements im Ökosystem eingetauscht werden. Für Teams, die Migrationkosten gegen langfristige Skalierbarkeit abwägen, bietet das neue Programm einen klaren Anreiz: Vorabfinanzierung, technische Unterstützung und das Versprechen eines kostengünstigen, hochdurchsatzfähigen Heimats für Apps, die Millionen bedienen sollen.
Entwickler, die sich bewerben möchten, finden auf der Website der Foundation weitere Details und Hintergrundinformationen zu den Fähigkeiten des Netzwerks und bisherigen Finanzierungsrunden. Die Venom Foundation ist ein in Abu Dhabi ansässiges Fintech-Unternehmen, das sich auf die Bereitstellung skalierbarer und konformer Blockchain-Infrastrukturen für groß angelegte Finanz- und Unternehmensanwendungen spezialisiert hat.