
TRUMP Meme Offizieller Promotion-Account TrumpMeme kündigte am Donnerstag auf X an, dass am 25. April im Mar-a-Lago Club in Florida das „einzigartige Kryptowährungs- und Geschäftstreffen der Welt“ stattfinden wird. Top TRUMP-Inhaber werden eingeladen, gemeinsam mit dem Präsidenten zu Mittag zu essen. Nach Bekanntgabe der Nachricht stieg der TRUMP-Token kurzzeitig an, fiel aber schnell wieder zurück, mit einem Rückgang von 96 % gegenüber dem Höchststand von 74 US-Dollar.
(Quelle:TrumpMeme X)
Veranstaltet wird das Event von Fight Fight Fight LLC, dem ursprünglichen Herausgeber des TRUMP Meme Tokens. Die Teilnahmebedingungen sind mit einem klaren „Token-Belohnungssystem“ gestaltet:
Die Einladungskontingente sind wie folgt verteilt:
Erste 297 Inhaber: Einladung zur Teilnahme am 25. April am Mar-a-Lago Business Meeting und Mittagessen
Erste 29 Inhaber: zusätzlich VIP-Zugang zum Empfang, bei dem sie Champagner mit Präsident Trump und weiteren noch nicht bekanntgegebenen Gästen teilen
Die Rangfolge basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der TRUMP-Bestände, die zwischen dem 12. März und dem 10. April über Robinhood-Konten oder Krypto-Wallets gehalten wurden. Je länger und mehr Token gehalten wurden, desto höher die Platzierung.
Das Haftungsausschluss auf der Event-Website weist darauf hin, dass Präsident Trump als „Gast“ teilnehmen wird und keine privaten Treffen mit ihm arrangiert werden. Kritiker argumentieren jedoch, dass diese Grenzen in der Realität schwer klar zu ziehen sind.
(Quelle:Trading View)
Der TRUMP-Token wurde um den Beginn der zweiten Amtszeit von Trump im Januar 2025 eingeführt und löste zunächst eine starke Spekulationswelle aus, die den Kurs fast auf 74 USD steigen ließ. Danach fiel der Token jedoch kontinuierlich, und kurzfristige Erholungen, die durch verschiedene Ereignisse ausgelöst wurden, konnten den Abwärtstrend nicht umkehren.
Der 3%-Anstieg nach dem großen Event war nur von kurzer Dauer — innerhalb weniger Stunden fiel der Kurs wieder, was zeigt, dass der Markt die auf „Token-Ranglisten“ basierenden Abstimmungsmechanismen skeptisch sieht. Viele betrachten diese eher als künstlich erzeugte kurzfristige Nachfrage, nicht als echte fundamentale Verbesserung. Der Rückgang um 96 % (von 74 USD auf 2,75 USD) bringt die meisten frühen Investoren in tiefe Verluste und wirft Zweifel an der Glaubwürdigkeit des „großen Events → Token-Erholung“-Anreizsystems auf.
Dies ist bereits die zweite ähnliche Aktion mit dem TRUMP-Token. Im Mai 2025 wurden Top-Inhaber eingeladen, an einem Abendessen im Trump National Golf Club in der Nähe von Washington D.C. teilzunehmen, was scharfe Kritik von Demokraten und Überwachungsorganisationen hervorrief.
Die Kritik ist klar und direkt: Das Erlauben von jedem — einschließlich potenzieller ausländischer Investoren — durch den Kauf und Besitz von TRUMP-Token Zugang zum amtierenden US-Präsidenten zu erhalten, stellt eine Kommerzialisierung politischen Einflusses dar. Ob dies gegen Gesetze verstößt, die ausländische Spenden oder materielle Vorteile bei US-Politik verbieten, ist ein zentrales Anliegen der Überwachungsgruppen.
Es gibt keine feste Mindestmenge. Die Rangliste basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der Bestände vom 12. März bis 10. April. Theoretisch kann jeder, der in diesem Zeitraum ausreichend Token gehalten hat, unter die Top 297 kommen. Die Konkurrenz hängt stark vom Verhalten anderer Inhaber ab und ist bis zum Ende dynamisch.
Aus rein finanzieller Sicht hat der Kursrückgang von 96 % die meisten Investoren in tiefe Verluste gestürzt. Allerdings hängt die Fortdauer des Tokens auch vom politischen Hype um Trump ab — bei neuen Promotionen oder politischen Ereignissen kann es kurzfristig zu Erholungen kommen. Ob diese nachhaltig sind, ist fraglich; es könnte sich nur um temporäre Gegenbewegungen im Rahmen eines systemischen Verkaufsdrucks handeln.
Derzeit gibt es keine offiziellen rechtlichen Klagen gegen solche Aktionen. Kritiker befürchten jedoch, dass ausländische Investoren durch den Besitz von TRUMP-Token indirekt Zugang zum amtierenden Präsidenten erhalten könnten, was gegen das Bundeswahlgesetz verstößt, das ausländische Einflussnahme auf US-Wahlaktivitäten einschränkt. Überwachungsorganisationen fordern Untersuchungen, bisher gibt es jedoch keine offiziellen Regulierungsmaßnahmen.