
Der US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETF erlebte Anfang 2026 fünf aufeinanderfolgende Wochen mit Kapitalabflüssen in Höhe von insgesamt etwa 4,5 Milliarden US-Dollar, was den schlechtesten Jahresbeginn seit Einführung darstellt. Doch die starken Kapitalzuflüsse in den folgenden zwei Wochen haben diese Verluste fast ausgeglichen. Bis zum 5. März belief sich der kumulierte Nettozufluss aller Spot-Bitcoin-ETFs auf 55,72 Milliarden US-Dollar, was einen deutlichen Anstieg vom Tiefpunkt darstellt und die Differenz zum Jahresbeginn-Basiswert von 57,08 Milliarden US-Dollar deutlich verringert hat.

(Quelle: SoSoValue)
Anfang 2026 verloren BlackRocks IBIT in den schlimmsten fünf Wochen mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar, Fidelitys FBTC verzeichnete einen Verlust von über 954 Millionen US-Dollar. Insgesamt waren die Abflüsse von rund 4,5 Milliarden US-Dollar die längste Serie an Abflüssen seit Anfang 2025.
Doch die Kapitalflüsse kehrten ebenso schnell wieder um. Hier die konkreten Daten der letzten zwei Wochen:
Bemerkenswert ist, dass diese Kapitalzuflüsse nicht mehr nur auf einzelne Fonds konzentriert sind, sondern eine breite Beteiligung mehrerer Fonds zeigen, die mehrere Tage in Folge gleichzeitig stark zulegen. Dies spiegelt eine echte Veränderung der Marktstimmung wider, nicht nur eine Kapitalrotation innerhalb des ETF-Sektors.
Seit dem US-israelischen Luftangriff am 28. Februar ist der Bitcoin-Preis um etwa 12 % gestiegen, während Gold nach anfänglichem Anstieg rasch wieder an Wert verlor. Dies löste Diskussionen aus, ob Bitcoin das neue sichere Asset ist und Gold seine Bedeutung verloren hat. Eric Balchunas widersprach auf X deutlich und bezeichnete dieses Narrativ als Falle.
Er verweist auf die Fakten: Nach Bekanntgabe des Luftangriffs reagierte Bitcoin sofort mit einem starken Kursrückgang von etwa 67.000 USD auf ein Tief von 63.038 USD; Gold stieg hingegen auf fast 5.376 USD pro Unze, was der traditionellen Flucht in sichere Anlagen entspricht. Der anschließende Anstieg bei Bitcoin erfolgte nach dem Tod des iranischen Oberhaupts Khamenei, während Gold aufgrund der Erwartung einer möglichen Zinserhöhung durch die Federal Reserve wieder fiel.
Balchunas meint, der 12%-Anstieg bei Bitcoin sei wahrscheinlich weniger durch geopolitische Faktoren bedingt, sondern vielmehr durch eine veränderte Stimmung bei Institutionen und eine Abschwächung der Marktresistenz. Der Rückgang bei Gold sei eine normale Gewinnmitnahme nach einem Anstieg von über 1.000 USD pro Unze in den letzten 60 Tagen vor dem Luftangriff. Wichtig ist auch der Hintergrund: Seit Januar 2026 ist Bitcoin um etwa 23 % gefallen, beide Assets starten von extremen Niveaus, und einige Tage Divergenz reichen nicht aus, um eine langfristige Asset-Eigenschaft zu beurteilen. „Gold und Bitcoin sind beides Assets, die ich respektiere“, sagt er.
Die Abflüsse von rund 4,5 Milliarden US-Dollar über fünf Wochen werden als Folge der erhöhten globalen Risikovermeidung nach dem Ausbruch des US-israelischen Konflikts gesehen, bei dem Bitcoin nach einem Hoch um 23 % gefallen ist. Zudem haben institutionelle Investoren in der Unsicherheit ihre Risikoexposition reduziert.
Balchunas erklärt, dass Bitcoin nach dem Luftangriff zunächst fiel (von 67.000 USD auf 63.038 USD), Gold hingegen zuerst stieg und dann fiel. Beide Bewegungen stammen aus extremen Ausgangspunkten und spiegeln keine fundamentale Veränderung der Asset-Charakteristika wider. Er warnt davor, anhand weniger Tage nur auf kurzfristige Preisunterschiede zu schließen, da dies zu falschen Anlageentscheidungen führen kann.
Während Anfang 2026 die Zuflüsse hauptsächlich auf einzelne Fonds wie IBIT konzentriert waren, zeigt die aktuelle Rückkehr eine breite Beteiligung mehrerer Fonds, die mehrere Tage in Folge gleichzeitig stark zulegen. Balchunas betont, dass diese Breite ein echtes Stimmungswandel im Markt widerspiegelt und nicht nur eine interne Kapitalrotation innerhalb des ETF-Sektors ist, was die Trendbestätigung stärkt.